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Was ist Glück?

Lachen vor Glück - die beste Medizin, Quelle: IVR + Innovations Autor: Ulla Knoll am 24. Aug 2009
Glück im Leben - wie geht das denn? Oft suchen wir draußen, was nur drinnen zu finden ist. Glück und Zufriedenheit, eines geht nicht ohne das andere. Dieser Artikel soll eine kleine Anleitung sein, zu erkennen, was wir alle haben - die Fähigkeit glücklich zu sein! Leben wir sie!

Glück ist ansteckend, Quelle: IVR + Innovations

Glück in meinem Leben – wie geht das?

Ich liebe das Gedicht, das eine 86 jährige Frau schrieb und möchte es mit Ihnen teilen:

Wenn ich noch einmal die Möglichkeit hätte.
Tatsächlich würde ich wagen, das nächste Mal mehr Fehler zu machen.
Ich würde mehr entspannen.
Ich würde alberner sein als auf dieser Reise.
Ich würde weniger Dinge ernst nehmen.
Ich würde mehr Chancen nutzen und
Ich würde mehr Reisen machen.
Ich würde auf mehr Berge steigen und
Ich würde mehr Flüsse durchschwimmen.
Ich würde mehr Eis essen und weniger Bohnen.
Ich würde vielleicht mehr tatsächliche Sorgen haben aber weniger eingebildete.

Sehen Sie, ich bin einer dieser Menschen, die Tag für Tag,
Stunde um Stunde vernünftig und normal lebten.
Ja natürlich, ich hatte auch Augenblicke, wunderschöne Augenblicke.

Und wenn ich noch einmal die Möglichkeit hätte,
dann würde ich mehr Augenblicke haben.

Tatsächlich würde ich versuchen, nur Augenblicke zu haben
anstatt so viele Jahre vorauszueilen Tag für Tag.

 

Dieses Gedicht machte mich nachdenklich:
Geht es am Ende meines Lebens weniger darum zu bereuen, was ich getan habe?
Geht es mehr darum zu bereuen, was ich gerne getan hätte und nicht getan habe?

Und das zeigt uns unsere Ängste und Grenzen, die wir aber überschreiten müssen, um daran zu wachsen. Glücklichsein ist der Auftrag, den wir alle haben.

Was ist Glück? Glück definiert sich für Jeden unterschiedlich. Aber für jeden Einzelnen gilt: Glück liegt in Dir selbst. Glück baut auf auf Selbstvertrauen und Selbstwert. Sind wir es uns wert, glücklich zu sein. Dürfen wir lachen, wenn andere weinen? Ja – wir dürfen.

Fangen wir an, die kleinen Dinge zu sehen. Die Blume, die in meinem Garten wächst, überhaupt die Schönheit der Natur. Unsere Familie, unsere Wohnung, unser Haus, was immer unsere Umgebung ist. Wir laufen durch den Tag, wir rennen fast schon, es gibt so vieles was erledigt werden muss. Ich habe ein Pensum zu erfüllen. Ich muss doch gut sein! Denn nur wenn ich gut bin, finde ich Anerkennung, finde ich Glück.

Wer steckt uns dieses Pensum ab und wer sagt uns was gut ist? Ja – nur wir selbst. Wenn wir also unsere Grenzen selbst setzen und wenn wir unsere Auftragsliste selbst schreiben, warum erlauben wir uns dann nicht einfach auch glücklich zu sein. Glück hat mit Dankbarkeit zu tun, mit Zufriedenheit.

Zufrieden sein mit dem was ist.

Es ist unmöglich andere Menschen zu ändern oder zu verändern. Nur wir selbst können an uns selbst arbeiten. Bewusst werden und Achtsamkeit üben sind Wege zum Glück.

Es gibt diesen Sat,z den bestimmt jeder schon einmal gehört hat:

Mein Glas ist halb leer – oder – mein Glas ist halb voll.

Ich kann traurig sein, dass ich nur noch die Hälfte in meinem Glas habe, ich kann aber auch glücklich sein, dass ich erst die Hälfte getrunken habe und die andere Hälfte mit allen Sinnen genießen.

Oft warten wir auf große Ereignisse, die uns bestimmt Glück bringen werden – und vergessen dabei die täglichen, kleinen Ereignisse, die uns glücklich machen könnten, würden wir sie nur bemerken.

Wir kaufen uns Glücksbringer, suchen 4-blättrige Kleeblätter, vermeiden schwarze Katzen von links nach rechts (oder war es von rechts nach links?), küssen uns unterm Mistelzweig. Wir tun alles für unser Glück, das ja doch von außen kommt. Das uns von jemandem gebracht wird, der uns glücklich macht. Wir warten, dass die äußeren Umstände sich ändern und wir endlich unser Glück finden. Und warten, und warten, ….

