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Ostereier - Die Freiheit schmeckt besser

Foto: MEV - Osterei ist nicht gleich Osterei Autor: Tanja Salem am 15. Mär 2010
Legen Sie nur Eier von Freilandhühnern ins Osternest!

Bereits seit Anfang Februar kündigen in den Supermärkten stapelweise feilgebotene gefärbte Ostereier das bevorstehende Osterfest an. Wenn Ihnen gesunde Ernährung und Tierschutz am Herzen liegt, sollten Sie dem bunten Angebot jedoch widerstehen!
Warum?
Ostereier unterliegen nicht der strengen Kennzeichnungspflicht, sondern nur einer Minimalkennzeichnung.

Legen Sie nur Eier von Freilandhühnern ins Osternest!

„Bodenhaltung“ – nicht das Gelbe vom Ei
In Österreich ist die Haltung von Hühnern in konventionellen Käfigen ab 1. Jänner 2009 verboten (EU-weit gilt dieses Verbot erst ab 2012).  Zu glauben, dass es ab kommendem Jahr nur mehr Eier von glücklichen österreichischen Hühnern gibt, wäre aber ein großer Irrtum, denn der inzwischen geläufig gewordene Begriff „Bodenhaltung“  ist - im wahrsten Sinn des Wortes - nicht das Gelbe vom Ei!

Kein Tageslicht, kein Auslauf, gestutzte Schnäbel
Die Bezeichnung Eier aus Bodenhaltung soll dem Verbraucher vorgaukeln, dass diese Hühner in freier Natur glücklich sein dürfen.
Weit gefehlt. Tatsächlich geht es den Bodenhaltungs-Hendln nicht viel besser als in der Legebatterie. In meist riesigen Hallen müssen sich sieben Tiere einen Quadratmeter Bodenfläche teilen (!), Sonnenlicht wird durch künstliche Neonröhren ersetzt. Auslauf gibt es keinen. Um Verletzungen zu vermeiden, die durch gegenseitiges Picken entstehen können, werden den Hennen die Schnäbel gestutzt!
Der Anteil der Bodenhaltungseier beträgt in Österreich derzeit ungefähr 23 Prozent.
Begriffe wie „Vollfrische Eier“, „Eier vom Bauernhof“ oder „Landeier“ auf der Packung sind ebenfalls irreführend.

Schon besser: Freilandhaltung
Rund ein Drittel der Eier in Österreich stammen aus Freiland-Haltung. Kauft man ein deklariertes Freilandei, geht es den Hennen schon besser. Erlaubt sind max. sieben Tiere pro Quadradmeter Stall, mindestens 10 Quadratmeter Grünauslauf pro Huhn, der tagsüber uneingeschränkt zur Verfügung stehen muss, sind vorgeschrieben.
Für die Haltung von Freilandhühnern benötigt der Landwirt eine wesentliche größere Fläche als in der Legebatterie. Daher sind die Freilandeier teurer.
Freiland-Eier sind aber nicht automatisch Bio-Eier! Der Unterschied liegt in der Fütterung der Hennen. Während Freiland-Hühner mit Futter aus konventioneller Landwirtschaft gefüttert werden, bekommen Bio-Hühner ihr Futter aus biologischem Anbau. Auch Medikamente dürfen den Freiland-Hennen verabreicht werden.

Als Bio-Henne lebt es sich am besten
Mit jedem gekauften Ei aus Bio-Freilandhaltung fördert man die Haltung von glücklichen Hennen auf Bio-Betrieben. Die Haltungsbedingungen unterscheiden sich für die Tiere darin, dass maximal sechs Hennen pro Quadratmeter gehalten werden dürfen und artgerechte Ausstattung des Stalles wie Nester, Sitzstangen und ein Auslauf von mindestens 10 Quadratmeter pro Huhn zur Verfügung stehen muss. Die Fütterung unterliegt strengen Bio-Kontrollen, vorbeugende Arzneimittelgaben, synthetische Aminosäuren sowie Farbstoffe sind verboten.
All das macht verständlich, warum Bio-Eier nicht billig sein können. Dafür bekommt man aber auch ein hochwertiges Lebensmittel!

So erkennst Du echte Bio-Eier:
Auf echten Bio-Produkten muss sich immer eine Kontrollnummer befinden. Das ist ein Code, aus dem alle wichtigen Daten hervorgehen.
Ein Beispiel: AT-S-01-BIO-1614-5-L
Es ist nicht schwer, den Code zu entziffern. AT = Österreich, S = Salzburg, 01 = Nummer der Kontrollstelle, BIO = garantiertes Bio-Produkt, 1614 = Nummer des Betriebs, 5 = Nummer des Bundeslandes, L = Landwirt (oder V = Verarbeiter, H = Handel).

Mehr rund um das Thema Ei finden Sie auf www.einfachbio.com


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