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Hormone während der Wechseljahre sind keine Lösung

auch ohne Beschwerden, Hormone als gesundheitsförderliche Maßnahme einnehmen. Autor: Laszlo Havor am 27. Nov 2007
Über Jahrzehnte haben Gynäkologinnen und Gynäkologen Hormone gegen Beschwerden in den Wechseljahren und in der Menopause verschrieben. Einige von ihnen waren überzeugt von deren präventivem Nutzen. Heute stehen Hormongaben als medizinischer Bärendienst an den Frauen am Pranger.

Hormongabe während der Wechseljahre - gravierender Fehler der Medizin.

Fachärzte aller Länder empfahlen Frauen die Einnahme von Hormonen. Denn: Hormone hülfen Erkrankungen verhüten wie Herzinfarkt und Osteoporose. Angeblich. Sie lindern Probleme im Klimakterium und der Menopause wie: Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Depressionen… Sie verlängern das Leben, erhöhen die Lebensqualität und was noch immer. Angeblich. Angeblich.

Allgemein meinte man, die Wechseljahre leiteten den Beginn einer Hormonmangel-Ära ein, die gestoppt werden müsste. Viele Frauen sahen sich bewusst oder unbewusst unter Druck gesetzt, auch ohne Beschwerden, Hormone als gesundheitsförderliche Maßnahme einzunehmen. Mediziner und Pharmaindustrie förderten die Annahme (durch Diktion) der Frauen, Hormone seien eine „natürliche“, zeitgemäße Begleitung in und nach der Menopause.
         
Hormone und Brustkrebs

Empfehlungen, die seit vielen Jahren an die Adresse der Frauen gesandt wurden und werden, hatten und haben ein großes Manko: Sie sind nicht wissenschaftlich abgesichert!
Eine amerikanische Studie der WHI (Women’s Health Initiative) zeigte vor einigen Jahren wie wenig die Daten aus anderen Studien geeignet waren, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit von Hormonen klar zu belegen. Die WHI-Studie sollte überprüfen, ob gesunde Frauen nach der Menopause von Hormongaben (mit konjugierten Östrogenen und Gestagen) profitierten – oder nicht. Nach etwa fünf Jahren wurde die Studie vorzeitig abgebrochen, da die vertretbaren Grenzwerte wegen der hohen Anzahl an Brustkrebsfällen überschritten wurden.
           
Hormongabe bringt mehr Schaden als Nutzen      
  

Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend. Bestätigt wird durch sie, was schon lange vermutet wurde: Hormontherapien schaden mehr als sie nützen:

  1. Herzkreislauferkrankungen nehmen nicht ab, sondern zu! Das relative Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen steigt um 30% bzw. 40%.
  2. Anstieg von Komplikationen durch tiefe Beinvenenthrombosen und Lungenembolien um 100%!
  3. Das relative Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, nimmt um 26% zu.

Österreich ist keine Ausnahme

Schon seit Mitte der Neunziger Jahre setzte sich die Erkenntnis durch, Risiken überwiegen den Nutzen und Hormone sollten nur gezielt und kurzfristig eingenommen werden. Und trotzdem: Millionen Frauen weltweit nehmen seit Jahrzehnten Hormone ein, die schwere gesundheitliche Risiken und Langzeitwirkungen in sich bergen und deren präventiver Nutzen sich in entscheidenden Punkten nicht bestätigt. Fazit: Der Skandal besteht darin, dass Hormone millionenfach verschrieben wurden und immer noch werden, ohne dass jemals belastbare wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit und Sicherheit bei Langzeitanwendung vorlagen. Und dieser Skandal setzte sich auch in Österreich fort…
 
Nachweis der Schädlichkeit scheint nicht genug

Nach jetzigem Nachweis der Schädlichkeit der Hormonbehandlung sind noch immer nicht alle Gynäkologinnen und Gynäkologen bereit, diese wissenschaftlichen Erkenntnisse zu akzeptieren. Der spektakuläre Abbruch der WHI-Studie scheint keine Trendwende im Verschreibungsverhalten der Fachärzte auszulösen. Die Ergebnisse werden heruntergespielt, mit dem Argument, die in der Studie eingesetzten Hormonpräparate seien in Österreich wenig gebräuchlich. Auch Artikel in der österreichischen Ärztekammerzeitung schlagen in diese Kerbe. Doch es gibt keinen Grund zur Annahme, die in Österreich verwendeten Präparate seien wirksamer oder besser verträglich. Die Studien dafür fehlen noch immer.

Frauen sollten…:?

  1. Hormone sollen nicht präventiv zur Verhütung von eventuellen Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Osteoporose, nehmen bzw. wäre langsames Absetzen derselben anzuraten.
  2. Hormone nur kurzfristig, niedrig dosiert (Pflaster und Gel sind wegen geringerer Leber-Belastung zu bevorzugen) und nicht länger als vier Jahre zur Behandlung schwerer Wechseljahresbeschwerden nehmen. Dies nur, falls die Beschwerden nicht durch Selbsthilfe (andere Bekleidung, Vermeidung von Hitzewallungs-Auslösern wie Kaffee, Alkohol, scharfe Gewürze) oder durch Naturheilverfahren behoben werden können. Auch eine Therapie mit pflanzlichen Präparaten (Remifemin, Klimaktoplant) kann Menopause-Beschwerden lindern.
  3. Das Präparat „Liviel“ (Wirkstoff „Tibolon“) ist laut bisherigen Studien als unbedenklich zu empfehlen.
  4. Vor Einnahme sollten unbedingt eine gründliche Eigen- und Familien-Anamnese, eine enge Indikationsstellung und ein Risikofaktoren-Ausschluss erfolgen.

