Autor: Robert Besler Von der Waffe im Feld, über das Symbol für Macht und Perfektion, bis zum Hilfsmittel im heutigen Training.
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Die Entwicklung des Schwertes durch die Jahrhunderte, geht einher mit der Geschichte der japanischen Nation. Zuerst und vor Allem gedacht und konstruiert wurde das Schwert als effektive Waffe auf dem Schlachtfeld. Frühe Funde (ca.4.Jhdt), lassen die Vermutung zu, dass diese Schwerter unter Anderem aus China importiert wurden. Die Klingen dieser Epoche sind noch gerade und ein oder zweischneidig, was darauf zurückzuführen ist, dass sie vornehmlich von Fußsoldaten getragen wurden. Erst mit dem verbreiteten Aufkommen berittener Truppen, wurde die Form des Schwertes an die veränderten Anforderungen angepasst. Die Klingen erhielten eine leichte Krümmung, um einen schneidenden Hieb vom Rücken eines Pferdes aus besser zu ermöglichen.
Etwa im 10. Jhdt. wurden die Schwerter erneut den sich ändernden Bedingungen angepasst. Vermehrter Einsatz von Bodentruppen, ließ die Biegung der Klingen in manchen Breichen flacher, in anderen stärker werden. Schwerter dieser Periode wurden noch immer mit der Schneide nach unten getragen.
In den folgenden Jahrhunderten wurden die Methoden zur Herstellung der Schwerter mehr und mehr verbessert. Von Meistern der Schmiedekunst hergestellte Schwerter, wurden nun nicht nur als Waffen verwendet, sie waren auch Symbole von Macht und Würde. Kunstvoll verzierte Klingen wurden oft für besondere Verdienste verliehen und waren von da an von Generation zu Generation weitervererbte Insignien von Macht und Würde der betreffenden Familie. Der Verlust eines solchen Schwertes bedeutete den damit einhergehenden Verlust von Ansehen und Ehre. In diese Zeit fällt die Hochblüte japanischer Schwertschmiedkunst. Die Klingen erreichten eine nie zuvor und danach nicht mehr erreichte Meisterschaft.
Mit der Einführung von Feuerwaffen verloren Schwerter successive an Bedeutung. Einen Tiefpunkt markieren während des zweiten Weltkrieges aus minderwertigen Stahl maschinell hergestellte Schwerter.
Für den heutigen, "modernen" Iaido - Übenden, ist es ein großer Vorteil, etwas über die Herkunft seines "Übungsgerätes" zu wissen. Erst die Kenntnis dieser reichhaltigen Geschichte lässt den Übenden mit dem gebührlichen Respekt an das Training mit dem modernen Schwert herangehen. Auch wenn in der modernen Zeit viele Atribute des japanischen Schwertes in den Hintergrund getreten sind, so ist es auch heute noch ein faszinierendes Stück Geschichte das man mit Respekt behandeln soll.
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