Autor: Cäcilia Brodesser am 20. Nov 2009 Wir Erwachsene, ob Eltern, Pädagogen oder andere Betroffene sollten vorwiegend den Kindern helfen, ihre eigene Wahrheit zu finden. Viele wissen auf einigen Gebieten viel mehr als wir Erwachsenen dies vermuten würden.
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Wir leben im Informationszeitalter, die Technologie boomt (Computer, Handys, etc..), alles soll noch schneller funktionieren, auch unsere Denk-, Fühl- und Handlungsweisen.
Leider kommen viele Erwachsene und Kinder mit diesen großen Schritten nicht mehr mit. Es entstehen Stresssymptome im Körper, wie Unbehagen, Überforderung, Unruhe, Unkonzentriertheit, Ziellosigkeit und zum Teil Hyperaktivität. Wir kommen sozusagen aus unserer Mitte (linke und rechte Gehirnhälfte sind nicht synchron) und es kommt zu emotionalen Ausbrüchen, wie Wut, Zorn, Aggressivität oder auch zu körperlichen Beschwerden (wie Nägelbeißen, Zähneknirschen, Übelkeit, Angst- und Panikreaktionen).
Die Spannung, die im Menschen entsteht, kann nicht mehr abgebaut werden und bleibt im Körper bestehen. Bei speziellen Hirnstrommessungen (EEG) sind solche Spannungen, welche in der Verschaltung von Stress, Angst und Anspannung entstehen, durch Beta - Wellen gekennzeichnet. Für ein konzentriertes Lernen benötigen wir aber Alpha - Wellen. Durch einseitige Körperhaltungen bei zu langem Sitzen in der Schule, vor dem Computer, Fernseher, im Auto, etc… kommt es zu Verspannungen der Muskulatur des Bewegungsapparates.
Verschiedene Persönlichkeitsmerkmale der neuen Kinder!
1. Gruppe:
Wir bemerken bei den neuen Kindern sehr sensitive, zarte, oft sehr ängstliche Naturen, meist Mädchen, die sehr zart sind und über Versagens- und Einschlafängste klagen und auch vor Neuem zurückschrecken. Für diese Kinder ist es wichtig mit Ritualen zu arbeiten, ein harmonisches Zusammenleben zu schaffen. Sie sind auch diejenigen, die ohne ihre Eltern nirgendwo bleiben, da sie immer Furcht haben, es könnte plötzlich etwas Unerwartetes passieren. Sie sorgen sich sehr um die nahe stehenden Personen um sie herum, auch um Pflanzen und Tiere. Ihr Mitleid ist so groß, dass sie selbst leiden, wenn es einem Lebewesen schlecht geht. Sie übernehmen eine zu große Verantwortung dafür. Sie fühlen aber auch sehr stark Irritationen in ihrer Umgebung. Darauf reagieren sie mit Trauer, Wut, manchmal auch Depressionen, weil sie nicht helfen können.
2. Gruppe:
Die zweite Gruppe von Kindern, die im Übermaß in der jetzigen Zeit zu finden ist, sind die hyperaktiven Kinder mit ADHS Symptomatik (Aufmerksamkeits-Defizit- Syndrom mit Hyperaktivität): Diese zeichnen sich oft mit besonderen Begabungen auf ein oder mehreren Gebieten aus, wie zum Beispiel im Umgang mit dem Computer. Sie sind auch sehr flexibel, vielseitig, haben viele Ideen und Visionen, kommunizieren gern und sind risikobereit. Sie werden aber oft abgelehnt durch ihre nicht angepasste Art und stellen alle, die mit ihnen zu tun haben, vor nicht leicht lösbare Aufgaben.
3. Gruppe:
Bei der dritten Gruppe handelt es sich um Kinder, die als kontaktscheu, verträumt, in sich zurückgezogen und unkonzentriert wahrgenommen werden. Sie werden als Kinder mit ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ohne Hyperaktivität) oder als Kinder mit „Hypoaktivität“ von Experten bezeichnet. Sie sind sehr fantasiereich, fragen immer wieder nach dem Sinn des Lebens, denken über tief philosophische Fragen, wie nach dem Tod, über die Unendlichkeit, etc… nach. Sie spüren oft virtuelle Wesen um sich, mit denen sie sich ganz selbstverständlich unterhalten und nicht verstehen, warum wir Erwachsenen das nicht können.
4. Gruppe:
Die letzte Gruppe sind Kinder mit hoher Intelligenz, viele über 130 IQ, die aber trotzdem in der Schule versagen. Bei ihnen liegt meistens großes Interesse an praktischen Dingen vor, wie Auto reparieren, basteln, Reparieren von technischen Geräten, wie Nähmaschinen, aber diese Kinder haben große Schwierigkeiten beim Einmaleinslernen oder Sprachenlernen. Bei ihnen sollte das Lernen am praktischen Bereich des Lebens orientiert sein, um auch ihre geistigen Fähigkeiten zu fördern.
