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Wenn Sie zum Mittelpunkt Ihres Lebens werden wollen, dann lernen Sie, Grenzen zu setzen!

Abgrenzung Autor: Marion Monika Kaiser am 19. Okt 2010
Gehören Sie zu den Menschen, die sich sprichwörtlich immer wieder von anderen in ihren Garten trampeln lassen? Fällt es Ihnen schwer, anderen Grenzen zu setzen? Haben Sie schon bemerkt, dass Ihnen das schwerer fällt, je wichtiger Ihnen Ihr Gegenüber ist?

Wie erkennen Sie Ihre eigenen Grenzen?

Sie tun sich schwer damit, die eigenen Grenzen wahrzunehmen? Dies liegt manchmal daran, dass nicht Ihre eigenen Bedürfnisse, sondern die der anderen im Vordergrund stehen. Sie möchten dem anderen alles Recht machen und dafür sorgen, dass es Ihrem Gegenüber immer gut geht. Leider vergessen Sie dabei, dass Sie eigene Bedürfnisse haben und Sie selbst dafür verantwortlich sind, dass diese auch erfüllt werden. Erst wenn Ihr Gegenüber richtig unverschämt wird oder unangenehme Begebenheiten immer wieder auftreten, wird Ihnen deutlich, dass Sie eigene Grenzen haben, die offensichtlich wiederholt übertreten werden.

Kleine Übungen können den Weg zu den eigenen Bedürfnissen wieder frei räumen. Fragen Sie sich z. B. tagsüber immer wieder einmal "Was täte mir jetzt gerade gut?" Versuchen Sie, sich dieses Bedürfnis auch tatsächlich zu erfüllen. Wenn es gerade nicht geht, weil Sie mitten in einer wichtigen Konferenz stecken, dann sagen Sie sich ganz konkret, wann Sie sich dieses Bedürfnis erfüllen werden. Absolut wichtig hierbei: Tun Sie das dann auch! Zeigen Sie sich selbst, dass Sie die Versprechen sich selbst gegenüber einhalten.

Wie setzen Sie Ihrem Gegenüber Grenzen?

Wenn Sie lernen, auf Ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und diese auch zu leben, werden Sie automatisch immer seltener erfahren, dass andere Menschen Ihre Grenzen übertreten. Denn nun haben Sie diese viel mehr im Blick und können sofort und angemessen darauf reagieren. Meist ärgern Sie sich ja eher über Situationen, in denen Sie sich im Nachhinein von anderen übergangen fühlen. Dabei haben Sie nur in dem Moment das eigene Bedürfnis nicht gespürt und sich Dinge überstülpen lassen, die Sie bei näherer Betrachtung gar nicht wollten.

Dennoch wird es auch Situationen geben, in denen Sie Ihrem Gegenüber freundlich aber deutlich sagen müssen, wie Sie etwas haben wollen oder dass Sie etwas anderes möchten. Je unwichtiger die andere Person für Sie ist, desto leichter fällt Ihnen das. Menschen, die Sie lieben oder von denen Sie sich abhängig fühlen, übertreten leichter Ihre Grenzen. Die Angst, diese Menschen vielleicht zu verlieren, wenn Sie Ihre Grenzen kommunizieren, hält Sie davon ab, sich selbst zu vertreten.

Interessanterweise macht die Angst aber häufig wahr, was nicht passiert wäre, hätten Sie Ihre Grenzen geachtet und vertreten. Was Sie eigentlich wollen ist ja, dass die Menschen Sie respektieren und achten. Sie werden interessant, weil Sie so viel Eigenes zu bieten haben. Sie erwecken bei Ihrem Gegenüber Respekt, weil Sie respektvoll mit sich selbst umgehen.

Daher: Trauen Sie sich! Erlauben Sie sich mehr und mehr die eigenen Bedürfnisse zu leben. Kommunizieren Sie immer öfter Ihre eigenen Bedürfnisse und setzen Sie Ihre individuellen Grenzen. Damit leben Sie zunehmend Ihr eigenes Leben und gewinnen auch mehr Spaß daran.

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