Autor: Ramona Anna Mayer am 21. Mai 2010 Die verwirrenden Illusionen der Gedanken zu durchschauen, ermöglicht die Annäherung an die Gegenwart. Die Schleier der Zeit beginnen sich so zu lüften und Leben erscheint immer lebendiger und bewusster.
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Welche Richtung darf`s sein?
Wie viele Runden des Leidens und der Schmerzen wollen wir noch drehen? Wie viele Runden des Mangels und der Sorgen brauchen wir noch?
Wann werden wir merken, dass wir UNBEWUSST Vogel Strauss gespielt haben?
Dieser Vogel ist ein gutes Beispiel, um zu veranschaulichen, was wir lange Zeit unbewusst taten und immer noch zu viel tun.
Wir hatten die Richtung verwechselt! Der Vogel Strauss spiegelt einerseits diese Verwechslung und andererseits zeigt er uns, was wir machen sollten, wenn wir Frieden finden wollen.
Wenn`s gefährlich wird, steckt er den Kopf in den Sand. Er schaut nicht nach einem Ausweg, um die Gefahr abzuwenden, sondern erstarrt in seiner Haltung, indem er tut, als wüsste er nichts davon. Wie alle äußeren Spiegel, ist er als Spiegelungs-Beispiel genial. Er steckt den Kopf in den Sand.
Wie verwechseln wir die Richtung? Bzw. welche Richtungen verwechseln wir?
Was beim Strauss das „Kopf in den Sand stecken“ ist, ist bei uns die Vergangenheit. Blicken wir in die Vergangenheit, können wir keinen neuen Weg sehen, der uns aus dem Dilemma der gegenwärtigen Situationen entwischen lassen könnte. Das ist deshalb so, weil jede Reaktion auf eine bestehende Situation, die Vergangenheit stärkt. Aufgrund dessen, dass jede gegenwärtige Situation durch vergangene Gedanken und Gefühle geboren wurde, ist die Gegenwart immer der Repräsentant der Vergangenheit.
Wenn der Strauss seinen Kopf in den Sand steckt, lässt er der Gefahr freien Lauf. Das heißt mit anderen Worten, er liefert sich dieser Gefahr regelrecht aus. Dasselbe tun wir, wenn wir auf die Auswirkungen unserer unbewussten, vergangenen Gedanken und Gefühle reagieren. Wir haften damit der Vergangenheit an.
Wie können wir unser Verhalten ändern?
Indem wir überlegen, wie wir uns von der Vergangenheit lösen könnten? Indem wir überlegen wie der Vogel Strauss sein Verhalten ändern könnte?
Fehlanzeige. Weder können wir uns von der Vergangenheit lösen, noch das Verhalten des Vogels ändern.
Indem wir zu erkennen beginnen, wer wir in Wahrheit sind und wer oder was unser Selbst ist, erhalten wir den Schlüssel zur Freiheit und Wandlung.
Dieser angewandte Schlüssel kann, durch die bewusste Richtungsänderung, Unerwünschtes, Vergangenes beenden und Neues, Erwünschtes eröffnen und bringen. Einmal gefunden, ermöglicht er uns darum, das Alte abzuschließen und das Neue zu öffnen.
Die neue Blick-Richtung geht weg vom Außen / Hinten und richtet sich nach Innen / Vorne.
In gewisser Weise könnte man sagen, dass der Strauss das auch tut – nach Innen zu blicken. Doch sein Innen ist trotzdem Außen. Denn mit Außen ist die äußere Welt gemeint.
Das Innen / Vorne liegt in uns
Was können wir tun, wenn es uns schwer möglich ist, uns von der Vergangenheit/Gegenwart zu lösen?
Wir können sie annehmen. Da es immer nur zwei Möglichkeiten gibt, bestehen diese hierbei aus Ablehnen oder Annehmen. Dass Ablehnung das Gegenteil von dem bewirkt, was wir wollen, haben wir bereits erfahren. Also bleibt uns nur die Annahme dessen was war und ist.
Wer nun denkt, dass das nach hinten losgeht, hat gewissermaßen Recht, denn damit fließt die Energie zu sich selbst zurück. Das will jedoch richtig verstanden sein!!!
Dazu ein Beispiel:
Als Kind musste ich abends um eine gewisse Zeit zu Hause sein. Jedes Mal, wenn ich diese Zeit übersehen hatte, bekam ich Angst, dass meine Eltern mich bestrafen und schelten würden. Manchmal akzeptierte ich das innerlich, indem ich mich darauf einstellte, dass es so sein würde. Ich konnte ohnehin die überschrittene Zeit nicht mehr zurückdrehen. Also gab ich mich dem hin, was kommen würde.
