Autor: Petra Pachler am 26. Mär 2009 Wer einmal dort war weiß, was den Reiz des Ausseerlandes ausmacht, die Symbiose aus den verwurzelten Menschen, der Tradition und der verträumten Landschaft lässt diese außergewöhnliche Atmosphäre entstehen. |
Eine der wichtigsten Säulen des Ausseerlandes ist sicher die Tradition und das ist schon an der Kleidung deutlich zu erkennen, denn auch im Alltag begegnet man hier Trachtenjanker und Co. Und manches Dirndl geht weit über die Grenzen als Souvenir mit nach Hause. Eine besondere Rarität sind die originalen Ausseer Drucke, wo im Handdruckverfahren die alt überlieferten Muster auf Seide gedruckt und als Tücher und Dirndlschürzen getragen werden. Was aber kann im Zusammenhang mit Tradition Arnold Schwarzenegger mit Caroline von Monaco verbinden? Der Original Ausseer Hut natürlich! Die letzte Hutmacherin Europas befindet sich Bad Aussee und beim Eintritt umfängt den potentiellen Hutkäufer ein Geruch aus Farbe und Chemie. Über 900 verschiedene Formen aus Lindenholz warten auf den richtigen Kopf, dem ein Hut in Handarbeit angepasst werden soll.
Ganz schön glücklich in der Mitte
Das wichtigste an Bad Aussee ist natürlich die Tatasche, dass diese Stadt der geographische Mittelpunkt Österreichs ist. Aber auch die eigene Mitte zu finden, sollte hier kein Problem sein, gibt es doch im Ausseerland die meisten kartographierten Glücksplätze Österreichs. Innere Ausgeglichenheit vermitteln diese Orte und das ist in unserer hektischen Zeit gar nicht so einfach zu erreichen. Doch wer für die Reichtümer der Natur ein Auge hat und offen ist für die Faszination der Landschaft, kann im Ausseerland Glück in großer Vielfalt erleben. Kraft- und Glückplätze animieren zum Innehalten und dazu, neue Energie zu tanken. Die Glückplätze finden sich an besonderen Naturplätzen, aber auch bei sakralen Bauten. Weil das Glück ja bekanntlich ein Vogerl ist, versucht die Gemeinde Tauplitz, dieses in Form von besonderen Angeboten für die Urlauber festzuhalten. Die besten Familienangebote zum Glücklich sein bietet das „Glücks Dorf Tauplitz. www.gluecksdorf.com
Wandererlebnis
Auf den Spuren des Salzes führt die Zeitreise „Via Salis" zurück von der Zeit der Römer bis hin zur Gegenwart der Salinen Austria. Der Rundwanderweg führt vorbei an 22 Schautafeln, die über die Welt der Salzleute und römische Handelsstraßen informieren und endet schließlich im Schaubergwerk der Salzwelt Aussee. Das Salzbergwerk ist die größte noch aktive Salzbabbaustätte Österreichs und ein Besuch dort ein Pflichttermin. www.salzwelten.at
Themenwege finden sich im Ausseerland fast an jeder Ecke, aber ganz besonders reizvoll ist der „Geo Trail am Loser, mit Start auf der Loser Alm, die über die Loser Panoramastraße zu erreichen ist. Der Dachstein mit seinen weißen Gletschern und das Dunkelblau des Altausseersees ergeben ein Panorama, das allen Postkarten Konkurrenz macht. Sisis Klettersteig am Loser ist nur etwas für die Geübten, denn 400 m Höhenunterschied und senkrechte Passagen erfordern Trittsicherheit – und gutes Schuhwerk. Mit Stöckelschuhen nach Sisi’s Vorbild wäre man hier sicher nicht gut beraten.
Wenn Sport nicht über Berge gehen, sondern lieber im Tal stattfinden sollte, dem sei der Ausseer Golfclub, mit dem wahrscheinlich schönsten Platz Österreichs, empfohlen. Perfekt in die Landschaft eingefügt, wechseln die Spielbahnen von geraden Fairways zu Doglegs, teils hügelig, teils eben. Das neunte Loch belohnt Golfer mit einem atemberaubenden Blick auf den Dachsteingletscher, urlaubende Greenfee-Spieler sind herzlich willkommen. www.golfclub-ausseerland.at
Kulinarik
Besichtigen, Klettern und innere Einkehr – das macht müde und damit ist die Zeit für das kulinarische Highlight des Ausseerlandes gekommen. Fangfrisch kommt der Saibling auf den Tisch und das hellrosa Fleisch zerfällt schon beim bloßen Berühren mit der Gabel – seine Lebensgrundlage, der glasklare See mit Trinkwasserqualität und das spezielle Seeplankton, sind förmlich zu schmecken. Wer es ein wenig deftiger möchte, dem sei die Knödl-Alm in Pichl-Kainisch empfohlen, vom Fleisch- bis zum Marillenknödel wird hier alles Runde - in beachtlichen Mengen - serviert. Sollte also ein „Zertrümmerer" gefragt sein, so ist man auch damit im Ausseerland an der richtigen Adresse. Der heimische Zirbenschnaps – nach der Knödelattacke fast als Arznei zu sehen - kann rasch köstliche Abhilfe schaffen.
„Das Ausseerland erfüllt die Sehnsucht nach Lebensfreude" – dem kann man nur mit Nachdruck zustimmen!
www.ausseerland.at
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