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Ride for a Change – für eine faire Produktion von Snow- Skate- und Surf-Bekleidung

Logo der Kampagne Ride for a Change Autor: Sana Brauner am 25. Nov 2011
Zum Start der Wintersaison und dem Weihnachtsgeschäft, steigt der Umsatz von Markenfirmen, die Boarderwear produzieren und mit coolem Lifestyle und Freizeitvergnügen werben. Doch der Spaß endet bei den schlechten Arbeitsbedingungen in Produktionsländern wie China, Indien oder Vietnam, wo für Hungerlöhne bis zu 16 Stunden am Tag gearbeitet wird.

© Bild: www.cleanclothes.at

Boarderunternehmen auf dem Prüfstand

Im Rahmen einer mehrmonatigen Recherche nahm die CCK folgende zehn
· Billabong
· Burton
· Carhatt
· DC Shoes
· Etnies
· Nikita
· Nitro
· O’Neill
· Quiksilver
· Ripcurl
namhafte international agierende Firmen hinsichtlich ihrer sozialen Verantwortung unter die Lupe. Auf Fragebögen hat kein einziges Unternehmen reagiert. Die CCK evaluierte daher die Unternehmensverantwortung anhand öffentlich abrufbarer Informationen und erstellte daraus Firmenprofile, welche unter www.cleanclothes.at/firmen-check <http://www.cleanclothes.at/firmen-check>  abrufbar sind. Alexander Pfeffer, CCK-Projektleiter, fasst die Ergebnisse zusammen: Die Intransparenz der untersuchten Firmen zeigt, dass das Thema soziale Unternehmensverantwortung noch überhaupt nicht in der Branche angekommen ist“. Keines der zehn untersuchten Unternehmen veröffentlicht einen Sozialbericht, verpflichtet sich zur Zahlung eines existenzsichernden Lohns oder legt seine Produktionsstandorte offen. Sechs von zehn Unternehmen, nämlich Burton, Carhartt, Etnies, Nikita, Nitro und Rip Curl haben keinen Verhaltenskodex. Die Kodizes der anderen Firmen sind unzureichend und sind entweder nicht für die gesamte Zulieferkette bindend oder geben keinen Aufschluss darüber, wie die Einhaltung kontrolliert wird.
 

Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in asiatischen Zulieferbetrieben
May Wong, eine Arbeitsrechtexpertin von der Nichtregierungsorganisation Globalization MonitorMay Wong, eine Arbeitsrechtexpertin von der Nichtregierungsorganisation Globalization Monitor mit Sitz in Hong Kong untersucht seit Jahren die Arbeitsbedingungen in asiatischen Zulieferbetrieben, die für europäische und US-amerikanische Unternehmen produzieren. Die Menschen, die einen Großteil der Bekleidung nähen, die hier in den Geschäften landet, werden ausgebeutet. Sie arbeiten 14-16 Stunden am Tag, denn nur so können sie genug verdienen, um irgendwie über die Runden zu kommen. In vielen Fabriken ist die Arbeit gesundheitsgefährdend, es gibt keinen Versicherungsschutz und oft nicht einmal einen Arbeitsvertrag, auf den sich die Menschen berufen können, wenn sie ungerecht behandelt werden“, kritisiert Wong.
Während sich die Outdoor-Bekleidungsbranche, zu der Unternehmen wie Jack Wolfskin, Mammut und Vaude gehören, mittlerweile ernsthaft mit den Arbeitsbedingungen in asiatischen Zulieferbetrieben auseinandersetzt, hat die Snow- Skate-, und Surf-Bekleidungs-Branche bisher scheinbar nur wenig unternommen, um die Arbeitsrechte der NäherInnen in den Zulieferbetrieben zu wahren.

Ride for a Change“ in ganz Österreich

Die Clean Clothes Kampagne fordert deshalb im Rahmen der Aktion Ride for a Change“ die gesamte Boarderbranche auf, diese Missstände zu beheben und Verantwortung für ihre Zulieferketten zu übernehmen. Um KonsumentInnen zu informieren und Druck auf die Unternehmen auszuüben gibt es unter www.cleanclothes.at <http://www.cleanclothes.at>  die Möglichkeit eine Petition zu unterschreiben und ein Facebookspiel, bei dem die SpielerInnen ein Statement für faire Arbeitsbedingungen abgeben können. Die gesammelten Unterschriften werden an die zehn befragten Unternehmen übergeben. Wir hoffen sehr, dass die Branche in Bewegung kommt und in Zukunft nicht nur für Coolness“ und Lifestyle, sondern auch für faire Arbeitsbedingungen steht“, meint Alexander Pfeffer.

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