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Keine Rosen ohne Dornen - Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen

FLP - Blumenarbeiterin Autor: Christina Schröder am 05. Feb 2010
Der Valentinstag steht vor der Tür und somit der wichtigste Blumentag neben dem Muttertag. Millionenfach werden bunte Sträuße verschenkt, um den Liebsten Zuneigung und Freude zu bereiten.
Nicht rosig sind allerdings die Arbeitsbedingungen auf den Blumenfarmen in Kolumbien, Ecuador und Kenia, die zu den größten außereuropäischen Produktionsländern zählen.

Quartier der Blumenarbeiterinnen

Rose

Fairtrade Logo

FLP Logo

Kaufentscheidung zum Valentinstag

Im Februar 2006 war das Südwind – Aktionsteam für einen Lokalaugenschein in Ecuador unterwegs und lernte menschenunwürdige Arbeitsbedingungen kennen.

Rund 100 000 Menschen sind in dem südamerikanischen Land in der Schnittblumenproduktion beschäftigt, davon 80% Frauen mit Kindern. Kinderarbeit wird toleriert. Oft brauchen die Frauen auch die Mithilfe der Kinder, um die geforderte Tagesleistung zu schaffen.

Aber nicht nur das: "Durch den massiven Pestizideinsatz haben die meisten ArbeiterInnen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Atemprobleme und motorische Störungen der Hände sind die häufigsten Konsequenzen mit denen die BlumenarbeiterInnen fertig werden müssen", berichtet die 25-jährige ecuadorianische Blumenarbeiterin Rosa Paulina Vilca Chiguano über die Arbeitsbedingungen in nicht zertifizierten Betrieben.

Auch in Kenia ist die Situation der meisten BlumenarbeiterInnen prekär. Anfang April 2007 war das Südwind-Aktionsteam in Kenia, um über die Missstände in der Schnittblumenindustrie zu berichten: 13-Stunden-Arbeitstage, gesundheitsschädliche Einsätze von Chemikalien, unbezahlte Überstunden, extrem niedrige Löhne und prekäre Wohnverhältnisse sind die Norm für die BlumenarbeiterInnen.

Achten Sie beim Kauf

Auf FLP (Flower Label Program) zertifizierten Plantagen geht es allerdings besser zu. Um das FLP – Gütesiegel zu bekommen muss eine menschenwürdige und umweltschonende Schnittblumen-Produktion garantiert werden. Durch Fairtrade werden vor allem Kleinbauern durch ein Mindesteinkommen und Prämien unterstützt, die es ihnen erlauben eine menschenwürdige Existenz zu führen.
Unterstützen Sie diese Initiativen beim Blumeneinkauf und greifen Sie am Valentinstag zu zertifizierten Blumen!


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