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Neue Therapien bei Kniearthrose - Teil 2

Ab dem 30. Lebensjahr können die Gelenke unter Abnutzung leiden Autor: Thomas Schwingenschlögl am 09. Dez 2007
Da es sich bei der Kniearthrose in erster Linie um einen Knorpelschaden handelt, werden routinemäßig Knorpelschutzpräparate verwendet. Die Injektion von Hyaluronsäure, einer künstlichen Knorpelschmiere, direkt ins Gelenk bringt dabei den größten Erfolg. Unterstützt wird diese Therapie mit oralen Knorpelaufbaumitteln.

Bewegungsübungen erhöhen Beweglichkeit und bauen Muskel auf

Da es sich bei der Kniearthrose in erster Linie um einen Knorpelschaden handelt, werden routinemäßig Knorpelschutzpräparate verwendet. Die Injektion von Hyaluronsäure, einer künstlichen Knorpelschmiere, direkt ins Gelenk bringt dabei den größten Erfolg. Diese Knorpelinjektionen werden mit einer dünnen Nadel vorsichtig durchgeführt und sind deshalb kaum schmerzhaft. Unterstützt wird diese Therapie mit oralen Knorpelaufbaumitteln, also Präparate zum Schlucken. Chondroitin- und Glucosaminsulfat sowie Diacerein werden kurmäßig über jeweils drei Monate eingenommen und bauen den Knorpel von innen auf. Ist ein Knie stark entzündet oder sogar geschwollen, bringen Injektionen mit langwirksamen Kortisonpräparaten oft eine erstaunlich rasche Besserung.

Bei fortgeschrittener Arthrose

Ist die Arthrose schon fortgeschritten, kommt man ohne schmerzstillende Medikamente nicht aus. Antirheumatika und Analgetika wirken Entzündung und Schmerz entgegen und verbessern die Beweglichkeit. Bei akuten Schüben und starken Beschwerden hat sich die Gabe von antirheumatischen Infusionen in Kombination mit hochdosiertem Vitamin B- und C-Komplex sehr bewährt. Sonst reicht die orale Einnahme aus.

Physikalische Therapiemaßnahmen, Heilgymnastik, Muskeltraining gehören zur Arthrosetherapie

Physikalische Therapiemaßnahmen in Verbindung mit Heilgymnastik und Muskeltraining sind ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Arthrosetherapie. Aktive Bewegungsübungen erhöhen die Beweglichkeit und bauen Muskeln auf. Eine kräftige Muskulatur wiederum entlastet das geschädigte Gelenk und dient als Stoßdämpfer. Ultraschall und Elektrotherapie wirken entzündungshemmend. Bei Arthrosen mit einer deutlichen Entzündung werden aufs Knie Eisbeutel oder kalter Topfen aufgelegt. Bei chronischen Beschwerden arbeitet man dagegen mit milder Wärme (Moor- oder Fangopackungen). Eine Unterwassergymnastik im warmen Heilwasser ist vor allem bei schweren Arthosen hilfreich.

Alternativmedizinische Heilmethoden wie Magnetfeldtherapie, Akupunktur, Homöopathie und Neuraltherapie lassen sich ideal mit der Schulmedizin kombinieren

Der Gebrauch von klassischen Schmerzmitteln läßt sich damit deutlich senken, die Lebensqualität verbessern. Pflanzliche Präparate wie Krallendorn, Vitamin E, hochkonzentriertes Hagebuttenpulver aber auch Fischölkapseln wirken zusätzlich entzündungshemmend. 
Mit einer gesunden Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Fisch können Sie die Therapie gegen die Arthrose unterstützen, da auch diese Lebensmittel entzündungshemmend sind. Übergewicht hingegen wirkt sich besonders schlecht auf unsere Knie aus und sollte schleunigst abgebaut werden.

Wird durch den gezielten Einsatz aller konservativen Therapien kein ausreichender Erfolg erzielt, stehen eine Reihe von unterschiedlichen operativen Möglichkeiten wie Knorpelzelltransplantationen oder ein künstlicher Gelenksersatz zur Verfügung.

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