Autor: Sana Brauner am 22. Jan 2009 Mangel an Scham, weil unwissend!
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Mangel an Scham, weil unwissend! Fast schon eine Tragikomödie sind so manche Meldungen, die von wissenschaftlicher Seite präsentiert werden. In diesem Fall: die Wirksamkeit von therapeutischer Fertignahrung zur Vorbeugung von Mangelernährung bei Kindern. Natürlich handelt es sich hier meist um Kinder in Afrika. Dabei wird auf die globale Nahrungsmittelkrise hingewiesen. Was in Wirklichkeit für all jene mit Hintergrundwissen Nonsens ist. Eine von mehreren den Tatsachen entsprechende Aussage ist jene des Schweizer Soziologen und UN-Sonderberichterstatters für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler: "Ein Kind, das heute verhungert, wird ermordet." Sein Buch „ Das Imperium der Schande“ dokumentiert das Thema und argumentiert seine Aussage dazu genau. Worin liegt aber der wirkliche Mangel, wenn heute alle paar Sekunden ein Kind unter zehn Jahren verhungert? Ist es Desinteresse oder Unwissenheit all jener, die auf volle Teller blicken? Oder haben wir schon so viel Mangel an Scham, über den eigenen Tellerrand zu schauen? Denn die wahre Ursache am Hunger liegt in der brutalen Vorgangsweise multinationaler Konzerne. Und an ihrer skrupellosen Gier, die Welt zu beherrschen. Die Methoden sind meist die gleichen. Zuerst werden Länder verschuldet und dann eignet man sich ihre Rohstoffe an. Oft wird mit Kriegen nachgeholfen. Danach kommen Ausbeutung und Profitmaximierung. Nochmals: Es sind Mythen und Lügen, wenn man von Mangel an Nahrung spricht. Selbst wenn offensichtlich in vielen Ländern Hungersnot herrscht! Doch warum gibt es Länder, die Nahrungsmittel vernichten, während woanders Menschen an Hunger sterben? Irgendwas läuft hier falsch - leider bewusst und gemacht, wie immer mehr und mehr Bücher es sehr anschaulich beschreiben. Bildhaft bekommen wir dies im Buch „Hungry Planet“ präsentiert, wo die Kosten für Lebensmittel pro Woche und Familie in 24 Ländern dargestellt werden. So verbraucht eine vierköpfige deutsche Familie 500 Dollar pro Woche – die grasse Realität dazu ist Tschad mit 1,62 Dollar für eine sechsköpfige Familie pro Woche. Das angehängte PPS-File lässt Bilder und Zahlen sprechen. Eine Veränderung ist möglich, wenn das Leiden anderer doch noch Mitgefühl in uns hervorruft. Wir brauchen nicht nach Sternen zu greifen, es genügt, wenn wir die vorhandenen Informationen zur Aufklärung ergreifen. Die Möglichkeiten, entsprechend zu handeln, sind vielfältig, und für jeden einzelnen in seinem persönlichen Rahmen umsetzbar.
| IN UNSEREM SHOP Das Imperium der Schande: Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung Autor: Jean Ziegler und Dieter Hornig |
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