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Weihnachten - du liebe Zeit!

Reise ins Licht Autor: Dipl.-Päd. Michael Karjalainen-Dräger am 16. Dez 2011 NEU
Warum wird aus der stillsten Zeit des Jahres immer die schrillste und lauteste? Warum wird in unserem ohnehin schnellen Alltag noch einmal der Turbo gezündet? Warum wird aus dem starken Bedürfnis nach Ruhe immer noch mehr Unruhe? Und warum trifft es Kinder in dieser Zeit am härtesten?

 

Pixelio/Heidi Lachmann bzw. Rainer Sturm

 

 

Erwartungshaltungen und ihre Gegenpole

Morgen Kinder wird’s was geben! Die Worte eines bekannten Weihnachtsliedes lassen sich verschieden deuten. Von der im Liedtext implizierten positiven Vorfreude bis hin zum abschreckenden „Pass auf, es wird was geben“ ist es nur ein Katzensprung. Denn Erwartungshaltungen beinhalten immer auch das Gegenteil. Die vielen Nuancen zwischen diesen Polen werden oft gar nicht wahrgenommen. Dennoch ist unser Leben und unsere Zeit immer bunt und nicht bloß schwarz oder weiß. Und Kinder spüren extreme Haltungen oft stärker – und spiegeln sie. Das heißt, dass sie genau das ausdrücken, was unser Problem ist bzw. was die Probleme dieser Zeit sind. Also: vorweihnachtliche Ruhe und Unruhe sind Nachbarn, Entschleunigung und Lagsamkeit sind enge Verwandte des Turbo-Tempos unseres Alltages und die Entspannung liegt gleich neben der Spannung.

Wo viel Licht ist, ist viel Schatten!

Eine wahre Volksweisheit, die eine andere „Weihnachtstragödie“ offenbart: Das Fest, das kurz nach der Wintersonnenwende, an der die Tage wieder länger zu werden beginnen, als Fest der Geburt des göttlichen Lichtes, der unbesiegbaren Sonne namens Jesus gefeiert wird, lässt energetisch betrachtet jede Menge Energie frei werden – zum Wohl der Menschen. The problem only is, dass ein Super Trouper (heller Bühnenscheinwerfer) auch die ganzen dunklen Stellen aufscheinen lässt und diese natürlich jede Menge kräftiger Schatten werfen. Und wer möchte gerne freiwillig mit seinen Schattenseiten konfrontiert werden?

Eine Lösung dieses gordischen Knotens

Eine sehr sinnvolle Variante, diesen Widerspruch aufzulösen, ist es tatsächlich sich der einen, hellen Seite zuzuwenden und die dunklen Schatten nicht zu unterdrücken oder zu verdrängen sondern sie zumindest dieses eine Mal im Jahr auch bewusst anzuschauen. Sie sind ein Teil der eigenen Persönlichkeit. Sie sind grundsätzlich wertfrei, weder gut noch schlecht. Aber sie können, wenn sie nicht bewusst sind, jede Menge Unheil anrichten. Oder bei Licht betrachtet von diesem wirklich ganz er-leuchtet, also integriert werden.

Was tun mit den unruhigen Kids?

Kinder haben – je nach ihrem Entwicklungs-Umfeld – ein mehr oder weniger feines Sensorium für diese Licht-Energie. Sie sind in der Lage, sich sehr leicht darauf einzustellen und ihre dunklen Seiten zu transformieren. Gönnen Sie sich und ihrem Nachwuchs also eine solche Licht-Meditation oder -Fantasiereise, bei der sie nichts anderes tun brauchen, als sich auf den Weg ins Licht zu begeben. So wird die Zeit vor Weihnachten eine beSINNliche.

Nehmen Sie sich Zeit für's (neue) Leben!

Die Zeit dafür werden sie vielleicht nicht haben, aber sie können sie sich jederzeit nehmen! Und das sollten Sie auch, denn das ist eine absolut sinnvolle Investition ins (neue) Leben, das zu Weihnachten geboren werden will!

 

Reise ins Licht – eine Anleitung:

Suchen Sie für sich und/oder Ihre Kinder einen guten Platz zum Sitzen oder Liegen. Im Sitzen nicht anlehnen sondern mit aufrechter Wirbelsäule da sein.

Den Boden wahrnehmen, er gibt Halt für die Zeit der Meditation bzw. Fantasiereise.

Den Körper wahrnehmen von den Fußsohlen bis zum Scheitel.

Danach den Atem beobachten, wie er kommt, wie er geht. Die Zunge an den Gaumen legen.

Sich im Inneren auf den Weg zu einer weißen Lichtquelle bzw. zur Sonne machen, Schritt für Schritt vorangehen bis man mitten im Licht ist

ODER

sich in hellem, weißem Licht baden

ODER

einer eigenen Lichtfantasie folgen.

Diese einige Minuten genießen.

Gedanken, Gefühle, störende innere Bilder wahrnehmen aber nicht dran hängen bleiben, diese loslassen, wegschicken oder vorbei ziehen lassen, mit der Aufmerksamkeit wieder zum Licht oder zur Atmung zurückkehren.

Nach einigen Minuten mit der Wahrnehmung wieder zum Boden (auf dem man liegt oder auf dem die Füße stehen) zurück kehren, dann Schritt für Schritt den Körper „aufwecken“, bewegen, schließlich die Augen öffnen, aufstehen, stampfen oder herumgehen, auf jeden Fall den Körper kräftig bewegen – oder vielleicht sogar einen Winter-Spaziergang machen.

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