Daraus ersehen wir, dass wir unsere bisher angewendeten Methoden und Techniken im Schulwesen überdenken müssen - und sie an die neue Situation mit viel bewussteren und individuellen Kindern anzugleichen. Dies wird nur in kleinen Schritten möglich sein.
Wir Erwachsene, ob Eltern, Pädagogen oder andere Betroffene sollten vorwiegend den Kindern helfen, ihre eigene Wahrheit zu finden. Viele wissen auf einigen Gebieten viel mehr als wir Erwachsenen dies vermuten würden. Wenn nun der Lehrer, die Lehrerin individuell auf die Bedürfnisse der Kinder eingeht, wird ein gutes Vertrauensverhältnis aufgebaut und dem Kind ein offeneres pädagogisches Verständnis entgegengebracht. Was alle diese Kinder von uns fordern, ist, unsere eigenen Gedanken- und Verhaltensmuster zu überprüfen, Erziehungsgewohnheiten zu hinterfragen und uns selbst weiterzuentwickeln. Wir müssen unsere eigenen individuellen Qualitäten in uns entdecken, damit wir diesen Kindern in der Zukunft gewachsen sind. Die Kinder erziehen uns unbewusst zur Selbsterkenntnis und fordern, unsere Wahrheit zu leben. Die eigentliche Herausforderung wird sein, in unsere materielle Welt die geistige mit ein zu beziehen. Daher hängt es sehr von uns allen ab, inwieweit wir diese Herausforderung annehmen und umsetzen.
Durch die Fähigkeit des Frage-Antwort Spiels und des Miteinader Kommunizierens auf einer liebevollen Basis mit Offenheit und Ehrlichkeit mit sich selbst und den Kindern gegenüber wird auch unser eigenes Ich und unsere spirituelle Entwicklung gefördert. Wir alle werden dazu viel Kraft, Wissen, Willen, Disziplin, Konsequenz und Ausdauer benötigen. Die neuen Kinder leben es uns vor!!
Durch Meditation, Entspannungstechniken, wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und Brain Gym- und Stilleübungen können wir die Anforderungen, die das tägliche Berufs- und Privatleben an uns stellt, bewältigen.
Wenn wir selbst ruhig sind, dann spüren es auch die Kinder, denn Kinder ahmen uns nach und sind immer wieder unser Spiegel!!
Die Aufgaben der Neuen Kinder, wie Indigokinder, Kristallkinder, etc.
Die neuen Kinder kommen hierher um uns auf die katastrophalen Zustände, die im Moment auf unserem Planeten herrschen, aufmerksam zu machen. Ihre Aufgabe ist es, uns nicht nur den materiellen Dingen zuzuwenden, sondern auch dem Geistigen in unserem Alltag Platz zu geben. So bringen sie zum Teil Begabungen und Fähigkeiten mit, mit denen wir bisher noch nie konfrontiert waren. Einige dieser Kinder stellen fest, dass sie hier sind, um „die Erde zu heilen“, andere sollen aufzeigen, wo wir unerwünschte Gedanken- und Verhaltensmuster nicht loslassen können. Wieder andere sind künstlerische Typen, die durch ihre Talente auf dem Gebiet der Kunst, der Musik, der handwerklichen Fähigkeiten auffallen.
Indigokinder, die vorwiegend wenn sie klein sind, den indigofarbenen Strahl in ihrer Aura haben, brechen unsere alten Systeme auf, die nicht auf Wahrheit, Achtsamkeit, Frieden und Liebe aufgebaut sind.
Sie kommen hierher und haben folgende Charakter- und Persönlichkeitsmerkmale:
- Sie fordern von uns Respekt, Achtung und Würde
- Sie haben ein ausgeprägtes Selbstwertgefühl, sie sagen ihren Eltern, wer sie sind, was sie benötigen und auch was sie nicht mögen
- Sie fordern demokratische Autoritäten
- Auf Schuldgefühle und Androhungen von Strafen reagieren sie nicht
- Sie fügen sich schwer in Regelsysteme ein, wenn sie den Sinn dahinter nicht verstehen können
- Sie wirken oft unsozial, da sie sich in ihrem „Anderssein“ nicht verstanden fühlen und suchen nach ihresgleichen
- Schule ist für sie oft außerordentlich schwierig, denn sie brauchen die Erfahrung und Experimente zum Lernen
- Auf Befehle reagieren sie schlecht, sie erwarten von den Erwachsenen, dass man alles mit ihnen bespricht, dadurch können sie mitdenken und entscheiden, was für sie passend ist.
