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Hilfe zur Selbsthilfe - Es funktioniert tatsächlich:

Der Autor dieses Artikels, Sky Carver, zusammen mit YGC Manager Simon Okelo Autor: Sky Carver am 30. Mai 2008
Solace International ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die 2002 gegründet wurde.

Die Vision von Solace:
Solace ist davon überzeugt, das die Nachhaltigkeit eines Projekts auf drei Grundsäulen ruht: auf engagierten Einheimischen, die bereit sind, Eigentum zu übernehmen, und sich mit dem Projekt identifizieren, dem kontinuierlichen Bemühen um Kosteneinsparungen und der Eigenverantwortung örtlicher Projektmanager. 

Eight room school built by Solace and local volunteers

Orphans whose parents have died of aids. YGC school in Kisumu

More orphans in lunch area

One of the twin girls at YGC responsible for shrubbery and learning home duties

School desks and chairs made at YGC for selling to other schools

YGC from outside the walls. This ghetto area was heavily damaged

Simon buying rain gutters for vocational school building in Mbita

Shopping trip on way to Mbita. Simon and Jonas, one of the orphans

Sky and Simon, proud of the shopping success

Watering the building blocks to cure the cement

A mason at the vocational school site, teaching block laying

The Boys digging the lube pit for the vocational school automobile shop

Making blocks one at a time, all manually

Solace and the Young Generation Centre (YGC) in Kisumu and Mbita/Kenya

“Manchmal geschehen auch in den Slums Wunder... weiter so!” 

Anfang 2006 wurde Solace gebeten, das Young Generation Center (YGC) in Kisumu/Kenia zu besuchen, einer Stadt am Rande des Viktoriasees. Das YGC ist ein Heim in Manyatta, dem ärmsten Slum in Kisumu, das 90 AIDS-Waisen ein Zuhause bietet.

Was Nate York, Executive Director von Solace, bei seiner Ankunft vorfand, waren Lehmhütten mit undichten Blechdächern und einsturzgefährdeten Wänden, die den Kindern als Klassenräume dienten. Nach einem Gespräch mit der Direktorin des YGC, die sich voller Leidenschaft für die Kinder der Region einsetzt, entschied sich Solace zum Bau einer neuen Schule.

Im März 2007 wurde ein neues dreistöckiges Schulgebäude mit 9 Klassenräumen fertig gestellt.
Mit neu eingestelltem Personal konnte der Unterricht aufgenommen werden. Um das Projekt langfristig aufrecht erhalten zu können, nimmt das YGC auch Schüler aus der Nachbarschaft auf, die mit ihrem Schulgeld die Kosten für Lehrergehälter und laufende Kosten decken. Die im YGC lebenden Waisenkinder werden selbstverständlich kostenlos unterrichtet.

Zudem konnte mit dem Bau eines neuen Internetcafés für die Schule und die umliegende Gemeinde eine neue Einkommensquelle für das YGC erschlossen werden. Auf diese Weise stehen den Kindern außerdem Computer und ein Internetanschluss zur Verfügung. YGC Manager Simon Okelo schreibt dazu: “Das YGC Internetcafé wurde bereits von verschiedenen Mitgliedern der Gemeinde genutzt und alle haben das Café mit einem Lächeln verlassen. Der Kommentar einer Dame lautete: “Manchmal geschehen auch in den Slums Wunder... weiter so!”

In weiterer Zusammenarbeit zwischen Solace und dem YGC konnten Kleinunternehmen zur Unterstützung des Waisenhausbetriebs gegründet werden, u. a. eine erfolgreich arbeitende Schneiderei und eine Geflügelfarm.

In Kürze beginnt Solace zusammen mit dem YGC mit dem Bau einer zweiten Schule im sehr ländlich gelegenen Mbita. Hier soll ein Berufsbildungszentrum entstehen, das u. a. Kfz-Mechaniker, Metallarbeiter, Schreiner und Maurer ausbilden soll. Außerdem baut Solace vor Ort ein Wohnheim für 32 Waisenschüler.

 

Die folgenden Fotos wurden im Februar 2008 von Sky Carver anlässlich seines Besuches im YGC in Kisumu und Mbita aufgenommen:

Picture 1: Schule mit 8 Klassenräumen, gebaut von Solace und örtlichen Freiwilligen.
Picture 2: AIDS-Waisen in der Schule des YGC in Kisumu.
Picture 3: Andere Waisen im Essbereich.

Wer einmal hier war, will nur noch helfen 

Das Young Generation Center - YGC ist ein Waisenhaus im Zentrum des ärmsten und brutalsten Slums von Kisumu. Außen sind die Spuren von Gewalt und Blutvergießen an den Wänden deutlich zu erkennen, aber im Inneren haben die Kinder einen sicheren Zufluchtsort gefunden.

