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IAIDO die Kunst des Schwertes Teil 1

Autor: Robert Besler am 09. Mär 2011
Die Kunst des IAIDO, das Führen des japanischen Schwertes, erfordert nicht nur technische Fertigkeit, sondern auch ein Eintauchen in die Philosophie Japans vor der Moderne bis in die heutige Zeit.

Das japanische Schwert, genannt KATANA, wird wie kaum eine andere Waffe umrankt von Geschichten und Mythen. Tief verwoben in der Historie Japans, ist es eines der prägendsten Sinnbilder einer ganzen Nation. Kaum ein Japaner, egal ob jung oder alt, modern oder traditionell, der nicht voll des Respekts dieser Waffe gegenüber ist. Über viele Jahrhunderte stetig weiterentwickelt, ist das japanische Schwert zu DEM Instrument der japanischen Kampfkunst schlechthin geworden. Zahllos sind die Geschichten, die sich rund um diese Waffe ranken und die Namen derer, die es verstanden das Schwert mit besonderer Geschicklichkeit zu führen, werden noch heute mit Respekt und Anerkennung ausgesprochen. Wer kennt nicht den berühmtesten Samurai Japans, MIYAMOTO MUSASHI, der durch den Roman EIJI yOSHIKAWAs, zu unsterblichem Ruhm gelangte? Oder den Film DIE SIEBEN SAMURAI  von AKIRA KUROSAWA, in dem sieben herrenlose Samurai ein Dorf voller Bauern gegen eine Horde Banditen verteidigen. Sie alle tragen und führen das Japanische Schwert meisterhaft, erlernt in zahlreichen Übungsstunden, die nicht nur den Körper sondern auch den Geist geschult und geformt haben.

Nun, in der heutigen Zeit ist es eher unwahrscheinlich, sich vermittels des Einsatzes einer Waffe wie dieser seiner Probleme zu entledigen. Die Faszination des japanischen Schwertes hat sich jedoch ungetrübt bis in die Neuzeit erhalten. Das Führen eines Schwertes erfordert nach wie vor Disziplin im Training, sowie die Beschäftigung mit den tiefen Traditionen des fernen Ostens. Heute wird das Training mit einem so genannten IAITO, einem nicht scharf geschliffenen Schwert, betrieben. Diese Trainingswaffen sind zwar echten Schwertern nachgebildet, haben aber bei weitem nicht die Güte des Materials aufzuweisen wie ihre Originale. (Nicht zuletzt aus Kostengründen, denn eine echte, geschmiedete Klinge kostet von viel aufwärts bis sehr, sehr viel und dann ist noch immer nicht Schluß.) Ein IAITO vermittelt dem Übenden das Gefühl des Schwertes, ohne ihn gleich in den finanziellen Ruin zu treiben. Doch ob KATANA oder IAITO, trainiert werden nicht nur Techniken und Kondition, in einem guten IAIDO - Training findet sich immer auch Zeit für Meditation, Philosophie, und Ausildung charakterlicher, geistiger sowie mentaler Fähigkeiten der Adepten. 

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