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Tinnitus - ein Phänomen unserer Zeit ?

Plötzlicher Knall    428887_R_by_Katrin-Hammer_pixelio.de Autor: Petra Orina Zizenbacher am 13. Nov 2009
Stress und ständige Lärmbelastung fordern Ihren Tribut - Tinnitus "boomt"

© Bild: Katrin Hammer / PIXELIO

 

Lärmbelastung   Foto: 425198_R_K_B_by_W.-Broemme_pixelio.de

© Bild: W.-Broemme / PIXELIO

 

Naturtöne entstressen  Foto: 425605_R_K_B_by_Re.Ko._pixelio.de

© Bild: Re.Ko. / PIXELIO

 

die Heilklänge von Klangschalen helfen Foto: 154486_R_by_Regina-Kaute_pixelio.de

© Bild: Regina-Kaute / PIXELIO

 

Als Tinnitus bezeichnet man Geräusche im Ohr. Diese können entweder als dunkles Rauschen , helles Klingeln, oder Brummen wahrgenommen werden. Die Töne können ständig auftreten oder nur in bestimmten Situationen.

Wenn man genau nachfragt, stellt man fest, dass viele Personen mit diesen Beschwerden konfrontiert sind oder waren. Fast könnte man meinen, Tinnitus ist eine Volkskrankheit, die jeden früher oder später einmal betrifft.

Ursachen für Tinnitus
Die Ursachen für Tinnitus können mannigfaltig sein. Oft sind es Verspannungen im Nacken oder Verspannungen der Muskeln, die von den Schultern zu den Schädelknochen führen. Auch Fehlstellungen der Halswirbelsäule und daraus resultierende Durchblutungsstörungen des Kopfes können das unangenehme Problem verursachen. Tinnitus ist ein Problem des Innenohres. In manchen Fällen wird das Innenohr durch Knalltraumen geschädigt.

Wenn zum Beispiel in nächster Nähe ein lauter Knall erlebt wurde, kann dies der Beginn von lästigen Ohrgeräuschen sein. Dies können Schüsse, Abfeuern von Knallkörpern oder Raketen, oder andere plötzliche laute Geräusche sein.

Manchmal tritt Tinnitus auch ohne Erklärung aus dem scheinbaren Nichts auf. Menschen können plötzlich nicht mehr einschlafen, weil ständig das unangenehme Rauschen, Klopfen oder Klingen im Ohr den Entspannungsprozess verhindert. Auch ein Hörsturz, der mit Gleichgewichtsstörungen, manches Mal sogar Sehstörungen und Ohrgeräuschen gemeinsam auftritt, kann der Beginn von chronischem Tinnitus sein.

Ein Hörsturz sollte möglichst rasch behandelt werden. Zumeist wird dies stationär in einer Krankenanstalt geschehen, um eine bleibende Beeinträchtigung des Innenohres zu verhindern.

Was ist zu tun, wenn Hörsturz eingetreten ist ?
Wichtig ist, dass durchblutungsfördernde Maßnahmen durchgeführt werden. Gleichzeitig ist aber auch Ruhe und Entspannung notwendig, um den Körper beim Reparieren des Schadens zu unterstützen.

Die wahrscheinliche Ursache für Ohrgeräusche ist, dass in der Gehörschnecke, in der sich Sinneshärchen befinden, welche den Schall aufnehmen und dann an das Nervensystem weiterleiten ein Schaden entstanden ist. Durch dieses Defizit werden Geräusche verzerrt an die Synapsen im Gehirn weitergeleitet. Dadurch werden Geräusche ständig wahrgenommen, eben als Tinnitus. Die Hörhärchen sind üblicherweise in eine Richtung ausgerichtet. Durch einen der genannten Auslöser kann die Ausrichtung der Härchen durcheinander gebracht werden. Dadurch wird die Klangübertragung gestört und somit das sphärische Rauschen ausgelöst.

Tinnitus kann wieder gehen !
Bei einem Patienten, der mit dem Beschwerdebild Tinnitus zu mir in die Praxis kam, ließen sich durch Entspannungsübungen, Klären der Lebenssituation, Ausschaltung von Stressfaktoren und vermehrter Flüssigkeitszufuhr die Beschwerden innerhalb ½ Jahres auflösen. Ich beobachte immer wieder, dass plötzliche Anspannung, Überforderung, psychische Ausnahmesituationen, wie sie Beziehungsprobleme, Jobverlust oder offene Aufgaben auslösen können, die Ursache für Tinnitus sind.

Vorbeugend empfehle ich Nackenmuskel- Entspannungsübungen, autogenes Training und Klärung von belastenden Situationen.