Das YGC ist eine einzigartige Organisation, die sich selbst finanziert und den Kindern ein Zuhause und eine Grundschulausbildung bietet und damit den Grundstein für eine bessere Zukunft legt. Die laufenden Kosten werden mit Hilfe von Kleinunternehmen getragen. So gibt es ein Internetcafé mit Druck- und Kopierservice, eine Hühnerfarm, eine Schneiderei (die hauptsächlich Uniformen für andere Schulen herstellt) und eine Möbeltischlerei. Sofern die entsprechende Begabung vorhanden ist, können die Schüler nach ihrem Highschool-Abschluss einen Beruf in einem dieser Bereiche ergreifen. Einige ehemalige Schüler werden auch als Lehrkräfte an andere Schulen entsandt und einer der Schüler hat beim Aufbau einer ähnlichen Organisation im Sudan mitgearbeitet.

Leider litt die Region in letzter Zeit wieder unter Unruhen, so dass die Hühner der angegliederten Farm oft die einzige Nahrungsquelle für die Kinder darstellten. Außerdem nahmen einige Computer Schaden, als sie zum Schutz vor Plünderern in die Schlafräume gebracht wurden. Die kurz danach einsetzenden Regenfälle überfluteten die Schlafbereiche samt Computern.

Meine nächste Reisestation war Mbita, wo derzeit ein Berufsbildungszentrum für die älteren Schulabgänger des YGC geschaffen wird. In der Nähe unserer Reiseroute befand sich übrigens das Elternhaus von Barack Obama, eine wahre Inspiration für die Kinder in diesem Teil Kenias.

Das Berufsbildungszentrum wird von YGC Manager Simon geleitet, einem sehr dynamischen jungen Ehemaligen des YGC und College-Absolvent, der wirklich ein Unternehmer nach meinem Geschmack ist. Er überwacht zahlreiche Projekte in diesem Center, das derzeit 15 Highschool-Absolventen beherbergt. Sie haben die Gebäude auf dem Grundstück mit selbst hergestellten Betonziegeln gebaut und erhalten im Rahmen der Bauarbeiten eine Ausbildung als Mauer und Zimmermänner. In den nächsten Monaten wollen sie eine voll funktionierende Metallwerkstatt, eine Schreinerei, ein Ausbildungszentrum für Kfz-Mechanik und landwirtschaftliche Aktivitäten ins Leben rufen.

Nachdem wir gerade eine Wagenladung getrockneter Fische abgeholt hatten, die Simon in Kisumu weiterverkaufen wollte, organisierte er auf dem Rückweg das Umpflügen eines 6 Hektar großen Feldes, das dem Center als Geschenk übergeben worden war. Der Besitzer des einzigen funktionierenden Traktors in der Gegend (ein Massey Fergusson), ist zwar schwer beschäftigt, aber Simon schaffte es doch ihn dazu zu überreden, das Feld schon 2 Tage später umzupflügen. Die Maiskörner, die auf diesem Stück Land angepflanzt werden sollen, sind besonders groß und werden zu Mehl vermahlen, aus dem eine Art Kloß gekocht wird, der als Grundnahrungsmittel zu den meisten Mahlzeiten gereicht wird. Ziemlich sättigend, man darf nur das Salz nicht vergessen.

Der nächste Punkt auf Simons Liste ist dann der Kauf eines Lastwagens, mit dem der Mais, aber auch Baumaterialien, Fisch und alles andere, was im Center gebraucht wird, transportiert werden kann. Dieser Lastwagen soll sich dadurch finanzieren, dass andere Kunden in der Gegend, die sich keinen eigenen Lkw leisten können, für den Transport ihrer Güter bezahlen. Einer dieser Kunden hat z. B. einen Vertrag über einen monatlichen Holztransport an alle lokalen Schulen abgeschlossen. Die Transportkosten liegen höher als die Kosten für das Holz selbst. Und natürlich wird einer der Schüler irgendwann als Fahrer oder sogar zukünftiger Manager eines netten kleinen Transportunternehmens in Westkenia seinen Lebensunterhalt verdienen.

Macht das nicht Lust zu investieren?

Info: skycarvr@aol.com

Picture 4: Simon beim Kauf von Regenrinnen für das Berufsbildungszentrum in Mbita.
Picture 5: Shopping-Trip nach Mbita. Simon und Jonas, eines der Waisenkinder.
Picture 6: Sky und Simon, sichtlich stolz auf ihren Einkauf.
Picture 7: Die Bauziegel müssen gewässert werden, damit sich der Zement festigt.
Picture 8: Ein Maurer unterrichtet die Schüler im Berufsbildungszentrum.
Picture 9: "Die Jungs" heben die Reparaturgrube für die Kfz-Werkstatt des Berufsbildungszentrums aus.
Picture 10: Ein Ziegel nach dem anderen, alle manuell hergestellt.


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