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Indigokinder (Teil 4) - Hilfen für Eltern und Lehrer

Autor: Cäcilia Brodesser am 08. Mär 2010
Im vierten und letzten Teil der Serie Indigokinder möchte ich gerne über Hilfestellungen für Eltern und Lehrer schreiben.

Bei medizinischen Untersuchungen stellt man folgendes fest:

• Unharmonischer Bewegungsablauf (ungeschickt, ruckartig, eckig)
• Oft mäßige Störungen der Feinmotorik, der Balancefähigkeit, der allgemeinen Geschicklichkeit
• Verkrampfte Haltung des Stiftes beim Schreiben
• Wahrnehmungs- und Programmsteuerungsstörungen
• Verzögerung in der psychosomatischen Entwicklung und der sensorischen Integration (Ordnung, alle Abschnitte des zentralen Nervensystems müssen zusammenarbeiten)

HILFEN:
• Erziehungskonzept und Lenkung des Freizeitbereichs (musisch, sportlich, handwerklich)
• Verschiedene Formen der Bewegungs-, Beschäftigungs- und Verhaltenstherapie
• Behandlung von Teilleistungsstörungen
• Diät
• Medikamentöse Therapie
• Psychologische Therapieformen

ELTERNERZIEHUNG:
• Gleichmäßig geregelter Tagesablauf
• Machtkämpfe und Diskussionen vermeiden
• Erzieher sollte Anhalten, Hinhören und Hinsehen vor dem eigentlichen Handeln
• Kurze Denk- und Handlungspause hilft die Ruhe zu bewahren
• Bei seiner Entscheidung bleiben
• Handeln statt Reden
• Verbale Kritik, Ermahnung und Schimpfen sparen - „elterntaub“
• Eltern sollen trotz Unaufmerksamkeit mit dem Kind sprechen aber dieses Sprechen durch klar erkennbare Handlungen untermauern (stichhaltige Argumente).
• Eltern sollen die richtige Einstellung zu ihrem Kind finden (Sprache überprüfen: Entscheidungsmöglichkeiten, Auswahl)
• Bestrafung funktioniert nicht (Aus-Zeit)
• Dem Kind das Gefühl geben, dass es trotz seines Verhaltens immer geliebt wird.

FÜR LEHRER:
• Ständige Zuwendung und Lob (manchmal verschlechtert sich der Zustand bei unregelmäßigen Lob, denn den Wechsel zwischen Tadel und Lob können sie schwer verkraften)
• Ausschaltung unnötiger Reize
• Kind soll neben einem ruhigen Kind sitzen, alles was nicht zur momentanen Arbeit gehört, wird weggeräumt.
• Wenn es besser arbeiten kann, und dabei einen Bleistift zerkaut, ist das zu tolerieren.
• Wichtig: Direkter Körper- und Blickkontakt! Der Lehrer soll das Kind während der Arbeit öfter direkt anschauen, sich zu ihm setzen, vielleicht auch die Hand auf seine Schulter legen (nur wenn das Kind es möchte) – hilft dem Kind angenommen zu werden, wie es ist.
• Kurze Arbeitszeiten mit Strukturierung der Aufgaben in Einzelschritten
• Wegen der geistigen Ermüdung bei Kompensation von Wahrnehmungsstörungen kann das Kind bei wenig Konzentration zuerst alle Plus- und danach alle Minusrechnungen machen, anstatt sie gemischt bewältigen zu müssen.
• Logische und realistische Konsequenzen mögen diese Kinder sehr. Versagensangst abbauen. Erlaubnis zur Bewegung: Tafel löschen, Hefte austeilen. Ertragen der Langsamkeit. Aufgaben in- oder außerhalb der Schule reduzieren, Textaufgaben einige Male deutlich vorlesen oder schwierigem Kind extra erklären.
• Unendlich viel Geduld
• KEIN AUSSPRUCH: „Es kann ja, wenn es will.“
• Kinder leiden selbst am meisten unter ihrer Störung!!!
• Sagen Sie was Sie meinen, meinen Sie, was Sie sagen und tun Sie, was Sie angekündigt haben.

