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Kamm ist nicht gleich Kamm -

Kämme von der Firma Autor: Sana Brauner am 19. Apr 2008

Zu Besuch bei der Firma "Kost Kamm"

Die Familie Kost pflegt ein aussterbendes Handwerk: Martin Kost, ist einer der letzten drei Kammmacher Bayerns. Im Juli 1996 übernahm Martin Kost den Betrieb von seiner Mutter, den er mit Unterstützung der ganzen Familie in Windelsbach (Deutschland) mit viel Enthusiasmus weiterführt.

Die Produktion: "Vom Stamm zum Kamm"

Wie die Überschrift schon richtig vermuten lässt, fertigt die Firma Kost Ihre Produkte aus dem ganzen Baumstamm bis hin zum Kamm. Bei der Herstellung der handgefertigten Unikate benutzt Herr Kost eine Schleifmaschine, mit der er die Zähne seiner Holzkämme feilt. Sorgfältig entfernt er Fasern zwischen den Zinken, welches einer der wichtigsten Schritte darstellt. Denn darin unterscheiden sich seine Kämme von Billigprodukten mit der Aufschrift "handmade".
Anschließend werden die kaum sichtbaren Rückstände mit Schleifpapier und Stoff abgerieben, denn abstehende Holzfasern würden Haare zerteilen und schädigen. Dieser Schritt fordert sehr viel Geduld und Sorgfältigkeit: ist der Kamm zu stumpf, gleitet er nur über das Haar, ohne zu kämmen. Ist er aber zu spitz, kratzt er auf der Kopfhaut.

Nun wird der Kamm noch mit Wachs poliert. Doch liegt er schon jetzt leicht in der Hand und fühlt sich weich an. Dabei besteht er aus dem ganz besonders harten Holz von Laubbäumen.

Hornkämme von "Kost Kamm":

Die Hornkämme von Kost Kamm sind aus indischem Wasserbüffelhorn. Seit alters her wird der Hornkamm als der gute Kamm geschätzt. Vermutlich wegen seiner guten Kämmbarkeit, der glatten Oberfläche und der Stabilität.

Warum 100 Bürstenstriche täglich? - Ein Pflegetipp vom Kammmacher

Früher gab es noch die Regel der täglichen 100 Bürstenstriche am Tag. Warum eigentlich? Der natürliche Säureschutzmantel, welchen die Haarzellen produzieren, wird durch zu häufiges Haarewaschen immer wieder abgebaut. Hier bewirkt eine Bürste mit Naturborsten (am besten Wildschweinborsten) mehrerlei:
•    Durch eine ähnliche Struktur wie das menschliche Haar, sind die Wildschweinborsten in der Lage, überschüssiges Fett aufzunehmen und beim Bürsten gleichmäßig auf das Haar bis hin zur Spitze zu verteilen (wirkt insbesondere gegen Haarspliss).
•    Staub, Schmutz und Schweiß werden ausgebürstet und können mit Hilfe eines Bürstenreinigers (und ab und zu mit etwas Shampoo) aus der Bürste entfernt werden.
•    Eine ideale Bürste greift durch versetzt gestanzte Borsten durch das Haar bis zur Kopfhaut und bewirkt beim Bürsten eine Massage der Haarzellen. Die Haarmuskeln werden gestärkt und besser durchblutet.
Wichtig ist hierbei, die Haare auch gegen den Strich zu bürsten. Dabei beugen Sie den Oberkörper nach vorne und bürsten das Haar langsam vom Nacken in einem Strich bis zur Spitze. Folgen Sie mit der freien Hand der Bürste und streichen Sie das Haar glatt.


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