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Uganda im Aufbruch

Uganda   Copyright Franz Bauer Autor: Franz Bauer am 26. Jan 2011
eine Zeitreise durch Uganda

Uganda

Ein Uganda, das wasserreichste Land Ostafrikas mit der Hauptstadt Kampala liegt mit seinen cirka 33 Millionen Einwohnern am Äquator. Ostafrika wird, wie 1 Million Jahre alte Funde bei Ausgrabungen belegen, als Wiege der Menschheit bezeichnet. Ein großer Teil des Landes liegt auf einem Hochplateau von 1000 Meter und darüber. Durch die Höhenlage ist das tropische Klima sehr ausgeglichen. Die 241.550 km2 große Fläche des Landes ist zu einem knappen siebentel mit Wasser bedeckt. Es wird versucht, die große Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren, in Nationalparks und Wildreservaten, zu erhalten und zu schützen.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war das Land auf Grund seiner Binnenlage unberührt, ab dem 14. Jahrhundert gab es königliche Feudalstaaten wie, Buganda am Viktoriasee, Bunyoro-Kitara und andere.

Von 1894 bis 1962 war Uganda englisches Protektorat. Nach der Unabhängigkeit wurde der ehemalige König von Buganda der erste Präsident Ugandas. Ministerpräsident Milton Oboto setzte 1966 die Verfassung außer Kraft und führte ein Einparteiensystem ein.
Von 1971 – 1979 dauerte unter Mithilfe von GB und USA die brutale Gewaltherrschaft Idi Amins. Er ließ zwischen 300.000 und 400.000 politische Gegner ermorden und laut Aussagen Armeeangehöriger teilweise an Krokodile verfüttern. Er wurde mit Hilfe von exilierten Ugandern (darunter auch der heutige Präsident Museveni) und der tansanischen Armee aus Uganda vertrieben. 1980 kam nach internen Machtstreitigkeiten Milton Oboto durch Wahlbetrug wieder an die Macht.

Der jetzige Präsident Yoweri Museveni entfachte mit einer kleinen Anhängergruppe einen Befreiungs- und Widerstandskampf gegen die Armee Milton Opoto. Im Jahr 1986 eroberte er mit seinen Leuten Kampala und übernahm die Macht. 2006 wurden erstmals mehrere Parteien zur Wahl zugelassen, Museveni erhielt 59% der Stimmen. Eine Art Demokratie wurde gegründet, der wirkliche Machtfaktor aber bleibt das Militär, für das beinahe 10 % der Staatsausgaben verwendet wird, während es für Gesundheit nur 7 % und Bildung 5.2 % gibt. Begründet werden die hohen Militärausgaben durch die Überfälle der Armee des Oppositionsführers Joseph Cony im Norden Ugandas. Diese Armee, die zu einem sehr großen Teil aus entführten Kindern besteht, ist wegen ihrer Brutalität und Grausamkeit gefürchtet.

Die Flucht der Bevölkerung vor diesen Überfällen, und die, durch den Klimawandel immer länger werdenden Trockenperioden und damit verbundenen sehr kargen oder totalen Ernteausfälle, führen zu einem Inlandflüchtlingsstrom, der zur weiteren Instabilität des Nordens beiträgt. Der Grossteil der Menschen ist in der Landwirtschaft beschäftigt und durch Missernten ihrer Lebensgrundlage und Verdienstmöglichkeiten beraubt. Der Trinkwassermangel, die hygienischen Missstände, die schlechte Gesundheitsversorgung in den riesigen Flüchtlingslagern sind ein guter Hinterhalt für Rebellengruppen, um gegen die Regierung Stimmung zu machen. Durch einen Internationalen Haftbefehl ist jetzt aber der Anführer Kony auf der Flucht und die Lage in Norden Ugandas beginnt sich langsam zu stabilisieren.

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