Enttäuscht hadern wir mit unserem Schicksal, mit unserem Leben. Warum immer die Anderen, warum nicht auch ich?

Kann es sein, dass wir am falschen Platz suchen?

Vielleicht müssen wir auf gar niemanden warten, vielleicht liegt alles in und an uns selbst!

Ein Schlüssel zum Glück ist die Achtsamkeit. Bewusst leben und bewusst erleben. Bewusst erleben, wie wir unser Leben gestalten.

Viele Menschen sagen: „Mir läuft die Zeit davon“, weil sie 10 Termine auf einmal wahrnehmen wollen. Sie sind hier aber mit den Gedanken schon ganz woanders. Sie schauen auf die gleiche Uhr wie Sie und ich, nur für sie drehen sich die Zeiger aufgrund ihrer inneren Wahrnehmung von Zeit viel, viel schneller. Werden ihre biologischen Reaktionen gemessen, so stellt man fest, dass sie erhöhten Blutdruck haben, ihr Insulinniveau ist ebenfalls zu hoch und sie haben sehr oft Herzrhythmusstörungen. Und wenn sie dann eines Tages mit einem Herzinfarkt zusammenbrechen, dann ist ihnen die Zeit wirklich davongelaufen.

Sie haben dann ihr innerliches Erleben, dass ihnen die Zeit davonläuft, in eine physische Erfahrung umgesetzt.

Es gibt andere Menschen, die die Zeit so deuten: „Ich habe alle Zeit der Welt.“ Mediziner haben festgestellt, dass deren Herzschlag wesentlich langsamer ist, ihr Blutdruck niedriger, ihre biologischen Reaktionen harmonischer und sie leben länger.

Wie die alte Frau vorhin in ihrem Gedicht schon sagte: „Es gibt Momente.“ Was meint sie damit? Wir alle kennen diese Momente. Momente wie z.B. der als unser Kind geboren wurde oder auch nur ein Baum, ein Berg von dem wir sagen. „Der Anblick ist einfach atemberaubend schön. Die Zeit steht still.“

Wenn Zeit still steht, dann steht das Denken still. (aus: Krishnamurti: Das Wesentliche ist einfach). Wenn das Denken still steht, dann kommen Veränderungen in unserem Körper zum Stillstand. Wissenschaftler nennen das Atropie oder Altern – das Altern steht in diesem Moment auch still, Altern ist ein Ausdruck (zum Teil) unserer Einstellung, wie wir Zeit deuten und wie wir Zeit in unserem Stoffwechsel „verdauen“.

Haben Sie schon einmal Menschen gesehen, die mit 60, 70 aussehen wie 50? Wie kommt das? Weil sie noch nicht einmal die Vorstellung hatten, Zeit könnte existieren oder ihnen gar davonlaufen.

Wenn sie es immer eilig haben und ständig versuchen, die Zeit zu überlisten oder mit ihr um die Wette zu laufen, werden sie entsprechende eilige Veränderungen in Ihrer Biologie bewirken. Ihr Körper nimmt das ständige Rennen an. Wenn Ihre Deutung von Zeit jedoch näher an der Wirklichkeit ist, dass es nämlich nur eine ewige Gegenwart gibt, dann wird Ihre Biologie diese wirklichkeitsgetreuere Ansicht spiegeln.

Ja – so einfach ist das. Es steht uns allen und jedem Einzelnen frei sein Leben mit Rennen oder in Ruhe zu verbringen. Wir können uns über alles und jeden ärgern. Hören Sie genau hin! Ich habe gesagt: Wir können uns über alles und jeden ärgern. Ja richtig – WIR KÖNNEN UNS ÄRGERN. Wir ärgern nicht die anderen. Die Magenschmerzen, das dumpfe Gefühl in der Gallengegend, die Kopfschmerzen, die haben wir. Niemand sonst. Die anderen hören unsere Gedanken nicht und selbst wenn – würden sie sich daran stören? Wohl eher nicht. Also: Warum legen wir nicht unseren Schwerpunkt auf unser Leben. Auf Menschen, die uns glücklich machen und Orte, an denen wir glücklich sind. Gönnen wir uns doch das, was uns zusteht – Glück.

In der Bibel steht: Gott erschuf den Menschen nach seinem Vorbild. Können wir dann anders als PERFEKT sein?

