Autor: Sana Brauner am 15. Mai 2009 Ungefragte Organentnahmen bei Sterbenden –
Bürger als Sklaven der Transplantationsmedizin Frage an den Transplantationsarzt Dr. N.: „Warum wird die Gesellschaft nicht über die Organspende aufgeklärt ? - Antwort: Wenn wir die Gesellschaft aufklären, bekommen wir keine Organe mehr !“ |
Nach potentiellen Organ"spendern" wird überall gefahndet.
Seit 1968 gibt es dabei eine stillschweigende Aufgabenteilung zwischen Medizin, Politik und Religion bei der sogenannten „Totspende“: Die Wissenschaft bestimmt die Prozesse des Todes, die Politik erläßt rechtsgültige Bestimmungen und die Theologie beschränkt sich auf die Bedeutung des Todes.
Immer mehr Wissenschafter halten indes Konzepte wie den „Hirntod“ und das dahinterstehende Bild des Menschen als Recyclinggut für einen Irrweg. Dr. Byrne, ehem. Präsident der Catholic Medical Association in den USA, spricht vom Kannibalismus der Mediziner, die hilflose Sterbende wie Sklaven behandeln. Auf der internationalen Tagung „Signs of Life“ in Rom am 19.2.09 haben alle 16 renommierten Experten in Medizin, Recht und Philosophie eindeutig und klar bewiesen: Organentnahmeopfer sind vor der Explantation nicht tot, sie leben !
Im Grunde ist es ungeheuerlich, was da auch bei uns in Österreich passiert: In einem verdrängten Bereich der Gesellschaft (Tod) wird durch intransparente und raffinierte Gesetzeskonstruktionen (Politik), überhöhte und ungeprüfte Vertrauenspositionen (Medizin), wohlklingende aber hohle Werbeparolen (Kirchen) und menschliche Gier die Möglichkeit zu Übergriffen auf sterbende Bürger geschaffen. Diese werden dann nur noch wie wertvolle, menschliche Organlagerstätten behandelt, die kostenlos ausgebeutet werden können.
Im beiliegenden Kommentar wird neben Politik und Medizin auch die Rolle der Kirchen kritisiert, die die Eingriffe in den Sterbeprozeß und die grausamen Ausschlachtungen als "Akt der Nächstenliebe" verharmlosen und verzerren. Zuletzt schlägt Kirchmair 6 konkrete Maßnahmen vor, damit diese legalisierten Tötungen (voraussichtlich) sterbender Menschen umgehend aufhören. Die Eintragung in das 1995 eingerichtete "Widerspruchregister gegen Organspende " des ÖBIG in Wien für sich und seine Kinder ist dabei der erste und wichtigste Schritt (Tel.: 01/515 61-175, wr goeg.at, Formulare im Anhang).
Jeder trägt hier Verantwortung, denn der Tod geht uns alle an ! Organentnahmen bei Sterbenden widersprechen diametral Menschenwürde, Arztethos und Evangelium. Schluß damit! Um Kranken zu helfen, müssen andere Wege gesucht werden. Alle Menschen haben das Recht, unversehrt, in Würde und in den Armen ihrer Familie sterben zu können !
DI. Andreas Kirchmair
Forsthaus
A-8572 Piberegg 22
Mobil: (++43) 0664/ 963 2744
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