Autor: Sana Brauner am 03. Nov 2011 Es gibt keinen Berg auf der Erde, der sich mit dem Kailash vergleichen läßt, weder in der Form, noch in der Umgebung, geschweige denn in seiner Bedeutung. Er ist höchstes Pilgerziel für Angehörige von vier Religionen. Hindu, Buddhisten, Jain und Bön verehren ihn gleichermaßen. © Bild: Bruno Baumann |
In seiner unmittelbaren Umgebung entspringen vier der größten Flüsse Asiens – Indus, Brahmaputra, Surley, Karnali – und fließen wie Speichen eines Rades in alle vier Himmelsrichtungen hinweg.
Er gilt als Zentrum eines von der Natur geschaffenen Mandala, zu dem ebenso die beiden vorgelagerten Seen Manasarovar und Raksastal zählen wie die als Heiligtümer verehrten Quellen der Flüsse. Seit urdenklichen Zeiten kommen die Pilger aus allen Teilen Tibets, aber auch aus Indien und Nepal. Heißt es doch: „Wer ihn sieht, dessen Sünden werden ausgelöscht wie der Tau in der Morgensonne“.
Bruno Baumann ist den Spuren der Pilger gefolgt und hat in einem Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt das Natur-Mandala in seinen Gesamtheit erfaßt. Als einziger Abendländer erreichte er die Quellen der vier großen Flüsse, indem dem Lauf des Indus, Brahmaputra, Sutley und Karnali über tausende Kilometer, teils zu Fuß folgte.
Die Leicavision TIBET – Pilgerwege zum Kailash zeigt nicht nur einen großen Teil Tibets und des Himalayaraumes sondern geht auch der Frage nach, warum und wie dieser Berg zum Mittelpunkt religiöser Verehrung wurde. Sie zeigt auf, wie erstaunlich genau mythische Überlieferung und Geographie übereinstimmen und entfaltet diese Landkarte des Glaubens mit ihren einzigartigen Landschaften und heiligen Stätten aus den Augen des Pilgers.
Leicavision in High Definition Projektion auf 8 Metern Bildbreite
Vortrag: TIBET - Pilgerwege zum Kailash
Termin und Zeit:
11.11.2011 AUDIMAX Wien, 1010 Wien, Dr. Karl Luegerring 1
ab 19 Uhr: Buffet vom Tibet Restaurant
19.30 uhr: Tibetische Live-Musik mit Wild Yak
20.00 Uhr: Vortrag "Tibet"
Karten: Bank Austria, Ö-Ticket
Reservierungen: office@allesleinwand.at
Infos: www.allesleinwand.at
Bruno Baumann 1955 geboren, studierte Geschichte und Völkerkunde in Graz und München. Seit 1985 lebt er als Schriftsteller, Filmemacher und Fotojournalist in München und bereist auf seinen Expeditionen die entlegensten Regionen der Erde: So durchquerte er 1989 mit der Takla Makan die größte zusammenhängende Sandwüste der Erde, 1993 unternahm er eine Expedition in das Tibesti-Gebirge im Tschad. Sein Rückweg durch den Sudan und Ägypten wurde zur dramatischen Wüstenodyssee.
1994 brach er erneut auf und durchquerte das Herzstück der Wüste Gobi zu Fuß. Zwei Jahre später wagte er es, diese „Sandkiste des Teufels“ allein, ohne Kamele und ohne Kontakt zur Außenwelt zu durchqueren. Nach vier Tagen und 120 Kilometern konnte er sich gerade noch zu einer Wasserstelle retten. Im Jahr darauf unternahm er mit einer Yak-Karawane eine Durchquerung Tibets, bevor er im Jahr 2000 in die Takla Makan zurückkehrte und sich auf historische Spurensuche nach der „Todeskarawane“ des Schweden Sven Hedin begab. 2001 erreichte er in Tibet die Quellen der vier größten Flüsse Asiens - Indus, Brahmaputra, Sutley und Karnali.
Bruno Baumann gibt seine Erkenntnisse und Grenzerfahrungen in spannenden Live-Reportagen weiter.
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