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Hidden Champions aus Österreich

Autor: Roland Grün am 08. Dez 2011
Österreichs Weltmarktführer vor den Vorhang - Was hat sie so erfolgreich gemacht?

Das kleine Land in den Alpen hat einige Juwelen an Unternehmen die als Technologie- und/oder Marktführer im globen Wettbewerb vorne mitmischen - Was sind die Faktoren ihres Erfolges?

Am 1. Dezember 2011 fand in der Wiener Hofburg der 9. Österreichische IT - und Beratertag statt.

Bei einem fulminanten Full-House gaben sich unter dem Motto "Österreichs Weltmarktführer" die Unternehmensberater, IT-Berater und gewerblichen Buchhalter ein Stell-Dich-Ein.

Diess Jahr fand auch eine Kooperation mit der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschafstkammer Österreich statt - der Leiter der Außenwirtschaftsorganisation, Dr. Walter Koren, erklärte gemeinsam mit dem Vizepräsidenten der Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Hansjörg Schelling, dass das kleine Land Österreich eine beträchtliche Anzahl von geheimen und wenig bekannten Unternehmen besitzt, die es im Laufe der letzten Jahre geschafft haben, still und verborgen von der Öffentlichkeit die Spitze des Gipfels am Weltmarkt zu erklimmen.

Viele davon, die zur Veranstaltung eingeladen wurden, wollen gar nicht in die Öffentlichkeit - es liegt ihnen nichts daran die Titelbilder der Hochglanz Wirtschaftsmagazine oder die Nr. 1 Seiten der Rubrik "Wirtschaft" zu zieren. Sie kämpfen weiter um den Verbleib in dieser Position, denn die Luft dort oben ist sehr, sehr dünn.

Ich könnte jetzt Vieles über derartige Unternehmen schreiben, aber lassen Sie mich einfach ein paar Dinge berichten, die mich alten Hasen im Metier der Unternehmensberatung vom Sessel hauen.

Univ.Prof. Dr. Kurt Matzler, Leiter des Institutes für Strategisches Marketing an der Universität Innsbruck, führte in einem sehr packenden Referat aus, was aufgrund jahrelanger Studien die Global Player anders machen, anders machen als 90% der Unternehmen dieser Welt.

So führte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Welttechnologieführers im Bereich Automotive Forschung und Entwicklung AVL Graz, Herr Prof DI. Dr. Helmut List aus, dass er in Gesprächen mit seinen wichtigsten Mitarbeitern immer wieder darauf hinweist, dass seine Spezialisten zwar vielleicht bei einem großen Automobilkonzern kurzfristig viel mehr an Einkommen verdienen könnten, jedoch von der Technologie es weltweit kein Unternehmen gibt, das so weit vorne alle bekannten Innovationen der Automobiltechnik in einem Unternehmen vereint.

Am Beispiel der Niederlassung in Kaliforninen, USA, erzählte Prof. List, wie seine Führungskräfte in den USA auf ein Entwicklungsteam von Spezialisten im Bereich Elektrofahrzeuge aufmerksam wurde, die er dann engagierte, weil deren Unternehmen beschlossen hatte, diesen Teil der Entwicklung mangels Profit einzustellen. Diese Entscheidung hätte die Geschäftsleitung von AVL nicht getroffen, wenn diese Experten nicht zur Kultur und dem Innovationsgeist von AVL gepaßt hätten.

Heute nach vier Jahren kann er sehr zufrieden auf deren Entwicklungsergebnisse hinweisen  - doch damals war es allein die Überzeugung, dass die Einstellung und Kreativität dieses Teams das größte Asset war, das jedoch für die Entwicklung bahnbrechender Erfindungen unerläßlich ist.

Der Ausklang bei einem Gala-Dinner veranlasste mich, sich an ein Buch eines großen  Österreichers namens Philipp Wilhelm von Hörnigk (Horneck) zu erinnern:
ÖSTERREICH ÜBER ALLES, WENN ES NUR WILL      

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