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Vertrauensbruch: EU erhöht Grenzwerte radioaktiv belasteter Lebensmittel aus Japan

Autor: Sana Brauner am 01. Apr 2011
Für bestimmte Produkte traten am vergangenen Wochenende (27. März) EU-weit bis zu 20-fach höhere Grenzwerte in Kraft, als dies in der EU-Verordnung 733/2008 festgelegt ist.

Für Lebensmittel und Lebensmittelimporte gelten für Cäsium-134 und Cäsium-137 üblicherweise Höchstwerte von 370 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung und Milchprodukte sowie von 600 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel (EU-Verordnung 733/2008).
Mit der Eilverordnung 297/2011, in Kraft getreten am 27. März 2011, hat die Europäische Kommission diese Grenzen für Produkte aus den betroffenen japanischen Regionen deutlich heraufgesetzt:
auf 400 Becquerel/Kilogramm für Säuglingsnahrung,
auf 1000 Becquerel/Kilogramm für Milchprodukte und
auf 1250 Becquerel/Kilogramm für andere Nahrungsmittel.
Bestimmte Produkte wie Fischöl oder Gewürze dürfen diesen Wert sogar um das Zehnfache übersteigen, also bis zu 12.500 Becquerel/Kilogramm belastet sein – ein 20-faches des bisherigen Limits. 

 

Hintergrund für die Anhebung ist die nach der Tschernobyl-Katastrophe im Jahr 1987 erlassene EU-Verordnung 3954/1987. Demnach können im Falle eines „nuklearen Notstandes“ die Höchstgrenzen für die zulässige radioaktive Belastung von Lebensmitteln angehoben werden, um einer Nahrungsmittelknappheit vorzubeugen. „Diese Regelung jetzt in Kraft zu setzen, ist absurd, denn es gibt in Europa keinen nuklearen Notstand und erst recht keine Nahrungsmittelknappheit. Importe aus Japan spielen für die Versorgungssicherheit der europäischen Bürger überhaupt keine Rolle“, sagten Thilo Bode (Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch) und Christina Hacker (, Vorstand im Umweltinstitut München).

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Kommentare
wen wundert´s ?
Autor: Michael Schwabe am 2011-04-01 02:56:57

-  oder glaubt noch IRGENDJEMAND daran, dass wir NICHT ausschließlich von Konzerninteressen "regiert" werden...?

Menschen gibt es doch genug.... Geld- und Machtinteresse scheinbar nie..

Nun - wer sich ein wenig umschaut, wird aber immer fündig - und bekommt Hilfe.

http://bit.ly/b5u096   -  seit mehr als 10 Jahren gibt es diesen Schutz vor radioaktiver Belastung bereits. Und Naturärzte setzen ihn ein  (z.B. für Leukämievorbeugung bei Flugpersonal seit 2004 in der Schweiz)


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Die Blödheit der Europäer
Autor: Roland Grün am 2011-04-02 12:08:54

ist doch einfacher die Grenzwerte zu haben als eine Importsperre zu verhängen oder genaue Kontrollen auf Radioaktivität zu installieren

 

wenn schon die bisherigen Grenzwerte die Importe verhindert hätten, dann ist der Mensch, der verstrahlt wird unwichtig, was zählt sind die $$$$

die Strahlungsfolgen sind Langzeitschäden, haben ohnedies genug Schwermetalle und andere Umweltgifte im Körper, da ist es eh egal, sterben muß jeder, der eine früher, der andere später

warum sind die Europäer so dumm, die Amerikaner haben sicherlich alles an Einfuhren aus Japan gestoppt

 

Good night Europe, Roland Grün


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Papier und Praxis
Autor: Ernst Fortunits am 2011-04-03 22:04:54

1.) Papier ist geduldig

2.) Wer oder Welches Personal kontrolliert die Werte, ist genug Personal vorhanden?


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