Autor: Ludwig Vysocan am 25. Feb 2009 BMW bringt sein erstes Elektroauto in Stellung. Mit dem Mini E wird jetzt ein Meilenstein auf dem Weg zur emissionsfreien Mobilität gesetzt. Doch Speicherung und Stromversorgung lassen noch viele Fragen offen.
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Als weltweit erster Hersteller von Premium-Automobilen bringt die BMW Group eine Flotte von rund 500 rein elektrisch betriebenen Minis zum Einsatz.
Der Mini E wird im Rahmen eines Pilotprojektes einigen ausgewählten Privat- und Firmenkunden in den US-Bundesstaten Kalifornien, New York und New Jersey zur Verfügung gestellt. Durch die Nutzung von rund 500 Fahrzeugen im realen Alltagsverkehr ergibt sich die Möglichkeit, praxisnahe Erfahrungen in repräsentativer Bandbreite zu sammeln. „Wir müssen rund um den E-Antrieb ein völlig neues Auto konstruieren und rechnen frühestens 2015 mit einem Serieneinsatz“, so ein Sprecher von BMW München.
Der Mini E wird von einem150kW/204 PS starken Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus leistungsstarken Lithium-Ionen Akkus bezieht und seine Kraft nahezu lautlos und emissionsfrei über ein einstufiges Stirnradgetriebe an die Vorderräder überträgt. Der Elektroantrieb des Mini E aktiviert ein maximales Drehmoment von 220 Newtonmetern, eine Beschleunigung in 8,5 Sekunden auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 152 km/h.
Eine speziell an der Gewichtsverteilung des Fahrzeuges orientierte Fahrwerksabstimmung verhilft ihm zudem zu Mini typischer Agilität und einem überragenden Handling. Das auf dem aktuellen Mini basierende Fahrzeug geht vorerst als Zweisitzer an den Start. Die 260 Kilo schweren Akkus liegen hinter Fahrer und Beifahrer und zum großen Teil auch noch im Kofferraum. Diese im emissionsfreien Mini eingesetzte Batterieeinheit basiert auf einem technologischen Prinzip, das sich bei der Stromversorgung für Mobiltelefone und tragbare Computer bewährt hat. Der Lithium- Ionen- Speicher verfügt über eine Gesamtkapazität von 35 Kilowattstunden(kWh) und überträgt seine Energie im Form von Gleichstrom mit einer Nominalspannung von 380 Volt an den Elektromotor.
Die speziell für die Anwendung im Automobil entwickelte Batterietechnik ermöglicht eine Reichweite von 250 Kilometern. Der Lithium- Ionen-Akku des Mini E kann an jede konventionelle Netzstrom-Steckdose angeschlossen werden. Ein Ladekabel ist serienmäßig an Bord. Die Aufladezeit ist eng an die im Versorgungsnetz herrschende Spannung und Stromstärke gebunden. Eigene Starkstrom-Tankstellen in den USA (auch für den Garagen-Einbau zu Hause) verkürzen den Ladevorgang. Was aber, wenn man keine Garage hat, oder man sich in einer Gegend ohne öffentliche Autosteckdosen befindet? Das Auto zu Hause kurz ans Netz anhängen wie das Handy - das wird es sobald nicht spielen. Auch über den Preis des Mini E hüllt sich BMW noch im Schweigen.
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