- Jede Unwahrheit und Täuschungsmanöver werden bei den Menschen durchschaut – sie ziehen sich zurück oder werden aggressiv, wenn sie nicht ernst genommen werden.
- Sie bleiben lange bei einer Sache, wenn es sie interessiert. Ist es ihnen zu langweilig, dann schalten sie ihre Konzentration aus und beschäftigen sich mit ihren vielen Ideen, Visionen, etc..
- Viele von ihnen sind sehr tatkräftig und handlungsorientiert und setzen sich ständig selbst unter Druck
- Manche erzählen von früheren Leben oder wie sie zu ihrer Mutter und ihrem Vater kamen.
- Das Verhalten kann sehr stark variieren und hängt von der Atmosphäre in ihrer Umgebung ab. Oft sind sie zu Hause friedlich und benehmen sich aber in der Schule daneben oder sind bei der Großmutter still und umgänglich, dafür aber bei der Mutter aufsässig.
Daraus können wir den Schluss ziehen, wie unterschiedlich die Kinder heute sind und wie stark die Entwicklung ihrer eigenen Potentiale von der Entwicklung der sie umgebenden Erwachsenen abhängt. Da sie die Emotionen und die Gedanken der Personen spüren, mit denen sie befasst sind, heißt es an sich selbst zu erkennen, was die Kinder spiegeln.
Diesen Kindern wird auch ein bildhaftes ganzheitliches Wahrnehmen (Panorama Denken) nachgesagt.
Mit diesem Denken können sie blitzartig große reale Zusammenhänge, auch Texte erfassen und sind daher um vieles schneller als beim Denken von Gedanken zu Gedanken, von Wort zu Wort, wie die meisten von uns es gewohnt sind. Durch diese andere Art der Wahrnehmung ergibt sich daher für diese Kinder die Schwierigkeit der punktuellen Konzentration. Sie wirken daher oft desorientiert.
Dieses Panorama – Denken fördert die schöpferische Kraft, die bei richtiger Anwendung das Wahrnehmungsvermögen steigert.
Für die Kinder ist dieses bildhafte Erfassen selbstverständlich. Sie überschauen das Ganze viel schneller und haben viele Fragen dazu. In einer Klasse führt das zu den Kindern, die ständig alles besser wissen und die Lehrer nerven.
Durch dieses umfangreiche Wahrnehmungsvermögen fällt ihnen das Üben und Wiederholen schwer. Sie haben daher das Gefühl, schon viel mehr zu wissen als manch ein Erwachsener. Sie möchten einfach mitplaudern, mitentscheiden, einfach auch Verantwortung übernehmen.
Auf der anderen Seite sind sie oft sozial noch nicht fähig, sich in einer Welt von Begrenzung von Raum und Zeit zurechtzufinden.
Dadurch sind alle herausgefordert, die erziehungsmäßig mit ihnen zu tun haben.
Wir sollten daher als Pädagogen einen neuen Weg finden, um dem neuen Bewusstsein der Kinder und den Herausforderungen, die sie an uns stellen, gewachsen zu sein.
Wie sollen wir in der Schule mit den heutigen Kindern umgehen?
- Talente und Fähigkeiten entdecken und fördern
- Kritisches Denken anregen
- Problemlösungen gemeinsam finden
- Aufrichtigkeit
- Verantwortung für sich und sein Tun übernehmen
- Körper, Seele und Geist in Einklang bringen
- Klare Strukturen und Grenzen setzen
- Selbstentdeckung
- Individuelle Lehrpläne
- Lehrer – Schüler Konferenzen
- Meditationen und Stilleübungen
- Kinder brauchen Sicherheit und Achtung
- Kinder möchten den Sinn ihrer Aufgaben verstehen
- Andere Informationsverarbeitungen anbieten
- Konsequenz
- Pläne am Beginn des Unterrichts
- Kinder nicht vor der Klasse bloßstellen
- Aus – Zeit in einem betreuten Umfeld – Nachdenkstuhl
- Ruhiges, angemessenes Verhalten vorleben
- Entscheidungsmöglichkeiten offen lassen
- Positive Verhaltensweisen herausheben
- Alternative Möglichkeiten bei der Konfliktbewältigung aufzeigen
- Symbolische Belohnungen
- Mitteilungen an die Eltern über die laufenden Leistungen bei einem verhaltensauffälligen Kind!
- Unterstützung der Eltern wichtig!
- Wahlmöglichkeiten anbieten
Cäcilia Brodesser
Pädagogin und Autorin
Wöllersdorf 11
3053 Laaben
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