Konsumentenplattform für Zukunftsgestaltung - Evolution vom ICH zum WIR
LESEN & WISSEN
ICH & WIRSCHAU & KAUFMAIL & MEHRWORKSHOP & SEMINARINFO & HILFEIMPRESSUM
SIE SIND:
derzeit nicht angemeldet.Die Mitgliedschaft ist kostenlos aber viel wert!
Gesundheit und ErnährungDruckversion:

Verkühlungen vorbeugen und auskurieren mit Rezepten aus der Natur

Autor: Petra Orina Zizenbacher am 08. Okt 2009
Jeder kennt die Übergangszeit zwischen noch warmen Herbsttagen zu immer kälter werdenden Winternächten. Gerade in dieser für den Körper und das Immunsystem sehr anstrengenden Zeit ist es wichtig, sich Gutes zu tun und dem "Ernstfall" vorzubeugen.

Herbst und Winter sind Zeiten, in denen Schnupfen, Heiserkeit und Husten verstärkt auftreten. Wie kommt es dazü In Innenräumen ist die Temperatur drastisch wärmer als im Freien. Durch den Temperaturwechsel von Innen und Außen, ist der gesamte Körper in einer permanenten Stresssituation. Wenn man sich in Innenräumen aufhält, ist die Luft oft trocken, die Temperaturen sind warm, die Blutgefäße in den Schleimhäuten sind weit gestellt, es kursieren verschiedenste, die Schleimhäute reizende, Partikel in der Luft: Staub, Tabakrauch, Dämpfe.

Oft spielen auch Emotionen eine Rolle, dass man zum Beispiel im wahrsten Sinn des Wortes „die Nase voll hat“.

Wenn man nun hinaus geht, sind die Temperaturen niedriger, die Gefäße ziehen sich zusammen, die Schleimhäute sind mit anderen Reizstoffen konfrontiert. Dieser Wechsel zwischen warm und kalt kann die Bereitschaft von Entzündungen fördern. Vorbeugend kann man ganz allgemein viel tun, um die Immunlage des Körpers zu stärken.

Es empfiehlt sich folgendes:

  1. Schon in der warmen Zeit beginnen, täglich morgens den Körper zu bürsten und dann mit einem Waschlappen kühl oder kalt abreiben. Das fördert die Durchblutung der Haut und hilft dem Körper, Giftstoffe, die sich im Bindegewebe angesammelt haben, auszuscheiden.
     
  2. Vorbeugend kann man Fußbäder machen, ideal ist die Zeit vor dem Schlafen gehen. Wenn man nur die Füße in angenehm warmes Wasser taucht, hilft das, den Kopf zu entlasten, der speziell auf Verkühlungskrankheiten anfällig ist.
    Füße sind die Körperteile, welche, zumeist in Socken und Schuhen gut verpackt, wenig Luft bekommen. Fußbäder eignen sich, um den gesamten Körper zu reinigen. Auf den Fußsohlen sind Reflexzonen für den ganzen Körper zu finden sind. Für ein Fußbad eignet sich Salzwasser: Dazu gibt man auf ein Schaff Wasser einen Esslöffel Salz. Die Füße sollten bequem bis zu den Knöcheln oder bis zur mittleren Wade im warmen Wasser stehen. Man kann das Fußbad auch mit Salbei- oder Brennnesseltee durchführen. Gerade Brennnesseltee hilft dem Körper bei der Reinigung.
     
  3. Eine andere Art des Fußbades ist das Kaltwassertreten. Dies kann man in der Früh machen, um den Kreislauf auf Touren zu bekommen. Es sollte aber der restliche Körper angenehm warm sein, auf keinen Fall sollte man frösteln. Dazu nimmt man ein Schaff, gibt kaltes Wasser hinein oder lässt das Schaff am Balkon stehen und steigt in diesem Wasserschaff einige Minuten von einem Bein auf das Andere. Nach ca. 5 Minuten Wassertreten, die Füße gut abtrocknen, eventuell mit Ringelblumensalbe einschmieren und warme Wollsocken überziehen. Anstatt des Wassertretens kann natürlich, wenn möglich, auch Tau getreten werden. Dazu geht man in der Wiese, die vom Morgentau nass ist, spazieren. Anschließend verfährt man wie nach dem Kaltwassertreten. Die Füße sollten am Schluss immer gut warm sein.
     
  4. Eine weitere Möglichkeit, um einer Verkühlung vorzubeugen ist ausreichend Schlaf zu genießen. Gerade wenn die Tage kürzer sind und weniger Licht auf die Erde fällt, hat der Körper ein verstärktes Ruhebedürfnis. Dem sollte Rechnung getragen werden. Wenn der Organismus zu wenig Ruhephasen hat, ist er krankheitsanfälliger.
     
  5. Eine weitere Vorsichtsmaßnahme ist das Genießen von vitaminhaltigen Gemüse- und Obstsorten. Quitte, in Form von Kompott, Quittengelee oder Quittenkonfekt, ohne Zucker zubereitet natürlich, kann zwischendurch ein Gesundheitssnack sein. Auch Hagebuttenmarmelade oder -tee, Schlehenmarmelade oder gedörrte Schlehen, die dann getrocknet werden, eignen sich dazu. Mispeln, die Ende September reif werden, zu genießen (z.B. täglich 3 Stück), ist ebenfalls eine Vorbeugungsmaßnahme. Sauerkraut ist ein wahrer Vitaminspeicher und -spender. Sauerkraut ungekocht, vielleicht mit einem geraspelten Apfel sollte sich häufig am Speiseplan befinden. Rote Rüben in Form von Suppe oder Gemüse bieten ebenso viele Vitamine und Mineralstoffe um den Körper in der kalten Jahreszeit bei Gesundheit zu erhalten.