Wir haben lediglich verlernt auf unsere innere Stimme zu hören. Wir haben vergessen, wer wir sind, weil wir uns sozial konditioniert haben. Wir vertrauen nicht mehr unseren Sinnen sondern dem Aberglauben des Materialismus. Wir glauben, wenn wir doch mehr Geld hätten – dann wären wir auch glücklich. Wieviel wäre denn genug? Wären wir glücklicher, wenn wir eine Million Euro auf dem Konto hätten? Auf welche Bank würden wir unser Geld denn bringen? Welche Bank ist sicher? Ist unser Leben noch sicher wenn wir reich sind? Fragen über Fragen.

Die Antwort: Glück liegt in uns selbst. Es kommt nicht von außen.

Glück liegt darin, wer wir wirklich sind.

Wir müssen es nur zulassen, wir müssen es uns selbst wert sein, glücklich zu sein. Glück zu empfinden: Ein Gefühl großen Vergnügens, Zufriedenheit oder Freude.

Der erste Schritt ist: Uns selbst zu lieben, so wie wir sind. Erst wenn wir uns selbst lieben, können wir diese Liebe weitergeben. Wenn wir uns so akzeptieren wie wir sind, können wir unseren Partner so akzeptieren, wie er ist. Wenn Sie sich entscheiden, mit einem Menschen zusammen zu sein, versuchen sie nicht, ihn zu ändern. Er hat das Recht, so zu sein, wie er ist; er hat das Recht, frei zu sein. Wenn Sie die Freiheit Ihres Partners einschränken, schränken Sie Ihre eigene Freiheit ein, weil Sie aufpassen müssen, was Ihr Partner tut oder nicht tut. Und wenn Sie sich selbst lieben, werden Sie nie bereit sein, Ihre persönliche Freiheit aufzugeben. Liebe und Glück sind kein Kampf um die Macht; es geht um den gegenseitigen Dienst am anderen. Nicht Kontrolle, sondern tiefes Vertrauen.

Und dann kommen die Stürme des Lebens. Krankheit, Verlust, Ärger – und da soll ich glücklich sein? Das alles zieht mich doch in die Tiefe. Wie soll ich denn alleine da wieder rauskommen?

Elisabeth Kübler-Ross, Ärztin und Sterbeforscherin schreibt zu den Herausforderungen des Lebens folgendes (E. Kübler-Ross: Das Rad des Lebens):

Dinge, die wir für Tragödien halten, sind nur dann wirklich Tragödien, wenn wir sie dazu machen. Wir können uns genauso gut dazu entschließen, sie als Chancen zu sehen, als Möglichkeit zu reifen. Dann wird uns sehr rasch klar, dass die angeblichen Tragödien in Wirklichkeit Herausforderungen sind. Winke, die wir brauchen, um unser Leben zu ändern.

Wenn Sie am Ende Ihres Lebens stehen und zurückblicken – nicht auf die schönen Zeiten, sondern auf die stürmischen Tage, dann werden Sie feststellen, dass es die Stürme sind, die Sie zu dem gemacht haben, war Sie heute sind.

Und ich freue mich, wenn Sie alle zurückblicken auf ein glückliches Leben.

Unser Ziel als Mütter ist es doch, dass unsere Kinder ein glückliches Leben führen – leben wir es ihnen vor. Das ist das Geheimnis der Erziehung:

Sie können Ihren Kindern erklären, vorschreiben und sagen was sie tun sollen. Es wird nicht funktionieren, wenn Sie selbst etwas anderes vorleben.

Nehmen Sie sich das Glück, das Ihnen zusteht und leben Sie es.
Strahlen Sie vor Glück – und Ihnen wird ein glückliches Strahlen entgegenkommen.

Versuchen Sie es. Es funktioniert, und es ist ansteckend!
 

Copyright: IVR Consulting, Seminare und Verlag.
www.ivrknoll.com

 

 

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Kommentare
Liebe Ulla!
Autor: Sana Brauner am 2009-09-01 21:53:25

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Er ist für mich eine sehr wertvolle Erinnerung daran, dass zwischen dem Wissen und dem Tun oft der Verstand und der Alltag mir ein Schnippchen schlagen. Dir und mir so wie allen Lesern unendliche Augenblicke des Glücks

Sana


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Glück
Autor: Ulla Knoll am 2009-09-02 11:18:03

Vielen Dank Sana für Deine Worte. Es ist genau wie Du sagst: Oft spielt unser Ego/Verstand ein Spiel mit uns. Das ist ein Test: Hören wir auf unseren Verstand oder auf unseren Bauch - die Entscheidung liegt immer bei uns selbst. Zu diesem Thema gebe ich am 18.10. in Frankfurt ein Seminar zusammen mit Dr. Bill Guillory: Spiritualität als Bestandteil unseres Lebens. Wie wir unsere innersten Wünsche und Werte in unseren Alltag integrieren und ein glückliches, zufriedenes Leben führen.

