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Gesundheit und ErnährungDruckversion:

Sauer oder Basisch - die Bedeutung des ph-Wertes der Ernährung

Foto: MEV - Der Spruch One apple a day keeps the doctor away Autor: Ingrid Kunze am 22. Jan 2010
Mit der Nahrung nehmen wir sowohl Basen als auch Säuren zu uns. Das Mengenverhältnis sollte bei 70-80% Basen und 20-30% Säuren liegen.
Leider ist heute diese Relation ins Gegenteil gerutscht. Der Organismus achtet besonders darauf den ph-Wert des Blutes konstant in einem leicht basischen Milieu von 7,365 zu halten.

Durch diese bedenkliche Abweichung des Säure-Basengleichgewichtes wird der ph-Wert in unserem Körper negativ beeinflusst und damit vielen Krankheiten ein guter Nährboden bereitet. Ein permanenter saurer pH-Wert zerstört Körpergewebe, schafft Ruhe- und Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfungszustände, Immunschwäche, Nagel- und Fußpilz, erhöhten Blutdruck, bzw. hohes Cholesterin, dieses bildet der Körper als Schutzmaßnahme um die Blutgefäße nicht zu schädigen.

Wie kann man erkennen ob man übersäuert ist?

Übergewicht
Eine der interessantesten Erkenntnisse die vom amerikanischen Wissenschaftler Dr. Young übermittelt wurden, ist der Zusammenhang von Übersäuerung und Übergewicht. Fetteinlagerungen sind also die Folge eines Säureproblems. Der Körper schützt uns auch in dieser Situation mit einer weisen Maßnahme. Der aggressive Säureüberschuss der aus Basenmangel zustande kommt wird in dafür neu gebildete Fettzellen deponiert, um diese aus den lebenswichtigen Organen fernzuhalten. Übergewicht durch Fett ist demnach die Botschaft des Körpers auf einen übersäuerten Körper!

Untergewicht
Auch dieses Problem ist unter anderem auf eine Übersäuerung zurückzuführen denn 50% der aufgenommenen Nahrung werden durch Mikroorganismen (Hefebakterien und Pilze) reduziert.

Allergien
Giftstoffe die in einem übersäuerten Körper produziert werden können zu allergischen Symptomen führen. Bei vielen Menschen ist durch die Lebensweise der Verdauungstrakt geschwächt. Dies verhindert die gänzliche Aufspaltung von Aminosäuren aus der ohnehin meist zu eiweißreichen Nahrung und führt zu Lebensmittelallergien, bzw. in der Folge zu allergischen Reaktionen aller Art.

Erschöpfung
Giftstoffe im Verdauungstrakt verringern die Aufnahme von Eiweiß und Mineralien. Dies wiederum verhindert, dass genügend Enzyme und Hormone produziert werden können. Folgeerscheinung: die Energieversorgung ist gestört, es kommt zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erschöpfung.

Hunger an vollen Töpfen
Quelle für Mineralien sollte unsere Ernährung sein. Hauptsächlich finden wir sie in Obst und Gemüse. Das Problem ist allerdings, dass durch die Industrialisierung in der Landwirtschaft die Böden ausgelaugt, d. h. entmineralisiert sind, dazu kommen lange Transportwege und eine fragwürdige Zubereitung der Speisen. Menschliches Leid und Elend wie Diabetes Rheuma, Krebs, MS, Arteriosklerose um nur einige zu nennen drastisch reduziert werden, wenn wieder mehr an Qualität als an Quantität beim Lebensmitteleinkauf geachtet würde. In der Mikrowelle bilden gegarte Speisen Säuren. Vitamine und Mineralstoffe, auch Eiweiß (Fleischnahrung) werden wertlos.

Mangel an Erholungsphasen
Anstatt bei Erschöpfung zu schlafen wird der Körper gedopt. Auch nach dem Essen tritt durch die einsetzende Verdauung (Schwerarbeit) natürliche Müdigkeit auf, die aber durch unsere Lebensweise nicht aufkommen darf. Das Colagetränk oder der Kaffee überbrücken nach außen dieses Erscheinungsbild.

Wasser hat eine überragende Bedeutung
Wenn es darum geht gesund zu bleiben, oder wieder zu werden, so hat Wasser eine überragende Bedeutung. Wasser dieses elementarste und selbstverständlichste Element spielt im weiteren Leben jedes Menschen eine ganze besondere Rolle. Es dient als Lösungs- und Transportmittel im Verdauungstrakt, hat intra- und extrazellular eine dominante Rolle und ist Lebensmittel und Kosmetikum 1. Ranges. Nun dieses Lebens- oder auch Überlebensmittel hat auch einen besonderen ph-Wert, nämlich 7.

Was sollen wir essen?

Von allen Gleichgewichtszuständen die der Körper anstrebt ist die Erhaltung des Säure- und Basengleichgewichtes der Wichtigste, daher sollte auch große Aufmerksamkeit diesbezüglich bei der Nahrungsaufnahme gewidmet werden.

Eine goldene Regel wäre als Hauptanteil:

Gemüse als Hauptspeise und Fleisch als Beilage zu essen.
Um den überforderten Verdauungstrakt zu entlasten, bzw. bei Gewichtsproblemen und Gesundheitsproblemen wäre die Trennkost empfehlenswert, das bedeutet: Eiweiß nicht mit Kohlenhydraten in einer gemeinsamen Mahlzeit, d. h. wenn Sie Fleisch essen, dann ohne Kartoffeln, Nudeln, Reis, sondern mit Salat und Gemüse. Die Kohlenhydrate können jedoch wieder sehr gut mit Gemüse kombiniert werden. Weiters sollten wir unser Essen mit allen Sinnen genießen, denn das Auge isst bekanntlich mit.

 


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