Autor: Sana Brauner am 16. Apr 2010 Die menschliche Stimme hat eine unglaubliche emotionale Kraft. Diesen Facettenreichtum an Gefühlen kann nur sie vermitteln. Das Motto des diesjährigen Internationalen Tags der Stimme lautet deshalb Â"Love your voice!Â" - Liebe Deine Stimme!
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Spezialisten weltweit erinnern mit Aktionen und kostenlosen Informationen daran, wie wichtig es ist, der eigenen Stimme Aufmerksamkeit zu schenken, sie zu pflegen und sich überhaupt darüber bewusst zu sein, was sie braucht.
Das tut ja in den Ohren weh!
Es gibt keine „schlechten“ Stimmen, sondern nur einen schlechten Stimmgebrauch. Und gerade, wenn man etwas zu sagen hat, von dem man sich wünscht, dass es bei möglichst vielen ankommt, lohnt es sich, auch ein wenig für die Stimme zu tun. Denn als Schlüsselreiz in der Kommunikation öffnet oder schließt sie das Ohr der Zuhörer in wenigen Sekunden.
10 einfache, aber wichtige Tipps, mit denen Sie Ihrer Stimme beweisen, was sie Ihnen wert ist:
1. Wasser, Wasser, Wasser: Feuchtigkeit ist gut für die Stimme. Während des Tages viel Wasser zu trinken, ist die beste Möglichkeit, um sie gut zu versorgen.
2. Küssen ja, Schreien nein: Schreien ist immer schlecht für die Stimme. Denn im Gegensatz zum lauten Rufen erfordert Schreien einen Kraftaufwand der feinen Stellmuskeln im Kehlkopf, die dafür gar nicht geschaffen sind. Schnell ist die Stimme dann hinüber.
3. Mein Freund, das Mikro: Verwenden Sie ein Mikrophon, wenn Sie in der Öffentlichkeit sprechen, vor allem in einem großen Raum oder draußen. Durch die Verstärkung können Sie in Gesprächslautstärke sprechen und Ihre Stimme klingt angenehm warm und voll.
4. Ein wenig Nonsense beim Warm up: Das Warm up für die Stimme brauche nicht nur Sänger. Einfache und schnell durchgeführte Dinge wie Lippenflattern, Zungenkreisen oder ein Auf und Ab zwischen Ihrem persönlich höchsten und niedrigsten Ton macht Ihre Stimme fit fürs Sprechen.
5. Keine Prügel für die Stimmlippen: Wenn Sie sich räuspern, ist das für die Stimmlippen so, als würden Sie sie hart gegeneinander klatschen lassen. Das tut dem sensiblen Material nicht gut. Trinken Sie stattdessen einen Schluck Wasser und schlucken Sie kräftig, um den Drang des Räuspern loszuwerden.
6. Cool aussehen ohne zu rauchen: Das möglicherweise Schlimmste, das Sie Ihrer Stimme antun können, ist zu rauchen. Es schädigt dauerhaft die Stimmippen und ist die Hauptursache für Kehlkopfkrebs.
7. Den Gefühlen auf der Spur: In lauter Umgebung passen wir unbewusst unsere eigene Lautstärke beim Sprechen an. Achten Sie darauf, wie es sich in Ihrem Hals anfühlt. Vielleicht spüren Sie, welche Anstrengung Sie Ihrer Stimme abverlangen. Wechseln Sie lieber zu einem ruhigeren Ort oder reduzieren Sie das Sprechen.
8. Pfeifen Sie nicht auf dem letzten Loch: Kraft und Volumen erhält die Stimme durch den Atem. Schöpfen Sie den Atem nicht bis zum letzten Rest aus, wenn Sie sprechen. Gönnen Sie es sich, zwischendurch immer wieder Luft zu holen. So bleibt der Sprechfluss gleichmäßiger und Ihre Stimme klingt frei statt gepresst.
9. Sich selbst gut zuhören: Sollten Sie heiser werden, erlauben Sie Ihrer Stimme, Pause zu machen. Entgegen der Signale in gleichem Umfang und Lautstärke weiterzusprechen kann zu längeren und ernsteren Stimmproblemen führen.
10. Der Profi hilft: Wenn Ihre Stimme dauerhaft beeinträchtigt ist, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt heranziehen. Gehen Sie zu einem HNO-Arzt oder einem Phoniater, damit sie Ihnen helfen können.
www.stimme. at – seit sechs Jahren für die Stimme im Netz aktiv
stimme.at, das europäische Netzwerk der Stimmexperten, setzt sich dafür ein, das Bewusstsein für die Bedeutung der Stimme in der Kommunikation zu steigern. Das Netzwerk ermöglicht Menschen den Zugang zum Thema und stellt auf der Internetplattform die umfangreichste Sammlung von Experten-Stimmtipps im deutschsprachigen Raum.
Veranstaltungen im Netzwerk zum Internationalen Tag der Stimme, u.a.:
• Aachen (Thomas Niemann): Mitmach-Spaß bei sprechfreude.de. Vorträge, Workshops und ein Mini-Chorprojekt
• Bad Cannstatt (Ariane Willikonsky): Mit der Stimme zum Erfolg am Foninstitut. Vorträge, offenes Stimmtraining und Schnuppern im Kinderchor
• Bern (Evemarie Haupt, Dr. Josef Schlömicher-Thier): Kunst, Medizin, Psychologie und Logopädie vereinen sich auf dem Berner Symposium
• Köln (Anno Lauten): Offene Tür in der Stimm-Werkstatt. Stimmphysiologie, pro und contra Gesangs-Castingshows, kostenlose Stimmchecks
• Linz (Matthias Schlossgangl): Stress – Frei sprechen. Angst vor dem Auftritt in Lust am Reden verwandeln
• Linz (Katrin Haugeneder, Gerhard Doss): Künstlerische Matinee zukünftiger AAP-, Atem- und Stimm- und Sprechtrainer
• Linz (Werner Jocher): Biofeedback mit der Stimmsoftware VidiVoice
• Pöllau/Steiermark (Thomas Klock): Love Your Voice – Mit Stimme Gehör verschaffen. Kostenloser Vortrag und Impulsworkshop im Hotel Retter, 9x Bestes Seminarhotel Österreichs
• Salzburg (Edith Schmid-Tatzreiter, Gary Stütz): Stimmberatung und Kurzcoaching
• Wien (Sanne Stria): Schnupperworkshop „Ausdrucksstarkes Sprechen“
Genaue Infos zu den Veranstaltungen gibt es hier: www.stimme.at
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