Risikofaktoren für Brustkrebs:
Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum auf der körperlichen Ebene, auf der seelisch-geistigen ist der liebevolle Umgang mit sich selbst angesprochen. Frauen neigen oft dazu, sich zugunsten der Familie, des Mannes… hintan zu stellen.
Risikofaktoren für Herzinfarkt:
Übergewicht, Rauchen, Bewegungsarmut, schlecht eingestellte Diabetes mellitus.

Zukunftsperspektiven in zwei Stufen:

1. Blick auf die nahe Zukunft - die nächsten zehn Jahre:


Eine epidemiologische Aufklärungsstudie über Ursachen der Krankheitsentstehung fehlt derzeit noch. Das ist mir aus eigener Praxis-Erfahrung bewusst. Aktueller Anlass waren für mich meine Untersuchungen an Frauen, die unter Akne und starker Körperbehaarung litten (etwa 80 % der Östereicherinnen). Fehlende, nachhaltige Heilungserfolge haben mich veranlasst, die Lebensbereiche meiner Patientinnen näher zu erforschen, um den Ursachen entstehender Krankheiten auf den Grund zu gehen. Das Ergebnis meiner Untersuchung: Umwelt-Chemikalien sind dafür verantwortlich. In erster Linie können mit Spritzmittel belastete Lebensmittel zur Vermännlichung der Frau führen. Ich musste mich in die Toxikologie einarbeiten (Wissenschaft über die Wirkungen chemischer Stoffe in lebenden Organismen). Die logische Konsequenz: Nachhaltige klinische Erfolge sind nur durch Lebensmittelberatung zu erzielen – und sie wurde Bestandteil meiner täglichen Praxisarbeit. Die Notwendigkeit von biologischer Ernährung lässt sich auch bei vielen anderen Erkrankungen mit gleicher Analogie nachvollziehen. Mein besonderer Dank gilt meiner Frau, die mich auf diese Zusammenhänge als Umwelt- und Arbeitsmedizinerin hingewiesen hat.
In der über vier Jahre andauernden Beschäftigung mit Hormone blockierenden Substanzen in unserer Umwelt wurden gleiche Erfahrungen mit Frauen in der Menopause gemacht. Laut europäischem Umweltamt werden an die 70.000 Stoffe verdächtigt, in den Hormonhaushalt einzugreifen. Wer bezahlt diese toxikologische Bewertung der verschiedenen Umweltstoffe auf unser biologisches System? Wo kein Kläger, dort kein Richter!
Also: Hormone sind zwar vorhanden, können aber ihre Wirksamkeit nicht entfalten. Man spricht von kompetetiver Rezeptorhemmung der Östrogene (= Verwertungsstörung). Wie kann man den Fuß von der Bremse nehmen?:
1. durch Identifizierung der Blockierer
2. durch Analyse des Belastungsmodus’.
Der Erfolg kann nur in der Änderung der Lebensweise liegen!
Zwei Beispiele:
a) Spritzmittel in der Nahrung sind großer Repräsentant dieser Stoffe.
b) Amalgam (Zahnfüllungsmaterial) ist offiziell vom deutschen Umweltbundesamt als Xeno-Östrogen identifiziert.
Der Therapieansatz besteht in einer individuellen Beratung zur  Anwendung von pflanzlichen Östrogenen aus dem Garten der Natur (etwa Sojaprodukte…).Die Ergebnisse übersteigen die kühnsten Erwartungen. Es bedarf in Zukunft einer breit angelegten Grundlagenforschung, um eine funktionierende Heil bringende Medizin anbieten zu können.

2. Blick in die ferne Zukunft - die nächsten 20 Jahre:


Die Genetik ist der Kredit unserer Gesundhit, das Schicksalsbuch!! Unser menschliches Genom ist von Creag Venter 1999 enschlüsselt worden. Wenn wir unsere Gene nicht nur lesen, sondern auch verstehen werden, können wir unser Schicksalsbuch aufschlagen. Dieses Buch wird uns erklären, was für uns nützlich und was schädlich ist und in manchen Fällen unser Schicksal voraussagen. Ob wir dieses Buch aufschlagen wollen, wird die Zukunft weisen. Gerade in Zeiten, wo alle Krankenkassen hoch überschuldet sind, wird deutlich, wie wichtig die Selbstverantwortung jedes Menschen in Bezug auf seine Gesundheit ist. Spätestens beim Aufschlagen dieses Buches wird uns bewusst, dass wir alle eine Bringschuld für die Erhaltung oder Erlangung unserer Gesundheit haben. Selbstverantwortung ist gefragt – und alle Krankenkassen sollten diese unterstützen. Die Folge wären ein Abbau den Schuldenberges der Kassen – und letztlich:
gesündere, mündigere Menschen.

Bücher
Wechseljahre ohne Hormone  
IN UNSEREM SHOP

Wechseljahre ohne Hormone: Natürliche Alternativen Autor: Gisa Bührer-Lucke,

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