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Tiere als Weihnachtsgeschenke?

Foto: Peta / www.peta.de Autor: Harald Ullmann am 06. Dez 2011
Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum! Einem tierischen Begleiter ein Zuhause zu geben ist eine langfristige und verantwortungsvolle Aufgabe. Diese Entscheidung zu treffen bedarf einer langen und intensiven Überlegung.
Unüberlegtheit, Mitleidskäufe kurz vor Weinachten oder der Wunsch Ihres Kindes nach einem Haustier mögen Auslöser für den Kauf sein.

Widerstehen Sie diesen „Reizen“, denn Tiere sind Lebewesen und keine Handelsware, die man wie einen Pullover nach Weihnachten einfach wieder umtauschen kann.

Genau diese Thematik hat sich PETA zum Anlass genommen und eine witzige Weihnachtsanzeige entworfen:
Das Motiv „Krallen Sie sich zu Weihnachten einen Pullover, keine Katze!"

Alle Jahre wieder werden tausende Tiere nach dem Weihnachtsfest in den ohnehin schon überfüllten Tierheimen abgegeben. Im schlimmsten Fall werden die Tiere sogar einfach ausgesetzt oder bei einem herannahenden Umzug zurückgelassen. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Der Vermieter hat sich gegen die Tierhaltung ausgesprochen, die Katze hat plötzlich zu kratzen begonnen, das Kaninchen riecht streng und der Hund hinterlässt Pfützen in der ohnehin viel zu kleinen Wohnung.

Wenn Sie auch nach Weihnachten noch bereit sind, einem tierischen Weggefährten ein neues Zuhause zu schenken, dann gehen Sie bitte ins örtliche Tierheim und suchen Sie dort nach einem tierischen Begleiter. Die deutschen Tierheime sind voll von Tieren, die als sog. "Haustiere" einfach nicht mehr in die Pläne ihrer früheren menschlichen Begleiter gepasst haben. Jedes einzelne Tier wartet hier auf ein neues Zuhause, einige schon seit Jahren.

Eine glückliche Hündin vorm Weihnachtsbaum!

Kaufen Sie unter keinen Umständen Tiere in Zoohandlungen, beim Züchter oder auf Tiermärkten. In den meisten dieser Branchen werden die Tiere wie Massenware verkauft – Herkunft, Transport und Zucht der Tiere bleiben im Verborgenen. Die Haltungsbedingungen sind vielfach katastrophal, dies zeigt ganz beispielhaft der Fall einer Zoohandlung in Berlin-Spandau. In all diesen Industrien zählt einzig der Profit durch die „Massenware“ Tier, nicht das einzelne Individuum oder gar Schicksal, welches die Tiere durchlebt haben. Sehen Sie bitte auch davon ab, Tiere aus Mitleid „freizukaufen“. Jedes Tier, welches in einer Zoohandlung, bei einem Züchter oder auf einem Tiermarkt gekauft wird, kurbelt die weitere „Produktion“ von Tieren in diesen Branchen an. Zudem werden den unzähligen Tieren in Tierheimen jegliche Chancen auf ein neues Zuhause genommen.

Die Nachfrage nach exotischen Tieren, gerade auch zu Weihnachten, ist ungebrochen hoch. Exotische Tiere sind hoch sensible, kompliziert zu haltende und oftmals sogar gefährliche Tiere. Bitte sehen Sie in jedem Fall davon ab, ein Tier, welches nicht zum Leben in unseren Breitengraden geeignet ist und schon gar nicht in einem Terrarium oder Aquarium gehalten werden sollte, zu kaufen. Aber auch uns vertraute Haustiere brauchen eine zeit- und oftmals auch finanzintensive Zuneigung, die unter keinen Umständen unterschätzt werden sollte. Bitte achten Sie zudem darauf, dass Tiere in jedem Fall ihren Anforderungen entsprechend gehalten werden.

Ganz egal, wie gerne Sie sich um Tiere kümmern möchten – manche Menschen, die Tiere geschenkt bekommen, fühlen sich einfach nicht bereit dazu, sich langfristig eines tierischen Begleiters anzunehmen. Insbesondere Kinder verlieren schnell das Interesse an einem Tier. Bitte verschenken Sie daher zu Weihnachten keine Tiere, sondern tierfreundliche Geschenke, die allen – Mensch und Tier – Freude bereiten.

Sie suchen nach wie vor nach einer tollen Geschenkidee für Ihre Lieben? Tierfreundliche Geschenketipps für Groß und Klein finden Sie unter dem Link.

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