Autor: Sana Brauner am 08. Jan 2012 Skitourengehen boomt - in den letzten 15 Jahren
ist im Besonderen die Zahl der Pistengeher ständig gestiegen. Liftbetreiber stoßen sich vermehrt daran, dass immer mehr Skitourengeher den Pistenrand als Aufstiegsspur und die Piste zur Abfahrt nutzen - und dafür nicht nur nichts bezahlen, sondern auch noch Parkplätze und Infrastruktur (etwa Toiletten) benützen |
Die Naturfreunde Österreich plädieren für ein respektvolles Miteinander auf der Piste. Statt zu verbieten und zu vergraulen, seien daher "Ideen, Flexibilität und Kreativität" gefragt.
Lösungsansätze der Naturfreunde Österreich
- Beidseitige Vereinbarung für die Benützung von präparierten Pisten während und nach dem Pistenbetrieb
- Unbedingte Einhaltung der "10 Pistengeher-Regeln" - um Unfälle und Konflikte zu vermeiden sind alle Pisten-Skitourengeher angehalten neben den FIS-Verhaltensregeln zusätzlich die von Kuratorium für Alpine Sicherheit in Zusammenarbeit mit allen alpinen Vereinen und den Seilbahnen erarbeiteten Empfehlungen zu beachten
- Eigene Aufstiegsbereiche (markierte Aufstiegsspur am Pistenrand oder eigene Aufstiegsrouten)
- Fixe "Tourenabende" - d.h. Pistengehen ist bis 22.00 Uhr erlaubt
- Bei Benützung örtlicher Infrastruktur erscheint eine Benützungsgebühr in vertretbarer Relation angebracht
Auch immer mehr Jugendliche finden Freude an der Bewegung im winterlichen Gebirge. "In Zeiten großer Bewegungsarmut muss ein Boom, der bereits zum Lifestyle geworden ist und zusätzlich einen wesentlichen Beitrag zu körperlicher Gesundheit und Fitness liefert unterstützt werden", so Mag. Gebetsberger, Wintersportexperte der Naturfreunde Österreich.
Friktionsfreies Miteinander ist möglich
Die gelebte Praxis in den meisten Schigebieten beweist dagegen, dass mit Sensibilität für die Interessen des Anderen, Rücksichtnahme und Eigenverantwortung ein gutes Miteinander von Liftunternehmen, Skifahrern und Tourengehen problemlos möglich ist. Ein Schlüssel dafür ist, dass sich die allermeisten Tourengeher an die "10 Empfehlungen für Pistengeher" halten. An deren Ausarbeitung war der Oesterreichischen Alpenverein (OeAV) beteiligt, veröffentlicht wurden sie vom Kuratorium für Alpine Sicherheit. So ist etwa auch das Entrichten angemessener Parkgebühren von den Pistengehern längst akzeptiert.
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