Autor: Sana Brauner am 18. Mär 2010 Der Blick in die Natur
Ein Baum kann nur soweit wachsen und gedeihen, wie er die Möglichkeit hat, seine Wurzeln gesund auszustrecken. Ist ihm dies nicht möglich, kann er auch sein ganzes Potential, das in seiner Ur-Anlage (seinem ursprünglichen Samen) innewohnt, nicht voll ausschöpfen. So wie ein Baum seine Wurzeln braucht, um sich voll entfalten zu können, ist auch es auch beim Menschen notwendig, sich seiner Wurzeln gewahr zu sein - und unsere Wurzeln sind unsere Ahnen. |
Text stammt von Michael Stingeder - siehe dazu Vortrag weiter unten
Haben wir Menschen keine gesunden Wurzeln, kann sich unser ICH nicht naturgemäß entfalten, so wie es in unserer Anlage vorgesehen wäre.
Wer sind die Ahnen?
Aus der biologischen Sichtweise mal gesehen: alle die notwendig waren, damit ich heute „Mensch“ sein kann – Eltern, Großeltern, Urgroßeltern usw..
Ahnen und das Selbst
Wichtig ist, das wir uns einmal über unsere Ahnen bewusst werden, ihnen vertrauen können, ihnen Werte geben und uns sicher fühlen. Nachdem wir die Bewusstseinsessenz unserer Ahnen sind, ist es notwendig sich dieser Qualitäten zu widmen. Gibt es hierbei Defizite, sollten wir uns fragen, wie es uns mit unserem
- Selbst- Bewusstsein
- Selbst – Vertrauen
- Selbst – Wert
und unserer Selbst - Sicherheit so geht.
Denn so wie wir unsere Ahnen sehen, so sehen wir uns selbst. Lehnen wir nur einen unserer Ahnen ab, so lehnen wir automatisch einen Teil in uns unbewusst ab. Haben wir kein Vertrauen in unsere Ahnen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn es uns an Selbstvertauen mangelt.
Beziehung oder die Sichtweise
Hier kommt die Frage an meine Klienten: „wie ist die Sichtweise zu den Ahnen (z.B. Mutter)?“ Die Antwort fällt meist wesentlich schwerer, als bei „wie ist die Beziehung zur Mutter?“
Was ist hier gemeint?
Mir ist es wichtig, diese Sichtweise zu hinterfragen, dass was diese Sichtweise in mir auslöst bzw. was z.B. Mutter in mir auslöst.
Das tägliche Achten und Ehren
Wer sich mit seinen Ahnen und seiner eigenen Entwicklung dann weiter beschäftigen mag, wird an einem täglichen Achten und Ehren der Ahnen nicht vorbeikommen.
Es gilt das Schicksal zu würdigen, d.h. Verständnis und auch Mitgefühl darüber zu entwickeln, egal wie sich die Ahnen in ihrem Dasein verhalten haben oder getan haben mögen - sie haben auch ihr Schicksal und ihren Leidensweg gehabt.
Der Platz der Ahnen
Es ist wichtig, den Ahnen einen Platz im eigenen Lebensraum zuzuordnen, am besten dort, wo man Gäste empfangen würde. Oben sollte ein Symbol sein, was für jeden „Gott“ signalisiert – ob ein Kreuz, eine Buddhastatue, der Halbmond, usw. ( es ist glaubensunabhängig).
Darunter ein Platz für die Ahnen mit ev. Bilder als Gedankenstütze und Erinnerung. Im Herrgottswinkel im Mühlviertel waren es meist Totenbilder.
Auf diesen Platz einen Bereich für die (täglichen) Gaben geben: z.B. Blumen, Licht, „heiliges“ Wasser, Räucherwerk, Speise, Geld (in Form von einer Kupfermünze) und auf jeden Fall wenn möglich Musik (kleines Gebet oder Mantra)
Der Ahnenauftrag
Wie ein Glied an einer Kette sind auch wir ein Teil der „Ahnenkette“ und haben somit eine bestimmte Aufgabe im Leben, die wir in diesem Kontext auch nachkommen sollten. Wird dieser nicht erfüllt, wird er an die nächste Generation weitergeben. Unbewusst erfüllen wir im subtilen Bereich diese meist sowieso. Durch Trancereisen in die Welt der Ahnen kann man sich genauer erkundigen, was man für einen Ahnenauftrag hat und er kann ins Bewusstsein geholt werden. Dadurch bekommt man manchmal die Bestätigung für das eigene Tun UND hat dann noch die Möglichkeit, sich Informationen zu holen über eventuelle Unterstützung für diesen Auftrag und den Hinweis, was man persönlich davon hat, wenn man diesen Auftrag erfüllt.
Belastungen durch die Ahnen
Die größte Angst, warum man sich nicht gerne mit den Ahnen auseinandersetzen mag, ist einerseits manch negative Erfahrungsdichte im Zusammenleben, anderseits die Vorstellung dass man Muster, Krankheiten, Handlungen, Verstrickungen - sozusagen das „Ahnengift“ – übernimmt.
Dieses „Ahnengift“ kann durch
- a. Bewusstseinsprozesse
- b. Aufstellungsarbeit
- c. Körperarbeit und Intervention
- d. am besten mit dem täglichen Achten und Ehren
ausgeleitet werden, damit man dann das „geistige Erbe“ antreten kann und dadurch zu einem selbstbestimmten, selbstbewussten, reifen Ich mit einer eigenen Ethik kommt.
Dankbar für das menschlich Leben
Zum Abschluss möchte ich nochmals darauf hinweisen, das es sicherlich nicht immer einfach ist, die Ahnen – speziell die, die noch leben – zu achten und ehren. Aber es ist auch klar, das wir von unseren Ahnen NICHTS mehr zu fordern haben, wenn wir uns bewusst machen, dass sie uns das Wichtigste schon gegeben haben: unser kostbares menschliches Leben!!!
Wer sich intensiver mit diesem essenziellen Thema beschäftigen mag:
23.3.2010 18.30 Uhr Vortrag
Hofburg Wien
Bitte um Ihre Anmeldung unter
http://www.frg.at/vortraege.php#S1226
Workshops „Unsere Ahnen - Kraft und Wurzeln unseres Lebens“
9.-11. April 2010
Schloss Goldegg /Pongau: www.schlossgoldegg.at
28.-30. Mai 2010
BETZ, Großschönau: www.betz.at
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