Autor: Georg Endler am 08. Apr 2011 Neuen Ergebnisse der Hirnforschung, bestätigen dass Heilarbeit versuchen sollte, das emotionale Gedächtnis zu erreichen, denn hier liegt der Schlüssel nicht nur für ein gestörtes psychisches Verhalten, sondern auch für die körperliche
Manifestation vieler Krankheiten. |
Nachstehender Text ist ein Teilwiedergabe eines in der Ausgabe 1/2007 der Zeitschrift der Foundation for Shamanic Studies Europa erschienenen Artikels von Univ.-Prof. Dr. rer. nat. techn. Mag. phil. Erich Roth. Er ist klinischer Biochemiker und Ethnologe an der Med.-Univ. Wien, Univ.- Klinik für Chirurgie, Forschungsabteilung.
Heilung läuft über die Emotion
Bis vor kurzem war die Kognitionsforschung (Erforschung der Fähigkeiten des Gehirns) der Meinung, dass Entscheidungen nach rational-logischen Prinzipien erfolgen. Heute wissen wir, dass nicht das rationale Bewusstsein, sondern die Emotionen entscheidend sind und wesentlich zu Entscheidungsfindung beitragen.
Was hat das nun mit Schamanismus zu tun?
Wenn wir unsere Entscheidungen nach emotionalen Gesichtspunkten treffen, heißt das auch, dass Fehlentscheidungen, Ängste, physische Störungen und psychisches Fehlverhalten über dieses emotional dominierte Entscheidungshirn gesteuert werden.
Heilende Verfahren müssen daher wesentlich und nahezu zwingend auf der emotionalen Ebene eingreifen. Der Schamanismus hat sich seit jeher Methoden zugewendet und verfeinert, die tief in das emotionale Geschehen eingreifen – und er war hier wohl Wegbereiter der modernen Psychotherapie, ohne bis heute den gesetzlichen Heilauftrag bekommen zu haben.
Wie hat man gelernt, dass die Intuition, der scheinbar aus dem Nichts kommende Gedankenblitz, einen wesentlichen Anteil an der Entscheidungsfindung hat?
Der amerikanische Gehirnforscher Damasio hat ein Spiel-Experiment kreiert, bei dem er seinen Versuchspersonen zwei Stapel mit Karten vorlegte. Dabei standen einander im ersten Stapel hohe Gewinne bei noch höheren Verlusten (Verluststapel) und im zweiten Stapel geringe Gewinne bei geringeren Verlusten (Gewinnstapel) gegenüber. Die Versuchspersonen waren nicht über den Inhalt der beiden Stapel informiert und hatten Elektroden an der Innenhand, die es ermöglichten, aufgrund der Schweißabsonderung den Stresszustand zu bestimmen.
Die Probanden zogen nun Karten aus den beiden Stapeln. Bereits beim zehnten Zug war zu erkennen, dass die Personen Schweiß absonderten, wenn sie aus dem ersten, dem Verluststapel, ihre Karte zogen. Aber erst ab dem 40. Zug nahmen sie bewusst nur noch die Karten vom zweiten Stapel. Das heißt: emotionell wussten sie schon wesentlich früher als rationell, wie sie vorzugehen haben.
Damasio ließ nun dieses Experiment auch Patienten mit einer speziellen Gehirnschädigung (präfrontaler Kortex - eine bestimmte Region der Gehirnrinde welche für die emotionale Steuerung des Gehirns verantwortlich ist) durchführen.
Derart geschädigte Patienten waren nicht in der Lage, das Kartenspiel zu durchschauen und zogen immer wieder Karten aus dem ersten Stapel. Patienten mit einem durch einen Schlaganfall oder Unfall geschädigten präfrontalen Kortex können auch andere einfache Entscheidungen wie Terminabsprachen nicht treffen. Damasio folgerte daraus, dass die Entscheidungen primär emotionell getroffen werden.
Der Verstand ist eher langsam
Inzwischen wurde diese Hypothese durch mehrfache Experimente bestätigt. Denn das rationale Bewusstsein ist schon rein theoretisch nicht in der Lage, rasche Entscheidungen zu treffen, da pro Sekunde elf Millionen Impulse von den ebenso vielen Sinneszellen an das Gehirn gegeben werden und nur 40 davon vom Bewusstsein verarbeitet werden können.
