Autor: Dipl.-Päd. Michael Karjalainen-Dräger am 14. Okt 2011 Wie sollen wir nur den vielen Elternaufgaben gerecht werden? Hin und her gerissen zwischen beruflichen Anforderungen, Partnerschaft und Beziehung sowie den Bedürfnissen unserer Kinder drohen wir immer wieder am Zeitmangel zu scheitern. Gescheitert allerdings sind wir erst, wenn wir unsere Eltern-Verantwortung den Kindern umhängen. © Bild: Michael Knabe, pixelio.de |
Kinder brauche Liebe und … Eltern, die wirklich da sind!
Mit ganzem Herzen da sein!
Zeit wird meist als der wichtigste Faktor zu einer gelungenen Beziehung mit den Kindern erlebt. Dennoch kommt es hier nicht auf die Quantität, wie oft vermutet wird, an sondern auf die Qualität. Eine halbe Stunde pro Tag, in der Eltern wirklich für ihr Kind da sind – ohne andere Beschäftigung, ohne Gedankenlosigkeit – ist mehr wert als viele Stunden an der Seite des Kindes, in denen andere Beschäftigungen wichtiger sind. Was konkret wir unseren Kindern anbieten, hängt vom Alter und den jeweiligen Bedürfnissen ab, hier gibt es keine Patentrezepte außer jenem vorher skizzierten Grundsatz. Eines ist noch wichtig: es soll allen Beteiligten Freude machen, denn dann ist das Herz dabei – und die Liebe zur Sache und zum Kind.
Verantwortung für Entscheidungen übernehmen
Was in „Zeiten wie diesen“ auffällt, ist die Tatsache, dass Kinder immer früher um „ihre Meinung“ gefragt werden. So kann man Eltern beobachten, die ihr zweijähriges Kind vor dem Regal im Supermarkt fragen, welchen Apfel es denn lieber wolle; oder in der Straßenbahn, wo es denn lieber sitze! Gut gemeinte Aktionen, die aber dazu führen, dass Kinder überfordert sind – und wir als Eltern uns der Verantwortung entziehen, für das Kind Entscheidungen zu treffen. Gleiches gilt für viele andere Entscheidungen, wie die Wahl des Kindergartens oder der passenden Grundschule. Was aber nicht heißen will, dass wir das, was uns Kinder in diesen Entscheidungssituationen sagen, nicht berücksichtigen sollen. Es gilt die richtige Balance zu finden – und wer seine Kinder kennt, wird intuitiv die richtige Entscheidung, die für alle Beteiligten die beste ist, treffen. Auch hier ist zu beachten, dass sich auch Eltern mit der Wahl einverstanden sein sollen.
Die eigene Intuition schulen
Es ist nicht leicht, seiner Elternrolle gerecht zu werden, die notwendige Verantwortung zu übernehmen und die rechte Liebe einzubringen sowie der eigenen Intuition zu folgen.
Erfahrungsaustausch und ExpertInnen-Rat können hier eine wesentliche Ergänzung sein, die das richtige Handeln unterstützt und bestätigt. In der monatlichen Elterncoaching-Gruppe, die beginnend mit 20.10.2011 an jedem 3. Donnerstag im Monat in „die Praxis“ in 1070 Wien, Lerchenfelderstraße 113 stattfindet, haben alle Eltern die beste Gelegenheit dazu, ihre Erziehungskompetenz zu stärken und die elterliche Intuition zu schulen.
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