Autor: Roland Grün am 25. Jul 2011 Unternehmer werden ist nicht schwer, sein dagegen sehr
Anleitung zur erfolgreichen Gründung, warum hat Österreich einen der höchsten Nachhaltigkeitskoeffizienten europaweit? |
Österreich hat - ähnlich wie beim Anteil der Akademiker - im Europa Vergleich einen relativ niederen Anteil an Unternehmern und Freiberufler. Von ca. 4 Mio. Erwerbstätigen sind 400.000 Mitglieder der Wirtschaftskammern der gewerblichen Wirtschaft, mehr als 90% haben nicht mehr als 9 Mitarbeiter und mehr als 55% sind Ein-Personen-Unternehmen, ca. 50.000 davon sind Unternehmensberater. Etwa 30.000 sind sogenannte Freiberufler: Rechtsanwälte, Notare, niedergelassene Ärzte und immer weniger sind Landwirte.
"Zum Unternehmer muß man geboren sein" - wenn man die Motive für die Unternehmensgründung anschaut, ist das Hauptmotiv: ich will mein eigener Chef sein, ich will eine freie Zeiteinteilung, ich halte mich für klüger als meine bisherigen Chefs usw. - dazu liefert das Gründerservice der WKO www.gruenderservice.at ausreichendes Datenmaterial.
Interessant ist auch die Tatsache, dass nicht die geistige Elite des Landes Unternehmer wird, nein, weit gefehlt, mehr als 60% der Gründer sind ehemalige Lehrlinge, die nach der Meisterprüfung ein eigenes Unternehmen gründen, nach der Devise "Handwerk hat goldenen Boden".
Wie gründe ich, was brauche ich, worauf muss ich achten?
Ausgangspunkt ist immer die Geschäftsidee: was kann ich produzieren, mit was kann ich handeln, welche Dienstleistung kann ich Kunden bieten, dass der Kunde daraus Nutzen zieht. Nicht irgendwelche Hirngespinste oder techische Spielereien sind gefragt, sondern ein klares, einfaches Geschäftsmodell - hier Ware oder Dienstleistung, hier Markt, hier Zielgruppe. All das kann bereits vor Unternehmensgründung mit Experten der Wirtschaftskammern besprochen werden, so stellt das WIFI Wien Experten gemeinsam mit dem Gründerservice der Wirtschaftskammmer Wien zur Verfügung, die helfen und beraten, all diese Dinge klar zusammenzustellen, die Wiener Einkaufsstrassen erheben für Geschäftsstandorte anhand einer Standortanalyse die Größe der in der Gegend vorhandenen Zielgruppe, Kaufgewohnheiten, Einkommensstudie, Marktpräferenzen.
Schon kann ich zu meinem Geschäftsmodell einen Businessplan erstellen. Welche finanziellen Mittel sind für die Gründung notwendig, wieviel werde ich monatlich umsetzen müssen, dass nicht nur meine Fixkosten abgedeckt sind, sondern dass für mich auch was zum Leben übrig bleibt - wieviel muss für mich zum Leben übrig bleiben? Welche Fixkosten habe ich privat in meiner Lebensgestaltung? Mit welchen Kosten sind bei der Gründung für die Gewerbeanmeldung zu rechnen, beginne ich als Einzelunternehmen, wäre eine GmbH besser - all das erfahre ich im Gründerworkshop zB der Wirtschaftskammer Wien, jede Woche meist Freitags - Anmeldung unbedingt erforderlich.
Welche Behördenwege sind notwendig? Brauche ich für mein Geschäft bestimmte Voraussetzungen für die Gewerbeberechtigung?
Klar es gibt freie Gewerbe, gebundene und konzessionierte Gewerbe - all das findest sich in der Gewerbeordnung, auch dazu kann das Gründerservice die richtigen Antworten liefern.
Bei den Wirtschaftskammern gibt es seit einigen Jahren die One-Stop-Shop Regelung: ich kann direkt bei den Wirtschaftskammern meine Gewerbeberechtigung lösen - dazu muss ich allerdings alle Nachweise mit dabei haben. Wenn ich zum ersten Mal ein Untenehmen gründe, dann ist die Gründung laut Neugründerförderungsgesetz - NEUFÖG - kostenfrei. Auch alle Meldungen an Finanzamt, Sozialversicherung und Gewerbebehörde erledigt die Wirschaftskammer für mich.
So und jetzt?
Kann es eigentlich los gehen. Aber halt! jetzt beginnt der schwierigste Teil: Geschäftslokal, Ausstattung, Mitarbeiter, Kundenakquise, Projektabwicklung, Buchhaltung, Administration, Förderungen ... und noch viel mehr
Kann ich das? Das Ein-Personen-Unternehmens-Forum der Wirtschaftskammer Wien, kurz EPU Forum www.forumepu-wkw.at veranstaltet im zwei Wochen Rhythmus Morgen- und Abend Workshops zu den wichtigen Themen für Selbständige: Akquisition, Marketing, Administration, usw. dazu halten Experten Vorträge und die nächste Woche kann ich eine Einzelberatung zu den Themen in Anspruch nehmen, von denen ich glaube, dass ich noch nicht sattelfest bin.
So und los!
Östereich hat es durch die vielen Beratungsmaßnahmen geschafft, dass nach drei Jahren noch immer 78% der gegründeten Unternehmen am Markt sind und das ist weltweit Platz 4 im Ranking.
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggenAutor: Sylvia Klein am 2011-07-24 10:24:00
Dieser Artikel bringt vieles genau auf den Punkt und ich danke Roland Grün dafür ganz besonders!!
Sie, liebe LeserInnen, wollen doch sicher bei den Unternehmern sein, die nach 3 Jahren noch "am Markt" sind und dies auch noch nach weiteren 5 oder 10 Jahren sein werden. - Ich bin davon überzeugt!
Ich halte Seminare für JungunternehmerInnen, die in den ersten Monaten bemerken, dass ihnen einiges an Fachwissen und(oder Praxis doch noch fehlt, und genauso für werdende JungunternehmerInnen, die schon vor dem Start die Praxisumsetzung der in der Schule gelernten Theorie erfahren möchten.
Die Wirtschaftskammer bietet natürlich auch viel großartige Unterstützung an - insbesondere das EPU-Forum ist großartig!
Falls Sie an Unterstützung interessiert sind, führe ich gerne ein kostenfreies Informationsgespräch mt Ihnen und erarbeite mit Ihnen, welche Seminare, Beratungen, Förderungen für Ihre Situation, Ihr Vorhaben die optimalsten sind.
Sie finden mein Angebot unter www.sylviaklein.cc
Herzlichst
Sylvia Klein
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