Autor: Andrea Kellinger am 30. Jan 2010 Auf dem Weg zur Erkenntnis des wahren Selbstes lauern Gefahren, die wir uns selbst geschaffen haben. Wir begegnen unseren Ängsten, unseren negativen Gedankenkonstruktionen, unseren Schwächen, Aggressionen, Feindbildern, Begierden: dem Verteufelten.
|
Luzifer ist eigentlich ein gefallener Erzengel, er ist ein Lichtbringer. Der Teufel existiert in Wirklichkeit gar nicht. Wir hauchen ihm Leben ein, indem wir ihn in unserer Gedanken- und Gefühlswelt einquartieren, uns abhängig und unfrei machen. Dort zeigt er sein Gesicht als Willenschwäche, mentaler Härte, Pessimismus, Bewertung, Zweifel, Verwirrung, Unaufrichtigkeit, Hinterlist oder Destruktivität. Alle negativen Gefühle, wie Zorn, Hass, Gier, Eifersucht, Aggression, Grausamkeit, Leidenschaft, Begierden, Hochmut und Lethargie zeigen nur, dass wir von unserem Weg des Wohlfühlens abgekommen sind. Unsere Seele lässt uns mit „das fühlt sich unangenehm an“ eine Nachricht zukommen. Die Botschaft ist: „Es gibt einen besseren Weg!“
Unfreiheiten, Abhängigkeiten, die kleine List, der große Betrug, die ewigen Versuchungen der Themen Macht, Sex, Geld, die verführerischen Schattenkräfte, die unser Ego nähren, all das repräsentiert die „Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft“. Das Ziel ist, die Meisterschaft über das eigene Leben zu erreichen, die Herrschaft der Materie über den Geist zu transzendieren, zu durchschauen als ewiges Wechselspiel der Polaritäten unserer irdischen Welt. Der Teufel lacht sich eins, weil er zusieht, wie die Menschen sich selbst verteufelte Realitäten erschaffen, die sie anschließend bekämpfen. Jedes Extrem enthält in der geistigen Welt seinen Gegensatz, wo Licht ist, da ist auch Schatten. Treten wir einen Schritt heraus aus unserer Identifikation mit einem Schatten-Thema, sehen wir sofort die lichtvolle Spiegelseite. Stellen wir uns dem Verteufelten, blicken ihm in die Augen und umarmen wir unseren Schatten, verliert er die Macht über uns.
Das macht uns natürlich erst recht Angst, den wer begegnet schon gerne den eigenen Dämonen. Das Geheimnis liegt darin, Licht auf den Schatten zu werfen. Im Lichte des EINEN, löst sich jeder Schatten auf. Ein einfacher Druck auf den inneren Lichtschalter, erhellt den Raum und verdrängt den Schatten. In einem einziger Gedanke an das Gute (Gott) verbunden mit der festen Entschlossenheit „Es werde Licht“, dem Vertrauen in die eigene Kraft, beseelt mit der stärksten Kraft im Universum, der LIEBE, und alle Dämonen lösen sich im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf. Ein einziger, mutiger Schritt mitten hinein in die größte Angst, in das dunkelste Loch, kombiniert mit einem liebevoll vertrauendem Zulassen, Loslassen und Geschehen lassen und wir fallen … mitten hinein ins Paradies.
Verändern wir unsere Gedanken so, dass „es sich gut anfühlt“, geben wir destruktiven Gedanken keine weitere Aufmerksamkeit, entziehen wir dem Teuflischen die Nahrung.
Man kann nicht einen guten und einen schlechten Gedanken gleichzeitig denken. Es ist nicht möglich, im gleichen Moment eine freundliche und eine feindliche Emotion zu spüren. Licht und Dunkelheit können nicht miteinander existieren. Wenn die Sonne aufgeht, verschwindet augenblicklich die Dunkelheit.
Indem man ablässt vom Verfolgen rücksichtsloser, egoistischer Ziele, können wir unsere inneren Feinde zähmen und die freigewordene Energie in unsere Entwicklung stecken.
Mit dem Nachdenken darüber, wie man selbst gerne behandelt werden möchte, was man selbst erfahren möchte, kommt die Einsicht, wie man seine Nächsten behandeln sollte.
Wenn wir lernen, den Zorn zu kontrollieren, könne wir ihn in Mut und beherztes Handeln verwandeln. Durch Selbstständigkeit und Großzügigkeit ersetzte Eifersucht vermittelt innere Freiheit und ist das beste Mittel, um Besitzdenken zu begegnen. Verwandelte Bewertung offenbart sich in Wertschätzung. Unsere Gabe des Mitfühlens bewahrt uns vor Gewalttätigkeit und Grausamkeit.
Denken wir an das Gute, an seine Qualitäten und Stärken, an alle Dinge, die ein gutes, reines Gefühl vermitteln, erschaffen wir positive Realität.
Lassen wir unsere Begeisterung und Liebe zum Leben erblühen, bezähmen wir die Leidenschaft, die Lebensumstände erschafft, unter denen wir leiden.
Positiver Stolz ist das Gefühl des eigenen Wertes, Ausdruck des Erfolges und immer mit Demut gepaart, die vor Hochmut schützt.
Zweifel kann man zum Hinterfragen der Illusionen, zur rechten Unterscheidung nützen, seine Überwindung schenkt uns Sicherheit, Ruhe und Gelassenheit.
Wie überall im Leben, gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden und zu leben. Solange dunkle egoistische Eigenschaften am Thron sitzen, solange sind wir vom Kontakt mit unserem göttlichen Selbst abgeschnitten. Entzünden wir ein inneres Licht, können wir uns selbst und anderen Liebe, Güte, Vertrauen und Verständnis entgegenbringen.
In Wirklichkeit hat in unserem Herzen das ganze Universum Platz!
Kontakt:
beratung@tarot.or.at
+699/12647410
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggen
| IN UNSEREM SHOP Der Crowley-Tarot: Das Handbuch zu den 78 Karten von Aleister Crowley und Frieda Harris Autor: Akron und Hajo Banzhaf |
Hilfe
Als Mitglied können Sie auf Facebook einen Kommentar posten. Dazu müssen Sie sich einloggen.