Daran erkennt man, dass hier effektive Filtermechanismen aus dem Unbewussten, also offenbar dem emotionalen Unterbewusstsein, vorliegen müssen. Gefühle und Empfindungen vermitteln somit zwischen rationalen – bewussten – und nicht rationalen unbewussten Prozessen.
Die Faszination der Rituale
Nun der andere Weg. Nicht von ungefähr sind Generationen von Ethnologen immer wieder der Faszination der Rituale verfallen. Rituale, bei denen Menschen aus dem Alltäglichen austreten und durch Zeichen und Symbole, Gesänge, rhythmische Musik und Tanz in einen vom Normalzustand transzendierten (die sinnlich erkennbare Welt überschreitenden), Zustand gelangen, also auf eine andere Ebene des Bewusst-Seins treten. Ritualen liegt immer eine klare Absicht zugrunde und es ist ein zentrales Anliegen eines jeden Rituals, Emotionen zu wecken.
Nach dem bisher gelesenen steht also fest, dass sich Emotionen besonders tief in unser Gedächtnis gravieren und von hier aus steuernd unser Leben beeinflussen.
Zurück zum Schamanismus
Psychoanalyse und Schamanismus versuchen mit verschiedenen Praktiken das Unbewusste zu ergründen, um zu helfen und zu heilen. Als Zugang zum Unbewussten verwendet die Psychoanalyse häufig die Methode der Traumdeutung, wohingegen der Schamane „auf Reise“ geht, um mittels Geistwesen, Krafttieren und Ahnen spirituelle Hilfe zu erlangen und diese unter einem starken emotionalen Hintergrund heilend weiterzugeben, ohne aber unbedingt nach der Ursache der psychischen oder physischen Störung zu suchen.
Zusammenfassend bestätigen diese neuen Ergebnisse der Hirnforschung, dass Heilarbeit versuchen muss, das emotionale Gedächtnis zu erreichen, denn hier liegt der Schlüssel nicht nur für ein gestörtes psychisches Verhalten, sondern auch für die körperliche Manifestation vieler Krankheiten.
Schamanische Heilsitzungen
Das Energiesystem
Schon vor mehreren tausend Jahren besaßen die Völker das Wissen über ein außergewöhnliches Energiesystem. Ihre Heiler entwickelten daraus Techniken um Krankheiten zu heilen und das Leben harmonischer zu gestalten. Durch die richtige Beziehung zu ihrer Mit-Welt vermochten sie auch durch den Einsatz von Energietechniken ihre Zukunft zu erschaffen.
Energiemedizin
Das Prinzip beruht auf dem Wissen darüber, daß unser physischer Körper von einem Energiefeld umgeben ist. In diesem entstehen durch emotional nicht verarbeitete Traumata Veränderungen. Verdichtungen also Blockaden entstehen und beeinflussen unser Leben negativ. Durch das Lösen dieser Blockaden finden wir zurück ins natürliche Gleichgewicht, in den Zustand den die Inka-Schamanen Ayni nennen.
Das von mir praktizierte "energetische Sehen" ermöglicht es mir, Energieblockaden aufzufinden, zu lösen und dadurch die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Meine Energie-schamanischen Heilsitzungen sind für Erwachsene und Kinder aller Altersstufen hilfreich.
Ayni
Als schamanisch Praktizierender rege ich durch meine Energiearbeit die Selbstheilungskräfte an und fördere damit unsere ureigene Lebenskraft wieder zu entdecken.
Ich mache keine Versprechungen, aber die Chancen auf Hilfe sind riesengroß.
Um Kommentare erstellen zu können, bitte einloggenAutor: margit melcher am 2011-04-11 12:37:59
...für den tollen artikel, lieber georg, freue mich schon auf den karsamstag - deine feuerzeremonie zum wohle aller teilnehmer, des gartens und der ganzen erde!
Um antworten zu können, bitte einloggenInteressanter Beitrag!
Autor: Birgit Maria Hoepfner am 2011-04-13 17:06:25
Vielen Dank für den Beitrag! Finde ihn sehr interessant und hilfreich. Nichts von dem ist wirklich neu, aber es ist, wie ich finde, immer wieder gut, es erneut zu hören und von Studien darüber zu erfahren.
Ich kenne die Foundation gut und habe auch bereits Erfahrungen in der schamanischen Krafttierarbeit und Seelenrückholung gemacht. Ich kann die Seminarleiter der Foundation nur empfehlen.
Ich wünsche allen eine erlebnisreiche heilsame Feuerzeremonie!
Herzlichen Gruß
Birgit M. Hoepfner
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