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Wohin steuert die Menschheit

Lysander Prunner Autor: Lysander Prunner am 19. Mär 2009

Dr. Dieter Broers forscht bereits seit den 1980er Jahren als Bio-Physiker auf dem Gebiet der Frequenz- und Regulationstherapie.
Er produziert gerade den Film: "Wohin steuert die Menschheit: Wer Schmetterlinge lachen hört – Transformation der Menschheit?"

Heiko Rittweger, BleepKongress-Veranstalter, führte im Vorfeld des Kongresses ein Interview mit ihm.

Heiko Rittweger:
Sie sind Naturwissenschaftler. Wie kommen Sie dazu sich einem Thema anzunehmen, welches eigentlich bisher der Esoterik zugeordnet wurde?

Dieter Broers:
Lassen Sie mich gleich zu Beginn dieses Interviews die Hauptgründe betonen, weshalb ich diesen Dokumentarfilm produziere:

1. Ich bin absolut davon überzeugt, dass mit der Welt etwas nahezu Phantastisches geschieht.
2. Das erforderliche Informationsgut hierzu ist der breiten Öffentlichkeit bislang nur fragmentarisch zugänglich. Diese nahezu zusammenhangslos erscheinenden Fragmente stelle ich in einen sinngebenden Zusammenhang.
3. Jeder Mensch soll wissen, was auf ihn zukommt – wenn er dafür bereit ist.

Nun zurück zur eigentlichen Frage: Die elementaren Grundfragen des Seins, also das "Woher", "Wozu" und "Wohin" beschäftigen mich seit meiner Jugend. Meine Eltern, Freunde und Lehrer konnten mir keine befriedigenden Antworten auf meine Fragen geben. Bücher führten mich da auch nicht sonderlich weiter, alles schien mir viel zu subjektiv und in Glaubensbekenntnissen zu erstarren. All dies gefiel mir immer weniger.

Mit dieser Grundhaltung gelangte ich letztlich zur Naturwissenschaft. Von ihr erwartete ich etwas mehr "Substanz" - etwas, was mich auf meiner Suche nach den Seinsfragen befriedigen sollte. Immerhin spürte, fühlte ich etwas…, etwas, was sich hinter unserer Beobachtung zu verbergen schien. Insofern war ich eher ein "Esoteriker", der auf der beharrlichen Suche nach Antworten war und hierzu die Naturwissenschaft heranzog. Im Grunde genommen sehe ich mich eher als ein beherzter Suchender, der sich der Naturwissenschaft bedient um seine spirituellen Ahnungen zu befriedigen.

Rittweger: Welche Anzeichen deuten Ihrer Meinung nach darauf hin, dass es einen Bewusstseinssprung gibt?

Broers:
Das ist eine sehr brisante Frage. Brisant schon allein darum, weil die Antwort darauf unser bisheriges Weltbild erschüttert. Es liegen klare Indizien vor, die unsere bisherige mechanisch geprägte kosmische Weltsicht in Frage stellen oder sie zumindest erheblich erweitern.

Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Fachbereichen zeigen auf, dass die kosmische Evolution eine gewisse Zielrichtung anstrebt. Auch ohne Wissenschaftler zu sein ergibt sich allein aus sachlichen Überlegungen, dass der bisherige Evolutionsverlauf mit dem Menschen nicht abgeschlossen sein kann. Hieraus ergibt sich doch die Frage: "Was kommt danach?" oder "Wie sieht der nächste Evolutionsschritt aus?".

Tatsächlich können wir bei dieser Fragestellung einige handfeste Argumente aus der Naturwissenschaft heranziehen, die uns einiges deutlich machen: Biologische Systeme schlagen am Punkt des größten Chaos in einen höheren, hochgeordneten Zustand1 um!

Für diese gut abgesicherte Entdeckung erhielt der russisch-belgische Physikochemiker und Philosoph Ilya Prigogine verdientermaßen seinen Nobelpreis. Aus seinen Studien – um nur die berühmtesten zu nennen – ist klar ersichtlich, dass Chaos ein maßgeblicher Indikator für ein Umschlagen in einen neuen Ordnungszustand ist. Betrachten wir den zeitlichen Verlauf unserer Weltlage, so erkennen wir eine sehr deutliche, fast exponentiell verlaufende Zunahme an Unordnung und Chaos. Der Punkt des Umschlagens in einen "höheren Ordnungszustand" scheint unmittelbar bevor zu stehen. Natürlich baut sich meine Vermutung, dass wir unmittelbar vor einen Evolutionssprung stehen nicht nur auf diese Forschungsergebnisse auf. Da stehen uns noch weitaus mehr Argumente bereit.