Entspannung und Naturgeräusche helfen sehr !
Das hören von Naturgeräuschen, wie Laubrascheln, Wasserplätschern, Vogelzwitschern scheint eine entspannende Wirkung auf den Gehörsinn zu haben. Das Hören dieser Geräusche ist nach meiner Erfahrung ein wesentlicher Schritt in Richtung Gesundung. Hilfreich ist es mit einer Fingerdruckmassage entlang der Stirn, hinter den Ohren und entlang der hinteren Schädelknochen zu beginnen. Dabei kann man Druckschmerzpunkte aufsuchen und 10x in die eine, 10x in die andere Richtung massieren. Auch Einreibungen mit die Durchblutung fördernden Ölen, wie z.B. Rosmarinöl oder Tigerbalsam können Nackenspannung vermindern. Manchmal helfen auch Krenkompressen. Dazu wird Kren geraspelt, in eine Serviette gewickelt, angefeuchtet und ca. 10 Min. am Hinterkopf beim Haaransatz aufgelegt. Die durchblutungsfördernde Wirkung des Krens hat eine muskelentspannende Wirkung. Wenn sich die Nackenmuskulatur entspannt, ist der Druck auf den Bereich der Knochen in denen das Innenohr untergebracht ist, vermindert und so kann der Körper entspannen und heilen.

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Kommentare
Tinnitus kann ja wieder gehen!
Autor: Michela Fantinel am 2009-12-24 13:22:59

Liebe Petra Orina,

wollte zuerst sagen, Dankeschoen fuer den ausfuerhlichen Post ueber Tinnitus, die Ursachen und die moeglichen Heilmittel. Vor ca. einem Jahr konnte meine Mutter, die seit ca 20 Jahren an Tinnitus litt, sich davon entgueltig befreien....sie nahm OPC-Tabletten...eigentlich wegen etwas anderem ...und das allererste Resultat war, wie aus einem Wunder, das Verschwinden von Tinnitus...das kam auch nie wieder zurueck!! Also kann ich OPC (das echte Extrakt) gut empfehlen!

Ganz liebe Gruesse aus Italien und Frohe Weihnachten !!

Michela Fantinel

 

 

 


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Liebe Petra Orina,   vielen
Autor: Manfred Hewig am 2009-12-24 13:59:40

Liebe Petra Orina,

 

vielen Dank für den schönen Beitrag.

 

Viele Ansätze kann ich befürworten, andere entziehen sich meiner Kenntnis.

Tinnitus hat Ursachen im Innenohr, genauer an der Eustachischen Röhre. Dort verlaufen Muskeln, die den Schall regulieren. Vergleichbar mit einem Lautsprecher, welcher ein Loch an der unter- bzw- Rückseite hat, damit der Schall austreten kann. Verändert man diesen Durchmesser, verändert sich die Dynamik. Genau die gleiche Funktion hat die Eustachische Röhre und die Muskeln daran. Erkennbar, wenn es lauf knallt und man fühlt ins Ohr, so fühlt man dass es sich nach dem Kanll oder Geräusch wieder im Innenohr entspannt. Beste Gelegenheit dies zu überprüfen wäre z.B. Silvester...

Wird durch ein Traumata (Knall oder ähnliches lautes Geräusch) dieser Muskel gereizt entsteht Tinnitus. Erkennbar daran,dass bei erhöhrem Blutdruck, z.B. durch Kaffegenuss, der Tinnitus lauter wird. Sinkt der Blutdruck, sinkt das Ohrgeräusch

Als ich, auch ich bin seit einem Unfall 1993 von Tinnitus betroffen, 1998 von einer Bekannten von mir sehr intensiv an den seitlichen Halsmuskeln massiert wurde war ich für längere Zeit ohne Tinnitus. Denke die Behandlung sollte noch ein paar Mal wiederholt werden.

 

Puh, übe mich noch im Formulieren...

Wer Fragen dies bezüglich hat, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen.


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Tinnitus
Autor: Michael Gosch am 2009-12-29 22:41:16

zwei Beiträge zu diesem Thema von mir

ein weiterer möglicher Zugang findet ihr in diesem Artikel von Claudia Zlabinger
 

im Zuge meiner Tätigkeit in einer Gesundheitsschule haben wir auch Ausbildungen zum Klangschalentherapeuten angeboten. Unsere Ausbildner haben mir von vielen Erfolgen bei Tinnitus mittels Klangschalen berichtet.

Gute Klangschalen bieten einen sehr naturbezogenen Klangraum, wo sich der Kreis zu den von orina angesprochenen Naturklängen schließt.

Was wir bei der Körperreaktion Tinnitus bedenken dürfen: noch nie in unserer Entwicklungsgeschichte als Mensch war unser empfindliches Organ Gehör einer so dauerhaften Beschallung ausgesetzt. Erschwerend sind die Geräusche vorwiegend naturfremd, also technischer Herkunft (Maschinen, Motoren, etc.). Und das Ohr ist das einzige Sinnesorgan, das nie abschalten kann.

Ob die Strahlen-Belastung durch telefonieren mittels Handy auch eine Rolle spielt, weiß ich nicht. Ich möchte diese Anmerkung als Anregung sehen, mal reinzuspüren.

 herzlich Michael


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