Autor: Melanie Bichler am 04. Jan 2010 Eckhard Meier-Wölfle: "Meine transparente Malweise lässt das Licht durch die Farbe scheinen. Die Reflexion des Lichtes aus dem Hintergrund ergibt Raum - einen Licht-Farb-Raum. Die Lichtflut und ihr Leuchten - Licht ist etwas positives, ein Licht-Blick - will ich sichtbar machen. Mir sind Ruhe und Harmonie wichtig - wohltuender Gegenpol zu der heutigen reizüberfluteten bunten Medienwelt; Farbigkeit ist hierbei kein Hindernis."
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Eckhard Meier-Wölfle: "Senkrechte und waagerechte Linien geben dem Auge Halt. Meist sind es abstrakte Kompositionen – ab und zu finden sich Hinweise auf Konkretes. In den achtziger Jahren war ich schlechthin als „der Fensterkünstler“ bekannt. Collagen in Fenstern, Fensterflügeln, Oberlichtern nahmen meist politische und gesellschaftliche Themen auf. In deren Gestaltung war damals schon die Wirkung des Lichtes ausschlaggebend. Das verwendete Ausgangsmaterial - das Fenster - war ein bestimmendes Element.
Malerei, Grafik und Objekte wurden in meiner Arbeit Ende der Achtziger grundlegender. Die Hinwendung, das Hinführen zur Meditation, zur Ausgeglichenheit statt zu einer konkreten Stellungnahme, ist nun mein Weg.
Meine Arbeiten entstehen auf Leinwand, grundierten Malplatten, Papier, Karton oder Marmorsteinen. In zahlreichen auf- und abgetragenen Schichten und Überlagerungen und unter Verwendung von feinsten, hochlichtechten Künstlerfarben wächst die Komposition heran.
Meinen Malstil bezeichne ich als malerisch und konstruktiv zugleich. Ein Widerspruch? Nein, denn die freien malerischen Elemente, verbunden mit nach Ordnung strebender grafischer Konstruktion, ergeben ein ausgewogenes Spannungsverhältnis. Licht wirkt als Ruhepol.
Ich möchte, dass meine Bilder immer etwas Neues geben, jeden Tag."
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