Unter anderem können wir auf Datenerhebungen zurückgreifen, die aus der Historie der menschlichen Hochkulturen gezogen wurden. Tatsächlich scheint es höchst erstaunliche Zusammenhänge zwischen dem Auf- und Niedergang von Hochkulturen und der Sonnenaktivität zu geben. Die Wissenschaft – allen voran die Neurophysiologie – kennt die Korrelationen zwischen menschlicher Psyche bzw. menschlichem Verhalten (Bewusstsein und Emotionen) einerseits und den elektromagnetischen Feldern andererseits, die durch bestimmte Sonnenaktivitäten hervorgerufen werden. So zeigen zahlreiche Forscher Zusammenhänge zwischen Sonnenaktivität (-Flecken und -Flares) und Hoch-Kultur-Epochen (Auf- bzw. Untergänge) der letzten ca. 4.000 Jahre auf, was an der unten stehenden Grafik gut zu erkennen ist.

Beispielsweise entschlüsselte der Anthropologe Jose Argüelles den "Tzolkin", den heiligen Kalender der Mayas. Dieser "Tzolkin" enthält eine Art multidimensionales Organisationsschema für die Evolution. Dank moderner Messverfahren (Radiokarbonmethode) ist es heute möglich, Rückschlüsse auf die Sonnenaktivität in früheren Jahrhunderten und Jahrtausenden zu ziehen. Auf der Sonne entstehen in einem Zyklus von durchschnittlich 11.1 Jahren gewaltige Magnetstürme, welche die Sonnenflecken hervorrufen und die Intensität des Sonnenwindes erhöhen. Die Zyklen der Sonnenflecken sind aber noch weitaus komplexer, da sie nicht immer gleich stark ausfallen. Darüber hinaus existieren auch größere Zyklen, die sich über Jahrhunderte und Jahrtausende erstrecken. Weitere Untersuchungen haben ergeben, dass die Sonne ihr Magnetfeld ca. alle 3.750 Jahre umkehrt, wobei eine Umkehrung ca. 374 Jahre dauert. Für diese Zyklen sind anscheinend vor allem die ungleichen Rotationsgeschwindigkeiten des Sonnenmagnetfeldes verantwortlich. Eine verblüffende Feststellung machte der Forscher Maurice Cotterell, als er den Mayakalender mit dem Rhythmus der Sonnenaktivität verglich. Die komplex ineinander verschachtelten Kalender der Mayas stimmen verblüffend mit den ebenfalls verschachtelten Sonnenfleckenzyklen überein – und das seit Jahrtausenden!

Die Mayas konnten offenbar anhand ihrer Kalender ihren eigenen Untergang im 7. Jahrhundert vorher sehen. Sowohl das Magnetfeld der Sonne als auch dasjenige der Sonnenflecken kehrte sich in diesem Zeitraum um (440 - 814 n. Chr.). Ebenfalls war die Intensität der auf die Magnetosphäre der Erde auftreffenden Strahlung in dieser Zeit deutlich höher als vorher und nachher.

Die Sonnenaktivität hat erwiesenermaßen auf die Stimmungs- und Bewusstseinslagen der Menschen einen großen Einfluss. Diese Ergebnisse sind erstaunlich gut abgesichert. So könnte durchaus zu erklären sein, dass das Aufblühen und Untergehen der Hochkulturen unserer Geschichte verblüffend analog zur Sonnenaktivität verläuft. Zu den hierfür wirkentscheidenden Indikatoren zählen auch die außergewöhnlich erhöhten Temperaturen (ANMERKUNG: Nicht nur auf der Erde). Unser gegenwärtiges Erdklima, so wie es sich uns zeigt, entspricht eindeutig den Ereignissen unserer Vergangenheit, in welcher sich ein Kultursprung ereignete. Betrachtet man folgende Grafik, ist deutlich zu sehen, dass unsere gegenwärtige Hochkultur vor einem Kultursprung steht.


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