Eines dürfen wir nicht vergessen: Das Leben ist eine Reihe von Tests - ohne Bedienungsanleitung.

Ulla

 

 

 

 


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liebe ulla
Autor: marita dullnig am 2009-10-08 14:51:54

wie recht du hast.

ich werde es schaffen!

DANKE


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Hi Leo, klar wirst Du's
Autor: Ulla Knoll am 2009-10-08 17:08:43

Hi Leo,

klar wirst Du's schaffen - bist eh schon mittendrin.

Freue mich, Dich nächsten Sonntag beim Seminar "Transformation, Spiritualität und Lebensqualität", das Bill Guillory und ich gemeinsam in Frankfurt leiten werden, zu treffen.

Ulla

 


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Ein Schlag auf den Hinterkopf!
Autor: Melanie Bichler am 2009-10-11 10:49:19

Heute habe ich "mal wieder Zeit gefunden"!!! Um die interessanten Artikel auf dieser Homepage zu lesen. Ganz klar an welchem ich "hängen"geblieben bin!
An dem, der genau mein Thema trifft in diesem Moment!


Liebe Ulla,
dein Artikel hat mir mal wieder gezeigt: Erkenntnisse sind nur Erkenntnisse, wenn sie auch wirklich gelebt werden. Sonst bleiben es nur weitere Informationen, die man irgendwann einmal aufgenommen hat!

Glücklichsein kann man wirklich lernen.
Aber es funktioniert nicht von heute auf morgen dies umzustellen.

Man sollte seine Aufmerksamkeit auf sich selbst richten.
Wenn wir irgendwann an dem Punkt angekommen sind, an dem wir merken.... Irgendwas läuft hier nicht rund! Dann ist das der erste Schritt!
In diesem Moment können wir uns entscheiden. Entweder für Vertrauen oder für den Zweifel!

Und genau da bin ich auch mal wieder angelangt, an dem Punkt, wo ich mich entscheiden muss.
Die Zeit ist knapp, bzw. war sie bis vorhin!
Prioritäten setzen, während dem Schreiben aus dem Fenster schauen und eine Feder beim heruntergleiten beobachten, einen Gang zurückschalten und entschleunigen!

Wir haben alle Zeit der Welt! Wir müssen Sie uns nur nehmen!
Ich muss sie mir nur nehmen ;-)

Wir sind auf der Erde um glücklich zu sein, wir müssen uns nur dafür entscheiden, es zulassen und es dankbar annehmen!

Entschleunigte Grüsse aus dem sonnigen Rheinhessen

Melanie
 


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Hi mein Mellilein, Lies Dir
Autor: Ulla Knoll am 2009-10-11 11:57:30

Hi mein Mellilein,

Lies Dir Deinen wunderschönen Kommentar noch mal durch. Mach  mal ein Spiel mit mir. Ersetze einfach das Wort "Man" und das Wort "Wir" mit: ICH.

Probiers einfach und erzähle mir, was passiert.

Liebe Grüße

Ulla

 

 

 


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Alt bekanntes Spiel ;-)
Autor: Melanie Bichler am 2009-10-11 12:10:21

Hallo Ullalein, schöne Anmerkung!

ich bin mir dessen durchaus bewusst und habe mir beim Schreiben schon überlegt ob ich es rein aus meiner Sicht schreibe. Da ich aber der Meinung bin, dass dies nicht nur für mich gültig ist und ein Transfer in die eigene Situation mit anderen Formulierungen einfacher ist, habe ich den Mix daraus vorgezogen!

Um MICH kurz zu fassen! Ich bin mittendrin, in der Schule des Lebens und freue mich, wenn ich mich selbst z.B. bei irgendwelchen Ausflüchten und mangelhaften Versuchen meinen Stress zu rechtfertigen ertappe!
Dann sagt die weise Melli in mir: Hast aber diesmal einige Schläge auf den Hinterkopf gebraucht bis dus checkst!

Freu mich auf den nächsten Beitrag von dir Ulla

LG Mellilein!

 

 


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Schön, dass Du in der Schule
Autor: Ulla Knoll am 2009-10-11 12:19:33

Schön, dass Du in der Schule des Lebens manchmal neben mir sitzt!

 

LG Ulla


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