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Verführerischer Körperduft

Foto: MEV - Körperregionen mit hoher Pheromonproduktion sind die Lippenfurche un Autor: Ingrid Kunze am 06. Apr 2010
Trotzdem unsere Nasen durch alle möglichen Gerüche von Weichspülern, Wasch- und Reinigungsmitteln, Duschbädern, Deos, Parfums u. v. a. m. ständig überfordert werden, „erschnuppert“ auch der Mensch des 21 Jh. durch seine Erbanlagen über die Haut seines Gegenübers entweder Sympathie oder Antipathie.

Wie der holländische Arzt Ruysch 1703 entdeckte, besitzt der erwachsene Mensch in der unteren Nasenscheidewand zwei winzige Öffnungen.

Was sind Pheromone und welche Rolle spielen sie?

Körperduft und Immunsystem
Dieselben Gene, die für das Immunsystem des einzelnen Menschen verantwortlich sind, steuern auch die Pheromone (Duftstoffe).

Was sind Pheromone und welche Rolle spielen sie?
Sie wurden 1959 von den Wissenschaftlern P. Karlson und M. Lüscher entdeckt. Sie sind:
•    Sexuallockstoff
•    Alarm- und Versammlungsstoff
•    dienen der Markierung
•    und dem Spurenlegen

Pheromone verändern den Herzschlag und Pupillengröße, bestimmen den Zeitpunkt der Pubertät, bestimmen Gefühle wie Stimmung, Angst, Sympathie oder Antipathie. Körperregionen mit hoher Pheromonproduktion sind die Lippenfurche (machen die Pheromone das Küssen so wunderbar) und die Region um die Brustwarze (so kann der Säugling die Mutter erkennen).
Durch menschliche Pheromone – manche wirken nur auf Frauen, manche nur auf Männer – fühlen wir uns zu einem Menschen hingezogen, obwohl er/sie gar nicht unser Typ ist, oder wir lehnen ihn ab. Oft bleibt einem bei Erinnerung an einen Menschen unbewusst nur sein Körperduft – als angenehm oder das Gegenteil – im Gedächtnis.

Auch der Volksmund bedient sich der Aussage, indem es in der Umgangsprache heißt: „Ich kann die oder den nicht riechen!“

Verwandte haben durch ihre Erbanlagen einen ähnlichen Geruch. So erschnuppern wir auch in fremden Wohnungen den ganz spezifischen Geruch des, oder der Bewohner.

Da alles Leben auf Fortpflanzung ausgerichtet ist und die Natur für bestmöglichste Bedingungen für die nächste Generation Sorge trägt – und dazu gehört ein starkes Immunsystem – sind Frauen mit einem intensiveren Geruchssinn als der Mann ausgestattet (vielleicht ist es der Ausgleich, dass Frauen ihr ganzes Leben nur ca. 400 Eizellen produzieren – im Gegensatz kann der Mann auf 1 Million Samenzellen pro Tag stolz sein).

Wo ist der Partner mit einem starken Immunsystem?

Unsere Erbanlagen achten darauf, dass der richtige Partner gefunden wird, da die Regulation in der Natur seit Anbeginn darauf geachtet hat, nur starkes, überlebungsfähiges zur Fortpflanzung zu fördern.

Über den Körperduft des Partners erschnuppert auch heute noch der Mensch ob man – wenn auch unwissentlich – für die Nachkommen den besten Immunschutz mitgeben kann. Je konträrer der Körperduft, desto besser sind die Chancen für die Nachkommen ein starkes Immunsystem zu erwerben. Je ähnlicher der Körpergeruch, je ähnlicher ist das Immunsystem, desto geringer ist die Chance auf Kinderwunscherfüllung.

Der Geruchssinn der Frauen kann durch die Einnahme der Antibabypille beeinflusst werden, d. h. bei Absetzten der Pille können sie ihren Traummann plötzlich nicht mehr riechen. Die Natur hat ihnen dadurch ein Schnippchen geschlagen, bzw. führt sie zum idealen Partner.

 


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