 

Sollten all die genannten Maßnahmen nicht greifen und ein Schnupfen sich ankündigen, kann man folgendes tun:

Bei Heiserkeit:

Bei den leisesten Anzeichen von Kribbeln im Hals oder Heiserkeit: Ölziehen, gurgeln mit Salbeitee, schluckweises trinken von Eibischwurzeltee, der nicht gekocht wird, sondern nur mit Honig gesüßt wird. Den Hals mit einem Leinentuch über das man ein Wolltuch bindet, warm halten. Zusätzlich kann man im Kieferwinkel und um den Hals Engelwurzsalbe auftragen. Diese gibt es fertig in der Apotheke. Falls man sie nicht bekommt, kann man auch Pfefferminzöl oder ein Bronchialöl sowohl auf den Kieferwinkel als auch auf den Hals auftragen.

Sollte der Halsschmerz stärker werden, eignen sich Topfenwickel. Dazu wird Topfen in einen Polsterüberzug gegeben und dieser um den Hals gelegt und dann mit einem Wolltuch fixiert. Belassen sie diesen Wickel über Nacht am Hals und wiederholen Sie die Prozedur am nächsten Tag. Zusätzlich warme Tees trinken wie Lindenblüten- oder Hollerblütentee.

Bei Husten:

Zumeist sind Heiserkeit und Husten gute Freunde. Was den einen zur Flucht bewegt, treibt auch den anderen an. Das heißt: Bei beginnendem Husten Inhalieren und Spitzwegerich-, Hollerblüten- oder Thymiantee trinken.

Sollte der Husten krampfartig ausfallen, eine Kompresse mit Topfen aufs Brustbein legen. Bei sehr starkem Husten auch am Rücken, zwischen den Schulterblättern, eine Topfenauflage machen.

Bei Schnupfen:

Es gilt: Je früher man beginnt einen Schnupfen zu behandeln, desto besser! Ideal beginnt man bei den leisesten Anzeichen zu Inhalieren. Man kann zum Beispiel mit Salzwasser inhalieren, dazu gibt man in einen Topf mit 1l Wasser 2 EL Meersalz (dieses bekommt man sehr leicht im Geschäft). Das Wasser sollte bei der Inhalation ungefähr 70° C warm sein, wenn es zu heiß ist, können die oberen Atemwege und die Schleimhäute gereizt werden. Dann steckt man den Kopf unter ein Tuch oder ein Handtuch und atmet die Dämpfe ein. Die Inhalation kann mit einem Fußbad kombiniert werden. Wichtig ist es nach der Anwendung ca. zehn Minuten nachzuruhen. (nähere Informationen zum Thema Inhalation finden Sie im Buch „Gewürze- Apotheke über dem Herd“- Dr. med. univ. Petra Orina Zizenbacher, ISBN: 3-902134-43-7)

Schnupfen lässt sich auch lösen, indem man Druckpunkte massiert, nämlich neben den Nasenflügeln. Mit der Fingerkuppe mit leichtem Druck zehn Mal in eine Richtung und zehn Mal in die andere Richtung massieren und dort wo die Augenbrauen beginnen, bei der Nasenwurzel: zehn Mal in die eine und zehn Mal in die andere Richtung massieren.

Schnupfen ist ein Zeichen dafür, dass die Verdauung überlastet ist und dass der Darm nicht ausreichend entgiften kann. Deshalb sobald Schnupfen auftritt: Kaffee, Süßigkeiten, Milchprodukte und Fleisch vom Speiseplan streichen und stattdessen zum Beispiel Kürbis, Sellerie, Hirse, Buchweizen und reichlich frische Kräuter genießen. Dies entlastet das gesamte Verdauungssystem und gleichzeitig auch die Nase! (Sie wollen sich genauer über gesunde und ausgewogene Ernährung informieren? Im Buch „Gemüse, Getreide, Obst- Die Küche als Apotheke“ von Dr. med. univ. Petra Orina Zizenbacher finden Sie viele interessante Ansatzpunkte. ISBN: 3-9501857-2-0)

Sollte sich der Schnupfen festgesetzt haben, so lange inhalieren, bis er weggeflossen ist. Daher ist es notwendig die Anwendung oft an einigen Tagen hintereinander zu wiederholen. Folgende Helfer unterstützen unser Vorgehen: Salz, Thymian, Bohnenkraut oder Majoran. Zusätzlich empfiehlt es sich, Spitzwegerich-, Bohnenkraut-, Holler- oder Lindenblütenaufguss zu trinken.

Diese Schätze aus der Küche der Ahnen helfen:

Abschließend ist zu sagen, dass jede Verkühlung nach Ruhe verlangt. Je mehr Schonung Sie Ihrem Körper gönnen, desto schneller werden Sie sich von den lästigen Erscheinungen wieder erholen oder erst gar nicht krank werden. Naturheilmittel rechtzeitig angewandt helfen, eine „richtige Grippe“ erst gar nicht entstehen zu lassen.

Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggen
Bücher
Gewürze- Apotheke über dem Herd  
IN UNSEREM SHOP

Gewürze- Apotheke über dem Herd


Hilfe

Als Mitglied können Sie auf Facebook einen Kommentar posten. Dazu müssen Sie sich einloggen.

LOGIN
Mitglieder Login:

Passwort:


Registrieren


Wer ist online?
Albert Hochmair
Helmut Brauner

2 Mitglieder eingeloggt

19 Besucher (15 Minuten)