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Leder bedeutet echtes Leiden

Autor: Harald Ullmann am 21. Jul 2008

Es sind nicht „nur“ Kuhhäute, die als Schuhe und Handtaschen enden – zu den Millionen von Tieren, die Jahr für Jahr für die weltweite Lederindustrie umgebracht werden, gehören auch Schweine aus der Intensivhaltung, exotische Tiere wie Kängurus und Alligatoren und Hunde und Katzen, die genau wie unsere geliebten „Haustiere“ sind. Sie können also nie sicher sein, in wessen Haut sie stecken.

Der Transport zum Schlachthof ist für die Tiere eine einzige Tortur.

Oft werden die Tiere bei vollem Bewusstsein unter unvorstellbaren Schmerzen zerstückelt

Viele der Millionen Rinder und andere Tiere, die ihrer Häute wegen getötet werden, müssen das Grauen der Intensivhaltung erleiden.
Der Transport zum Schlachthof ist für die Tiere eine einzige Tortur. Sie sind verwirrt, haben Angst und müssen Verletzungen, Kälte, Hitze, Überladung, Hunger und Durst erleiden. Auf dieser Fahrt des Grauens kollabieren viele Tiere und sind bei Ankunft am Schlachthof nicht mehr in der Lage, aus eigener Kraft vom Transporter zu gehen. Sie werden dann mit Ketten heruntergezerrt und ihnen brechen beim Aufschlag auf dem Boden die Knochen.

Durch die Fließbandarbeit (oft bis zu 400 Rinder pro Stunde!) im Schlachthof kommt es häufig vor, dass die Tiere bei vollem Bewusstsein unter unvorstellbaren Schmerzen und herzzerreißend schreiend zerstückelt werden. Der Kauf von Leder trägt direkt zu dieser Intensivhaltung und der Unterhaltung von Schlachthöfen bei, da Haut das wirtschaftlich wertvollste Nebenprodukt der Fleisch verarbeitenden Industrie ist.
Ein Großteil der in Europa erhältlichen Lederwaren stammt von Tieren aus Ländern wie Indien und China, wo Tierschutzgesetze entweder gar nicht bestehen oder nicht durchgesetzt werden.

PETA-Ermittlungen in Indien ergaben, dass Kühen der Schwanz gebrochen wird und man ihnen Chilischoten und Tabak in die Augen reibt, um sie zum Weitergehen zu bewegen, nachdem sie vor Anstrengung auf dem Weg ins Schlachthaus zusammengebrochen waren. Im Schlachthof angekommen, schneidet man vielen Tieren die Kehle durch und zerlegt sie, während sie nach einem fehlgeschlagenen Versuch sie zu betäuben noch immer bei vollem Bewusstsein sind.

Leder ist auch ganz und gar nicht umweltfreundlich. Es ist Teil der durch die Fleischindustrie verursachte Verschmutzung; hinzu kommen die in Gerbereien verwendeten Giftstoffe. Einer Studie des National Environmental Management Action Plan (NEMAP, Bangladesch) hat herausgefunden, dass die Lederindustrie schädlicher für die Umwelt ist, als die Textil-, Medikamenten-, Düngemittel- und Papierindustrien.

Mit jedem Paar Lederschuhe, das Sie kaufen, verurteilen Sie ein Tier zu lebenslangem Leid. Sie können stattdessen aus einer Vielzahl an Schuhen, die nicht aus Leder sind, wählen. Genauso verhält es sich mit Kleidung, Gürteln, Taschen und Geldbörsen. Mode sollte Spaß machen und niemanden umbringen.

Tiere schützen kann so einfach sein – Machen Sie Ihren Kleiderschrank zur lederfreien Zone!

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