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Autor: Sana Brauner am 20. Sep 2008 Das Wort „Deeksha“ steht für das Übertragen von Energie zur Bewusstseinserweiterung. Durch das Auflegen der Hände auf den Kopf segnet der Deeksha-Geber eine Person. Es wird dabei ein Prozess der Bewusstseinserweiterung eingeleitet, der Erfahrungsräume, die jenseits von Worten liegen, ermöglicht. Das Wort Deeksha wird auch mit dem Wort „Oneness“ gleichgesetzt, weil es bei diesem Prozess um eine Einheits-(Oneness)-Erfahrung geht. Einen ausführlichen Erlebnisbericht zum einwöchigen Prozess Level 1 in Indien finden Sie unter dem untenstehenden Webtipp. |
Deeksha – das wundersames Wirken dieses stillen Phänomens hat als Ziel die Befreiung vom Leiden zu erlangen. Daher hatte auch die Konferenz in Hannover dieses Thema für vier Tage lang als Schwerpunkt. Lesen Sie dazu den folgenden Erlebenisbericht.
Wahres Leiden darf gelernt sein -
die Vision der Oneness-Konferenz in Hannover 2008
Es war so gegen Ende Juli als es lautete: Wir sind bereits an die 430 Deeksha-Geber und es gibt an die 260 Gäste-Anmeldungen für den Oneness-Publikumstag. Gegen Ende August kam die Meldung: Wir sind bereits 600 Deeksha-Geber und die Zahl für den Oneness-Tag beträgt 1200 Anmeldungen. Man konnte förmlich die Spannung fühlen, wie sehr dieses Treffen zu einem Feuerwerk an göttlichem Segen heranwuchs. Und es stand bereits jetzt fest: Im Kuppelsaal in Hannover findet vom 4. bis 7. September 2008 die bisher größte Oneness-Konferenz außerhalb Indiens statt.
Tatsächlich lauschen am ersten Tag insgesamt 630 Deeksha-Geber den Worten von Sri Anandagiri, der uns gleich zu Beginn die Vision der Konferenz bekannt gibt: Die Kunst des Leidens zu erlernen.
Wüssten wir als Deeksha-Geber nicht bereits um den Ernst dieser Worte, würden wir uns wohl laut auflachend auf die Schenkel klopfen. Doch ganz im Gegenteil. Wir sind bei der Sache, besser gesagt beim Leiden.
Natürlich beginnen wir auch gleich mit dem Beziehungsthema oder noch direkter gesagt mit dem Beziehungsdrama. Die meisten von uns sind schließlich voller Taten unterwegs mit dem Ziel den Partner, das Umfeld und was sonst noch im Wege zum Glück steht, zu ändern. Leider lautet die Antwort darauf stets: Mission impossible.
Da fällt mir folgende Geschichte ein, die Sri Anandagiri uns erzählt, wo einem Mann nach vielen Gebeten eines Tages Gott erscheint und ihm einen Wunsch erfüllen möchte. Nach langem Überlegen wünscht er sich eine Autobahn nach Hawaii. Gott möchte ihm diesen Wunsch ausreden – welch Zeit, Personen- und Arbeitsaufwand, all die Umweltbedenken... wo man doch so leicht fliegen kann. Nach einigen hin und her lenkt der Gläubige ein und bittet schließlich um folgenden Wunsch: Bitte, hilf mir meine Frau zu verstehen? Da meint Gott: Okay, lass uns die Autobahn bauen.
Wir Frauen lenken nach einem kleinen Schmunzeln das Thema einfach zurück zum Leiden.
Die folgende Frage ist sicherlich Schwerpunkt der Konferenz und des täglichen Lebens: Wie reagieren wir üblicher Weise auf Verletzungen und auf Gefühle des Schmerzens?
Die Antworten lauten meist in folgender Reihenfolge:
1. Wir geben für gewöhnlich einer Person, einer Situation oder dem System die Schuld für unser Leiden.
2. Wir suchen nach Erklärungen, warum uns das passiert ist und versuchen die Situation zu verstehen.
3. Wir geben dem Schmerz eine tiefere Bedeutung, indem wir uns sagen - schließlich muss jeder leiden, es gehört nun einmal zum Karma dazu.
4. Wir flüchten, indem wir uns Aktivitäten widmen und sei es Musik hören, Filme schauen, Shopping gehen, ein Buch lesen, am Telefon tratschen, intensiv beten... was auch immer.
Leider gehört es zur Macht der Gewohnheit, dass wir unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes richten, um ja nur zu vermeiden, uns dem Schmerz zu widmen. Doch das ist der falsche Ansatz.
Sri Anandagiri gibt uns Hilfsmittel unsere Art der Fragestellung aufmerksam wahrzunehmen. Falsche Fragen wären z.B.: Warum ist das mir passiert? Was habe ich falsch gemacht?