Jedes Mal, wenn ich mich so innerlich darauf eingestellt hatte, geschah gar nichts!!! Doch ACHTUNG – dieses „gar nichts“ bezieht sich auf die ausbleibenden Folgen. Denn es war sehr wohl etwas geschehen – ich hatte die Folgen schon vorher angenommen.
Aufgrund meiner Annahme/Akzeptanz bestand keine Angst mehr!
Angst bezieht sich auf Zukünftiges - also Unbekanntes. Die Folgen meiner Erwartung blieben jedoch aus, weil ich sie bereits vorher angenommen hatte.
Die Energie der Angst löste sich, durch die Akzeptanz, wieder auf – wandelte sie wieder um
Mit anderen Worten: ich war zu dem gestanden was war – nämlich, dass ich zu spät heimkam. Weil ich bereit war, die Folgen dafür anzunehmen, blieben diese aus.
Noch einfacher gesagt: ich stand zu dem, was ich tat – also zu mir. Ich bin zu mir gestanden - zur Wahrheit.
Noch einmal mit anderen Worten – indem ich zu meiner Angst gestanden war, hatte ich sie, ohne Widerstand, innerlich angenommen. Dadurch brauchte sie sich im Außen nicht mehr auszuwirken.
Ich hatte erstens meinen Teil an der verursachten Situation angenommen (ich war zu spät) und zweitens die Folge (Angst), die durch den Blick auf das Geschehene (Vergangene) und daraus mögliche Künftige entstanden war. Somit wurde ich unantastbar für negative Folgen.
Das ist ein Beispiel, welches zeigt, dass wir die Macht haben, jederzeit die Richtung zu ändern. Du selbst hast viele Beispiele dieser Art erlebt, die du alle erkennst, sobald du diese Wirkungsweise verstehst.
Wäre ich mit meinen Gedanken nur dabei verblieben, mir vorzustellen wie meine Eltern mich für mein Zuspätkommen bestrafen, so hätte ich damit der Strafe die Tore geöffnet. Dabei wäre ich im Außen (bei den Eltern/der Strafe/der Angst) hängen geblieben.
Da ich aber meine Gedanken und Gefühle auf mich selbst gerichtet hatte und meinen Teil betrachtete, ging ich nach Innen, wo, durch die Akzeptanz und Annahme meiner Teile, die Folgen ausblieben und ich unabhängig von der Vergangenheit wurde.
Mit jeder Situation in deinem Leben, kannst du auf diese Weise den Richtungswechsel VORNEHMEN. Beachte – der Blick geht dabei nach Vorne, denn wenn es anders wäre, müsste es heißen – ZURÜCKnehmen.
Im ANNEHMEN liegt der Schlüssel des Richtungswechsels.
Was du wahrhaft annimmst, bleibt ohne negative Folgen im Außen.
Eine Steigerung im positiven Sinne, kann durch eine zusätzliche positive VORSTELLUNG erreicht werden. Beachte, dass es Vorstellung und nicht Rückstellung heißt!
Damals war ich noch nicht auf die Idee gekommen, mir vorzustellen, dass meine Eltern sich einfach nur freuen könnten, dass ich wieder da bin. Das hätte eine noch idealere Form erschaffen, aufgrund der ich meinen Eltern von vornherein anders begegnet wäre. Ich hätte ihnen dadurch sogar von den, für mich wichtigen, Ereignissen erzählen können, aufgrund derer ich mich verspätete.
Ich hätten sie an meinem Erleben teilhaben gelassen und sie hätten sich mit mir über die Erfahrung freuen können.
Warum setzen wir Menschen beim Gehen einen Fuß VOR den Anderen und gehen nicht Rückwärts, gemäß dem unbewussten Denken? Warum treten wir nicht alle wieder zuerst mit dem Fußballen auf, anstatt mit der Ferse? Denn der Ballen ist Vorne – die Ferse ist Hinten. Dazu höchst interessant und aufschlussreich sind die Erkenntnisse im Buch von Dr. Peter Greb, namens „GODO – mit dem Herzen gehen“.
Sich im Puls des Herzens zu bewegen, bedeutet dem Inneren Gefühl zu folgen. Dieses innere Gefühl ist an den, für uns angenehm wirkenden Impulsen zu erkennen. Man/Frau beachte – es heißt „Im-Pulse“ - nicht Auspulse. Denn „Im Puls“ zu fließen kann man nur, wenn man den Impulsen folgt. DER PULS IST INNEN.
Es ist dem Vogel Strauss vorbehalten, in seiner Weise zu reagieren. Das ist seine Bestimmung.
Unsere Bestimmung ist eine Andere -
Die eines Schöpfers
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