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Kappadokien, eine Reise in die Vergangenheit.Teil 2

Autor: Franz Bauer am 04. Jun 2011
Unterirdische Kirchen, Kunstvolle Fresken und Bilder, Wohnanlagen in bizarren Felskegeln, Seidenteppiche, kunstvolle Gegenstände aus Tonklumpen und als heißer Abschluss, eine Bauchtänzerin.

     Durch intensive Tätigkeit der Vulkane Erciyes, Hasan Dagi und der Melendiz-Bergketten ist eine bizarre Landschaft entstanden. Die großen Mengen von Lava und Tuff-Asche veränderten sich im Laufe der Zeit durch Witterungseinflüsse und Erosion zu Steinformationen, die  einer Fantasiewelt entsprungen sein könnten. Menschen höhlten diese gewaltigen Steinsäulen zu bewohnbaren Räumen aus und waren dadurch vor Angriffen von Menschen und Tieren geschützt.

     Die in Tuffstein gegrabenen Kirchen und Wohnanlagen wurden 1985 zum Weltkulturerbe erklärt. Leider haben religiöse Fanatiker viele der schönen Fresken und Bilder, Zeugen jahrtausende alter Kunst, zerstört. Die Spur der Besiedelung reicht bis in das Jahr 8000 vor Christus zurück.

     40 unterirdische  Städte sind bekannt. Sie konnten mit ihren 20.000 Bewohnern einer halbjährigen Belagerung durch römische Legionen, standhalten.

     Die in dem Gebiet aus Fäden von Kokons der Seidenraupe (mit einer Million und mehr Knoten pro 1 m², sowie bis zu eineinhalb Jahren Arbeitszeit) hergestellten Teppiche, konnte sich nur reiche Herrscher leisten, die sich mit dem Geschenk an eine Moschee einen Platz im Himmel sichern wollten. Natürlich stieg mit solchen Gaben zusätzlich das Ansehen in der Bevölkerung.

    Eine über denKizilimakfluss führendeschaukelnde Hängebrücke verleiht beim Queren das Gefühl, betrunken zu sein.

    Durch die vulkanischen Tätigkeiten dehnten sich die Seen in diesem Gebiete immer weiter aus. Die daraus entstandenen Segmentablagerungen von hochwertigem Ton bildete die Voraussetzung für das entstehen der Töpfereibetriebe um Konya.

    Es ist erstaunlich, was mit künstlerischem Geschick aus einem Klumpen von diesem unscheinbaren Material  des Planeten Erde, erzeugt werden kann.

    Natürlich kommt bei kreativ arbeiteten Menschen die Kultur nicht zu kurz. Volkstanzgruppen zeigen verschiedene alte Tänze, unter anderem eine Brautwerbung und einen Erntetanz.

    Eine Bauchtänzerin zeigt als Abschluss, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. Ein Zuschauer zeigt ihr anschließend, dass auch Männer die Muskeln tanzen lassen können.

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