Autor: Eve Kogler am 30. Jul 2009 Wie sieht eigentlich der Alltag eines Mediums aus? Was kann man sich unter dem Begriff "Medium" und "Reading" vorstellen? Was darf ich mir erwarten?
Dieser Ausschnitt aus dem Buch "Seelenbild - Praxisbuch zur inneren Medialität soll Ihnen einen Eindruck in meine Arbeit und in meinen Alltag als Gesundheitsmedium vermitteln. Der Beitrag ist ein Fall aus meiner Praxis und vermittelt einen Eindruck der Zusammenarbeit mit der Schulmedizin. |
BERÜHRUNGSÄNGSTE UND DIE AUSWIRKUNGEN AUF DEN KÖRPER
Eines Abends hatte ich viel aufzuarbeiten. Daher beschloss ich, länger in die Nacht hineinzuarbeiten, um den Riesenstapel an Anfragen von meinem Schreibtisch zu bringen. Es muss bereits gegen 23 Uhr gewesen sein, als mein Handy läutete. Verwundert nahm ich das Gespräch um diese Uhrzeit an. Es war das Krankenhaus mit einer großen Bitte.
Sie hatten eine Patientin, die ihnen großen Kummer bereitete. Ich bat um den Vornamen und das Geburtstatdatum der Patientin und „verband” mich mit ihrer Seele. Ich fühlte, welche Unruhe von dieser Patientin ausging. Ich hatte auf einmal das Gefühl, als könnte ich mein Leben nicht mehr bewältigen und fühlte mich allein gelassen.
Ich fragte die Krankenschwester, ob die Dame über Magen- und Darmschmerzen klagte, denn hier spürte ich einen Schmerz. Die Vermutung wurde bestätigt. Außerdem erhielt ich die Information, dass sie bereits eine Gastroskopie und eine Darmspiegelung hinter sich hätte.
Für mich fühlten sich die Magenschmerzen wie Gastritis an. Ich sah auf einmal eine Flüssigkeit, die die Patientin gegen ihre Beschwerden nehmen sollte. Nach meiner Beschreibung der Medikamente konnte die Krankenschwester bereits ihre Auswahl eingrenzen. Sie las mir alle Präparate vor, die eventuell in Frage kommen konnten. Da ich keine Ahnung von Medizin habe und ich mich alleine auf die Führung der feinstofflichen Welt verlassen konnte, sah ich mir alle Präparate aus energetischer Sicht genauestens an und musterte sie nach der Wirkung, die ich in diesem Augenblick spüren konnte, aus. Übrig blieb ein Medikament mit dem Namen Ulcogant.
Der Dickdarm in Höhe des Blinddarms in einer Art Mulde machte dieser Patientin auch sehr zu schaffen. Ständig bekam ich das Bild eines Blumenstraußes herein, das für mich ein Symbol für eine Entzündung darstellt.
Elaia flüsterte mir zeitgleich ins Ohr, dass ein erneuter Blutbefund notwendig sei, denn die Patientin leide unter einer Eisenanämie. Die Krankenschwester lauschte gespannt, denn die Patientin hatte bereits zuvor an dieser Symptomatik gelitten, die Anämie wurde als „kuriert” eingestuft worden.
Das Gefühl der Einsamkeit breitete sich weiter in meiner Seele aus. Die Seele der Patientin litt erheblich unter ihren Lebensumständen. Ich fragte die Krankenschwester, ob sie nähere Informationen zu den Lebensumständen der Patientin hatte. In diesem Falle verneinte sie allerdings.
Eine Massagetechnik sollte es der Patientin ermöglichen, ihre innere Anspannung loszu-lassen, damit sich ihre Psyche langsam wieder beruhigte. Die feinstoffliche Welt empfahl an dieser Stelle eine Technik an den Händen, da die Patientin unter Berührungsängsten litt. Die Krankenschwester war sehr geduldig mit meiner Beschreibung der Handbewegungen und erklärte mir, dass sich diese Art von Therapieform Homunkuluspflegetherapie nannte und dass man sie einsetzt, um die Psyche zu beruhigen und die eigenen körperlichen Grenzen aufzuzeigen. Zwar wurde mir gesagt, dass diese Therapieform selten an den Händen durchgeführt wurde, aber dennoch wollte sie es einmal versuchen. Ich bat sie, falls es irgendwie verantwortbar wäre, die Patientin nicht wie geplant am folgenden Tag zu entlassen, sondern sie noch ein paar Tage unter Beobachtung zu behalten.
Es war bereits sehr spät geworden und wir beendeten das Gespräch an dieser Stelle.
Am nächsten Tag erhielt ich einen erneuten Anruf, mit dem mir Folgendes bestätigt wurde:
Die Blutabnahme hatte ergeben, dass die Eisenanämie nicht abgeklungen war und dass die Patienten eine Diverdiculitis, eine Darmentzündung in der rechten Flexur hatte. Die Patientin freute sich über ihre Homunkuluspflegetherapie und schlief die ganze Nacht durch. Sie erzählte der diensthabenden Schwester sogar, dass sie alleine wohne und unter Berührungsängsten litt. Der Arzt stimmte einem verlängerten Aufenthalt der Patientin zu und durch die liebe Pflege des Personals freute sie sich bereits ein paar Tage danach auf ihre Entlassung und sah ihre Lebenssituation nunmehr mit anderen Augen.
Herzlichst, Ihre
Eve Kogler
© Farewell Verlag e. U.
Eve Kogler mit Martin Himler, Seelenbild – Praxisbuch zur inneren Medialität
ISBN: 978-3-200-01391-9
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