Oft sind diese Menschen eine Bereicherung für die Welt, sie haben den „Normalen“ etwas voraus: Mit kindlicher Begeisterungsfähigkeit, erfrischendem Neugierverhalten, originellen Problemlösungen bringen sie Leben in einen grauen Alltag. Liebevolle und hilfreiche Integration eines hyperaktiven oder hyperkinetischen Kindes werden ihm den Weg zu einem besseren und erfüllteren Leben bahnen.


WAS BRAUCHEN INDIGOS IN DER SCHULE?

Indigos brauchen Aufmerksamkeit, Achtung, Würde und einen sicheren Ort, wo sie hingehören und angenommen werden so wie sie sind.

• Kind loben, Kinder achtungsvoll grüßen, auf Positives des Kindes konzentrieren.
• Den Kindern Verantwortung übertragen – besondere Aufgaben ihren Fähigkeiten
• entsprechend
• Schüler/Innen an Entscheidungsfindungsprozessen beteiligen, mit ihnen gemeinsam Regeln für die Klasse aufstellen.
• Struktur in der Klasse – Kinder sollen ihre Verantwortungsbereiche und Erwartungen der Lehrerin (des Lehrers) kennen.
• Gliederung der Aufgabenstellungen in Einzelschritte – keine Überforderung durch zu viele Anweisungen.
• Erklärungen über den Sinn der Aufgabe
• Lernmaterial interessant und zweckentsprechend anbieten
• Lehrstoff an Kinder anpassen, die Schwierigkeiten in irgendwelchen Bereichen haben.
• Klare Konsequenzen, wenn jemand die Regeln nicht befolgt
• Genaue Struktur des Unterrichtsalltags
• Kinder, die nicht aufpassen, nicht von der Klasse isolieren – ihnen bewusst mehr
• Aufmerksamkeit durch liebevolles Berühren und Loben schenken.
Aus-Zeit in einem betreuten Umfeld

• Kinder, die ständig die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, selbst entscheiden lassen:
• „Wie hättest du es anders machen können? Was wäre in deinen Augen eine bessere Entscheidung gewesen?“
• Im Klassenraum Zertifikate, Leistungskurven, einrichten, damit die Kinder ihre Erfolge sehen können.
• Alternative Möglichkeiten der Konfliktbewältigung sowie Strategien bei der inneren Zwiesprache mit sich selbst.
• Symbolische Belohnung - besonderes Fest, etc...
• Mitteilungen über positive Veränderungen in der Schule

WIE SOLLTE DIE HÄUSLICHE ATMOSPHÄRE EINES INDIGO-KINDES SEIN?

• Ihnen das Gefühl geben, dass die Meinung ihres Kindes wertvoll ist und dass auch Sie etwas von ihm lernen können.
• Viel Zeit den Kindern widmen, Spaß miteinander haben, sodass das innere Kind in Ihnen mit dem inneren Kind des Kindes spielen kann (Spielzeiten einplanen)
• Die Intimsphäre und den persönlichen Raum respektieren.
• Gründe für bestimmte Entscheidungen angeben
• Loben statt schimpfen! Mehr Lob als Kritik („Du bist in Ordnung wie du bist, nur dein Verhalten gefällt mir nicht“)
• Fehler eingestehen und sagen, dass es einem leid tut
• Dem Kind vermitteln, anderen Menschen mit Achtung und Mitgefühl zu begegnen.
• Den Kindern zuhören, wenn sie etwas über die Welt erzählen, wie sie sie sehen.
• Ermutigen Sie Ihre Kinder eine Aufgabe zum guten Abschluss zu bringen.
• Geben Sie Ihren Kindern mehr Verantwortung!
• Verantwortlichkeiten innerhalb der Wohnung und Wahlmöglichkeiten anbieten!
• Korrektur der wichtigsten Dinge im Laufe des Tages
• Loben Sie Ihre Kinder für gutes Benehmen!
• Regelmäßige Familienkonferenzen abhalten, was schon gut gelingt, was noch geändert gehört. Lassen Sie Ihre Kinder mitentscheiden.
• Kinder über unterschiedliche Emotionen aufklären, auch über Möglichkeiten, diese anderen zu vermitteln.
• Die Kinder ernst nehmen, wenn sie über depressive Zustände, Isoliertheit oder Niedergeschlagenheit klagen.
• Klare Konsequenzen und Erwartungen bei schlechtem Benehmen.
• Zucker und Konservierungsstoffe verringern, können Allergien und Hyperaktivität auslösen.

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