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Ja! Natürlich sagt Plastik den Kampf an

Autor: Sana Brauner am 21. Jul 2011
Ja! Natürlich bekennt sich zu dem Rohstoff Holz und wird bei Obst und Gemüse Kunststoffverpackung bis 2015 um 25 Prozent reduzieren, um die Umwelt und wertvolle Ressourcen zu schonen.
Martina Hörmer, Geschäftsführerin Ja! Natürlich, erklärt: „Wir sind stolz darauf, dass wir nach einer langen Planungs- und Prüfungsphase mit verschiedensten ...

© Bild: Fotocredit: REWE International AG / APA-Fotoservice / Schedl

... umweltschonenden Materialen und Produzenten eine große Weiterentwicklung im Bereich Green Packaging bekannt geben können: Wir werden schrittweise unsere Produktverpackungen als erste Bio-Marke Österreichs ab sofort auf umweltfreundliche, nachwachsende Materialien umstellen und so mit positivem Beispiel am Markt vorangehen.“

Raus aus Plastik – rein in Green Packaging: Es wird so wenig Verpackung wie möglich, so viel wie nötig verwendet.

Ziel der Umstellung war und ist es, Kunststoff und somit den Rohstoff Erdöl so weit wie möglich zu reduzieren und auf Verpackungen zu setzen, die den nachhaltigen Grundsätzen von Ja! Natürlich entsprechen. Dafür hat sich Ja! Natürlich die folgenden Verpackungsrichtlinien auferlegt: Es wird so wenig Verpackung wie möglich, so viel wie nötig verwendet. ‚Bio in Hülle und Fülle‘ bedeutet ausschließlich Materialen aus nachwachsenden, zu 100 Prozent gentechnikfreien Rohstoffen zu gewinnen, die biologisch abbaubar sind und ohne den Ausgangsstoff Erdöl produziert werden können. Menschenrechtliche Verletzungen bei der Rohstoffgewinnung sind nicht zulässig. Der Einsatz von Lebensmitteln als Verpackung wird von Ja! Natürlich aus ethischen Gründen strikt abgelehnt.

Ergebnis 2-jähriger intensiver Arbeit

Auf Verpackungen gänzlich zu verzichten, wie beispielsweise bei Obst und Gemüse, ist aus praktischen und rechtlichen Gründen leider nicht möglich, da Bio-Lebensmittel im Einzelhandel stets klar von jenen aus konventionellem Anbau getrennt werden müssen. Die Verwendung von Lebensmitteln als Verpackungsmaterialien aus Mais- oder Kartoffelstärke entspricht nicht den Grundsätzen von Ja! Natürlich. „Wir mussten das Feld neu bearbeiten, haben viel Zeit, Geld und Personal in das Projekt Green Packaging investiert, waren unserem Ziel manches Mal zum Greifen nahe und wurden durch Rückschläge wieder zurück zum Ausgangspunkt gezwungen. Deshalb freue ich mich besonders, dass wir jetzt die erste umfassend-nachhaltige Verpackungsstrategie am österreichischen Markt umsetzen können“, so Martina Hörmer.

Pionierleistung:

Einsatz von Zellulosefolie bei Paprika, Paradeiser & Co
Ja! Natürlich stellt mit der ab sofort beginnenden, österreichischen Gemüsesaison die Verpackung von allen Paprika- und Paradeiser-Sorten von Kunststoff auf Zellulosefolie um. Dadurch werden bis Jahresende über fünf Tonnen Kunststoffverpackung eingespart. Die verwendete Zellulosefolie wird aus Holz aus garantiert FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierter Produktion erzeugt. Das heißt, das Holz stammt aus umweltfreundlich, sozialförderlich und ökonomisch tragfähig bewirtschafteten Wäldern. Entsorgt wird sie mit dem Bio-Müll oder über den Hauskompost, wo sie sich unter optimalen Bedingungen innerhalb weniger Wochen rückstandsfrei zersetzt. Beim Verrotten der Folie wird nur jene Kohlendioxid-Menge freigesetzt, die die Bäume während der Wachstumsphase aufgenommen haben. Als nächster Schritt ist die Umstellung weiterer Obst- und Gemüsesorten auf Zellulosefolie geplant, wobei in der Testphase 3 zuvor jedes einzelne Produkt in Verbindung mit der neuen Verpackung einer intensiven Prüfung unterzogen wird. Weiters werden die in der Branche üblichen Plastiktassen durch Kartontassen ersetzt. Der Umstellungsbeginn zeigt sich hier in einigen Wochen bei den Heidelbeeren, das spart zusätzlich drei Tonnen Kunststoff allein im Jahr 2011 ein. Ziel ist es, durch diese Umstellungen in den nächsten Jahren 70 Tonnen Kunststoff einzusparen. Dies entspricht jener Menge, die man aus 1,5 Millionen Liter Rohöl produzieren kann.

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