Autor: Ingrid Kunze am 07. Jun 2011 War noch um die Jahrhundertwende speziell in Ländern der Kolonialherrschaft die blasse Haut ein Zeichen sozialen Ranges, ist heute die gebräunte Haut ein echtes Attribut für Freizeit, Fitness, Sport, Jugendlichkeit und es sich leisten können Urlaub zu machen. © Bild: Foto: MEV |
Die positiven Wirkungen des Lichts sind:
- Bildung von Calciferol (Vitamin D)
- Verbesserung der körperlichen Leistung
- Bessere Sauerstoffabgabe aus den roten Blutkörperchen
Wirkungen des Lichts
Biologisch gealterte und lichtgealterte Haut:
Im Unterschied zur biologisch gealterten Haut = Kalenderalter, findet man heute durch zu intensive Besonnung bereits bei jungen Frauen mit 35 eine Haut wie die einer 50- bis 60-Jährigen vor, die als lichtgealterte Haut bezeichnet wird. Diese typische Seemannshaut ist der hohe Zoll für den übermäßigen Genuss des Sonnenlichts.
Werden die Licht und Anpassungsmechanismen wiederholt überfordert, summieren sich die Defekte. In der Folge tritt chronischer Lichtschaden = photogealterte Haut mit all ihren Form
en wie Vertiefung der Hautfalten, Zysten, Mitesser, flächige Hauterschlaffung, hypo- und hyperpigmentierte Stellen, Hornschichtverdickung, Degenerierung des Bindegewebes .... auf.
Vorbräuner - Eine Prophylaxe, die einige Wochen vor Urlaubsantritt durchgeführt wird mit:
- Karotinoid-Dragees
- Bräunungsbeschleuniger
- UV-A-Bestrahlung (Sonnenbett, Solarium)
- Luftbädern, die auch in der Wohnung bei geöffnetem Fester stattfinden können
Die ersten Sonnenbäder sollten im Schatten durchgeführt werden, damit eine allmähliche natürliche Gewöhnung stattfinden kann. Diese Maßnahmen sind auch für sonnenempfindliche Haut ideal.
Der natürliche Lichtschutz
Darunter versteht man die Fähigkeit der Haut, sich der Strahlung durch Pigmentbildung und Verdickung der Hornschicht anzupassen.
Die Haut besitzt 3 Schutzmechanismen:
- Pigmentierung
- Repairmechanismen, durch die die Haut imstande ist Schäden an der DNS zu reparieren, solange die Häufigkeit die Reparaturkapazität nicht übersteigt.
- Lichtschwiele, durch Verdickung und Zellvermehrung der Hornschicht. Zur Bildung dieser ist die beste Zeit der Vor- und Nachmittag. Da Peelings die Lichtschwiele reduzieren, wird es nicht empfohlen diese vor Urlaubsantritt anzuwenden.
Wann soll der Sonnenschutz aufgetragen werden?
Wichtig ist das Sonnenschutzmittel mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufzutragen und nicht erst am Strand.
Die Lichtempfindlichkeit wird besonders beim Baden im Meer durch Salzwasser erheblich erhöht. Durch den Wellendruck beim Schwimmen wird die Wasserfestigkeit des Sonnenschutzpräparates verringert und die Strahlung durch das Wasser verstärkt. Die nasse Haut lässt UV-Licht durch, daher nach dem Baden sofort abtrocknen und nicht gleich Sonnenbäder nehmen!
Die Augen geschlossen halten, bzw. eine Sonnenbrille benutzen.
Achtung: Je höher der Schutzfaktor von Sonnenschutzpräparaten, desto mehr Chemie ist enthalten! Bis Faktor 15 werden meist mineralische Filter verwendet, welche die Haut weniger stark belasten.
Hautbehandlung nach der Sonnenbestrahlung
- Kühl duschen
- Erfrischende Präparate auftragen, die auch den Wärmehaushalt regulieren, z. B. Gele oder Emulsionen mit Wirkstoffen aus Aloe, Hamamelis, Gurke, Lavendel, Melisse, Alantoin, Vitamin A und E
- Der Haut eine Ruhepause bis zur nächsten Sonnenbestrahlung gönnen (24h), damit die Hautenzyme genügend Zeit haben, etwaige Schäden auszugleichen
Erhaltung der Urlaubsbräune:
- Durch künstliches Licht (Solarium)
- Chemisch, durch sog. ß-Karotin
- Kosmetische Mittel, die eine Färbung in der Hornschicht bewirten. Diese haben den Nachteil, dass es durch die unterschiedliche Hornschichtdicke zu unregelmäßiger Färbung der Haut kommt
- Make-up, getönte Tagescreme oder Erdpuder
Allen Sonnenanbetern sei ans Herz zu legen, der Haut auch eine Pause vor dem Einfluss der Sonne zu gönnen, da die Haut des Mitteleuropäers nicht für eine ständige Bestrahlung ausgerichtet ist.
Hilfe
Als Mitglied können Sie auf Facebook einen Kommentar posten. Dazu müssen Sie sich einloggen.

