Autor: Isabella Farkasch am 22. Jun 2008 Was der Geburtsmonat über die Persönlichkeit erzählen kann - diesmal Mai und Juni Die Zahl des Geburtsmonats symbolisiert das Lernthema der Seele für die aktuelle Inkarnation. Sie ist vergleichbar mit der genetischen Information im Samenkorn. Schon im Samen ist festgelegt, welche Pflanze daraus wachsen kann. In geeigneter Umgebung und Klima wird dies gelingen. Auch die Seele nützt die Energien des Erdendaseins, des Seins in der Materie, um eine ganz bestimmte Entwicklung zu erleben. Sie sucht sich ein passendes Elternpaar sowie den dafür geeigneten Tag im entsprechenden Jahr, um die gewünschten Erfahrungsqualitäten erleben zu können. |
Diese Konstellation ist vergleichbar mit einem angehenden Studenten, der das geeignete Studium und die sinnvollsten Lehrveranstaltungen wählt um seinen Berufswunsch erreichen zu können. Auch in seinem Fall gibt es Pflichtseminare- und Vorlesungen, die absolviert werden müssen, zusätzliches Wissen kann er sich in frei gewählten Seminaren und Zusatzausbildungen erwerben. Das zahlenkabbalistische Bild, das aus dem Geburtsdatum erstellt wird, kann also mit einem Studienplan verglichen werden.
Diesmal möchte ich besonders auf den „Schülertyp“ Nummer 5 und 6, also Mai- beziehungsweise Junigeborene eingehen.
Der Mai-Seele geht es um die Quintessenz.
Sie legt ihr Augenmerk auf das Wesentliche, sie möchte den Kern einer Sache verstehen. Ihr Weg dort hin findet häufig über extreme Erfahrungen in entgegen gesetzte Richtungen statt. Sie ist grenzenlos und muss ihre persönlichen Grenzen und Gesetze entwickeln, diesen fühlt sie sich dann auch verpflichtet. Deshalb haben 5er Seelen ein fundamentales Misstrauen gegenüber institutionalisierten Autoritäten. Sie haben starke Emotionen, die sich, je nach Erziehung und gesellschaftlichen Umständen, sehr unterschiedlich im Außen auswirken. Viele leben oft nur eine Seite der Extreme, so gibt es besonders pflichtbewusste 5er ebenso wie ausschweifende, den Süchten des Lebens anhängige 5er Persönlichkeiten. Ihre Aufgabe ist es, ähnlich einem Pendel, durch das Hin und Her zwischen beiden Extremen schlussendlich im Zentrum, in der Ruhe, bei sich zu landen.
Eines kann der 5er nicht: Dem Leben entrinnen.
Einen passiven 5er holt das Schicksal ein. 5er Seelen wollen „richtig“ handeln, das heißt Idee, Bauchgefühl und soziale Verträglichkeit sollen eine Einheit bilden. In jedem Fall muss aber gehandelt werden. Verweigert sich der 5er dem Handeln oder handelt er bewusst wider sein inneres Wissen, seine Überzeugung, folgt die Wirkung unmittelbar und intensiv (Kernsatz der Zahlenkabbala zur Zahl 5: „Doppelt gewinnen, doppelt verlieren“). Das bedeutet gleichzeitig, dass große Gewinne möglich sind.
Beinahe das Gegenteil der 5 stellt die 6 dar. Hier geht es um das Erleben und Erfahren von Grenzen, Begrenzungen, Einschränkungen, Konzentration auf das Not-Wendende, um das Gesetz.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig Autoritätshörigkeit und Gesetzestreue, viel mehr läuft der 6er auch Gefahr seine eigenen Anschauungen zum allgemein gültigen Gesetz zu erheben. Deshalb lautet eine der Kernsätze zur Zahl 6: „Enge niemanden ein, dann wirst auch du nicht eingeschränkt!“ 6er Menschen tendieren dazu, andere zu beschränken, von ihnen Regelbefolgung zu erwarten und übersehen dabei ihre eigene innere Einschränkung. Das Geschenk, das dabei zu erkennen ist, ist die Kernaussage der kabbalistischen Sichtweise des Geburtsdatums: „Erkenne Dich in Deiner Begrenztheit, die gleichzeitig Deine Besonderheit ist, mit der Du Dich wiederum sinnvoll in das Ganze einbringen darfst.“ Für Junigeborene ist es hilfreich, eine Stärken- und Schwächenanalyse zu machen und die Energie zur Weiterentwicklung und sinnvolles Nutzen zu stecken und Aufgaben und Tätigkeiten, die nicht zur Kernkompetenz gehören, anderen zu überlassen. Zu bedenken ist dabei, die Bedeutung der jeweils anderen zu achten und im Falle des direkten Delegierens für entsprechenden Energieausgleich Sorge zu tragen.
So kann der 6er als Vorbote für die Vision einer neuen Zeit, einer neuen Gesellschaft wahrgenommen werden:
Eine Welt, in der jegliche Leistung als „besonders begrenzt“ wahrgenommen wird, keine Wertung mehr stattfindet und daher ein Austausch von Waren, Leistung oder gar Geld nicht mehr nötig ist. Eine Welt, in der jeder Mensch seine Begabung leben kann und freudig zum Wohle der Gemeinschaft einbringt. Bis wir aber soweit sind, wird jedeR, der die Energie der 6 als Wahrnehmungsfilter gewählt hat, auf ganz persönlicher, besonders körperlicher, Ebene Grenzen kennen lernen, erweitern, aber auch setzen lernen. Das bedeutet Mut zur Entscheidung, auch wenn sie möglicherweise unangenehm erscheinende Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Oberste Maxime ist die Frage, was dem Leben dient und damit der Liebe. Dies ist die ureigenste Aufgabe der 6, wobei sie immer wieder zu erfahren trachtet, was „Liebe“ und „lieben“ wahrhaftig bedeutet. So wird sie viele Lebensformen kennen lernen, die wir mit „Lieben“ verwechseln (Sexualität, Verliebtheit, Abhängigkeit, Helfersyndrom, etc.).
Quintessenz, egal in welchem Monat ich geboren bin, ist daher immer wieder: sich kennen lernen und im Einklang mit sich und den anderen leben. Die jeweilige Monatsenergie stellt dabei lediglich die Farbe, Schwingung, den Wahrnehmungsfilter dar.
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