Die richtige Fragestellung lautet: Wie werde ich meinen Schmerz los? Allein der Schmerz zählt. Mit dem Schmerz zu bleiben, ihn zu umarmen, ihn bis zur vollkommenen Wandlung in Freude zu erfahren.
Und Sri Anandagiri betont diesem Prozess entsprechende Mühe und Aufmerksamkeit zu widmen. Immer wieder heißt es: Nur was vollkommen erfahren wird, verwandelt sich in Freude, in Glückseligkeit, in absolutes Vertrauen. Es funktioniert. Vielleicht nicht beim ersten Mal. Vielleicht auch nicht beim 10. Mal. Vielleicht auch schon. Ganz bewusst soll die Göttliche Präsenz angerufen und um Hilfe gebeten werden, um mit dem Schmerz bleiben zu können. Es funktioniert. Wie sagte Sri Anandagiri, solange es erwiesen ist, dass wir zur Rasse der Homo sapiens gehören, funktioniert es. Garantiert.
Wenn wir die Erfahrung des „Durchleidens“ einmal gekostet haben, wenn wir tatsächlich mit dem Schmerz geblieben sind, ist die Angst zu leiden für immer weg. Indem wir den Schmerz umarmt haben, wurden wir ebenso umarmt. Das Gesicht einer Person, die durch den Schmerz gegangen ist, gleicht einem Dichter, der göttliche Eingebung für sein poetisches Werk empfangen durfte. Der Fluss der Tränen wäscht dabei alle bisherigen Hindernisse ab, die uns im Weg standen, um „es“ zu erfahren. Das Gefühl, dass alles in Ordnung ist, dass ich in Ordnung bin, geborgen und eingebettet in der Einheit.
Am nächsten Tag beginnen wir mit den Segnungen für die Gesundheit, den Wohlstand und die Akzeptanz. Wobei es sich bei der Akzeptanz darum handelt, dass ich mit mir eine gute Beziehung führe. Nur dann kann ich mit anderen Personen in Beziehung gehen ohne Schuldzuweisung, Verletzung, Angst oder Bewertung. Es werden Oneness-Familien, bestehend aus je vier Personen, gebildet. In unserer Oneness-Familie haben wir mit Rebecca sogar ein Mitglied von den Philippinen. Die Erscheinung von Utama (Cosmic Being) auf der Bühne ruft eine gewisse Aufregung und Ehrfurcht hervor. Seine Präsenz soll uns bei der Übertragung der einzelnen Segnungen unterstützen.
Der dritte, öffentliche Publikumstag ist Gästen gewidmet, die mit Oneness in Berührung kommen möchten. Tatsächlich ist der Kuppelsaal an diesem Tag mit insgesamt 2000 Personen gefüllt. Es ist ein Tag, der Geschichte schreibt. Wir Deeksha-Geber baden in den uns meist bereits bekannten Lebensweisheiten Sri Anandagiris. Es ist bewundernswert wie er tiefes Wissen in Form von Erzählungen übermittelt. Gegen Ende des Tages erleben die anwesenden Gäste die Gnade von Oneness, indem wir Deeksha-Geber über das Auflegen der Hände auf den Kopf diese Energie übertragen. So manche Geschichten innerer Prozesse würden hier viele Seiten füllen. Sicher weiß ich, dass das wundersame Wirken dieses stillen Phänomens in stillen Tränen zu sehen war.
Das Programm der Konferenz war beachtlich ausgefüllt mit interessanten Gastvortragenden und Konzerten voller herrlicher Klänge meditativer Musik. Zum Höhepunkt zählte gewiss die Videokonferenz mit Sri Bhagavan am letzten Tag der Konferenz. Die Technik wurde zur Herausforderung innerer Ruhe und Geduld. Schließlich war es soweit und „Er“ erschien. Sri Bhagavans strahlende Präsenz, der Anblick gütiger Liebe, berührte die Herzen aller Anwesenden. Wenn auch die meisten Fragen und Antworten schlecht zu verstehen waren, so sorgte die Ankündigung des Level 3 Prozesses für große Überraschung. Noch mehr staunten wir, dass die Prozesse in den einzelnen Ländern von Sri Amma und Bhagavan persönlich durchgeführten werden. Wann steht noch in den Sternen, doch zum Greifen nah, war Sri Bhagavans Darshan an alle Anwesende.
Allein der Gedanke, dass Sri Amma Bhagavans Vision von Oneness heute von Millionen von Menschen getragen wird, ist ein vollbrachtes Wunder an sich. An diesem Wunder teilzuhaben, ja es zu unterstützen und zu verbreiten, darf uns alle mit Stolz erfüllen. Jeder, der an dieser Konferenz, ob auf, hinter oder vor der Bühne, mitgewirkt hat, hat seinen Teil dazu beigetragen, um eine glücklichere Welt zu unterstützen. Ganz nach dem Motto des im Konferenzbeutel gefundenen Notizblocks – I support a happy world.
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