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Happy Birthday Dieter Quester

Rennlegende Dieter Quastl Quester feiert seinen 70sten in Wien Aspern. Foto: L Autor: Ludwig Vysocan am 16. Apr 2009
Zwei ganz Große des österreichischen Rennsports feiern heuer einen runden Geburtstag. Der eine, Niki Lauda, dreifacher Formel-1-Weltmeister und in kürze stolzer Vater, vollendete vor kurzem das 60. Lebensjahr. Der andere, Dieter Â"QuastlÂ" Quester, holte viermal die Tourenwagen-EM und feierte in über einem halben Jahrhundert Rennkarriere Renn- und Klassensiege auf jedem Kontinent der Welt. Dieter Â"QuastlÂ" Quester feiert in Kürze seinen 70. Geburtstag

Dieter Quester beim Regenrennen in Aspern auf BMW 1800. Foto: pressemeldungen

Programmheft Aspern 1968. Dieter Quester BMW. Foto: Werk

Dieter Quester Sieger Aspern 1966. Foto: Werk

Training mit Jochen Rindt beim Flugplatzrennen-Aspern. Foto: Werk

 

Zu Lande und zu Wasser
Dieter Questers sportliche Ambitionen begannen auf dem Wasser: 1958 und 1962 holte er sich den Europameistertitel in der 500cm3 Rennbootklasse (Außenbordmotor). Von 1963 bis 1965 versuchte er sich zuerst mit einem Lambretta Motorroller seines Bruders und später mit einer Norton, NSU und einer BMW im Motorradsport, bevor er in verhältnismäßig“ reifem“ Alter in den Autorennsport einstieg.

Am "heiligen Beton" von Wien- Aspern, einer seinen vielen Heimrennen, war Quester stets der „Local Hero.“ Begonnen hat alles 1962 mit einen Porsche 356 Super 90, einen der späten Exponate des „Urmodells“ von Porsche. Ein frühes "Questersches" Meisterwerk gab es 1965: mit einem betagten Porsche 718 RS, um kolportierte 60.000 Schillinge gekauft, konnte er Klaus Steinmetz im überlegenen Werks-Abarth niederringen. Beim Preis von Wien im April 1966 saß er bereits in einem aktuellen Tourenwagen – Sieg mit dem BMW 1800tisa! 1967 holten Quester und der Formel-V-Großmeister Kurt "Master" Bergmann (aus Wien-Essling, einen Steinwurf von Aspern entfernt) den legendären Erfolg beim Governor's Cup auf den Bahamas.

"Mister BMW":
Ab 1968 war Quester Werksfahrer für BMW und einer der frühen Instruktoren des BMW-Fahrertrainings. 1969 sollte er erstmals in einem Formel-2-Rennen am Nürburgring starten, doch nach dem tödlichen Trainingsunfall seines BMW-Rennkollegen Gerhard Mitter zog BMW die Teilnahme zurück. Es folgten dann mehrere Formel-2-Siege auf BMW.
Viermal wurde Dieter Quester in der Tourenwagen-EM zum Meister gekrönt, 1968 siegte er beim EM-Lauf in Aspern mit dem BMW 2002 - weitere Titel folgten 1969, 1977 und schließlich 1983.
Im Jahr 1972 war der BMW CSi gut genug für eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,64 km/h auf den Runways von Aspern. Bei etlichen Meetings fuhr Quester mehrere Rennen: zum Beispiel 1973 im Rennen der modifizierten Tourenwagen einen 3.0 CSL und bei den Serienautos einen 2002 ti und dort sogar siegreich.

Formel-1-Versuche
Im Jahr 1974, mitten in der "weiß-blauen" Zeit, fuhr er in Wien den damals aktuellen Ford Escort Mexico Cup. Dort waren mit Helmut Koinigg und Hans Binder zwei weitere zukünftige Formel-1-Fahrer an Bord. Quester selbst saß nur ein einziges Mal in einem Formel-1-Rennwagen. Beim Großen Preis von Österreich, am 18. August 1974, debütierte er im Alter von 35 Jahren in einem Surtees TS9. Der 9. Platz im Gesamtklassement, trotz aller Schwierigkeiten mit dem Hinterbänklerteam, bestätigte das Urteil der Fachleute: Quester wäre eine Bereicherung der Grand-Prix-Szene gewesen.

Langstreckenrennsport
In den 1980ern bewegte sich Quester hauptsächlich in der Tourenwagen-EM (vierter Titel 1983) und dann in der sportlich extrem hochwertigen DTM. Daneben steuerte er verschiedenste Rennwagen, vom CSL-Batmobil über den Zweiliter-Osella bis zum Porsche 962, bei den großen Langstreckenrennen in "Le Mans und Umgebung". Mit dem Rückzug von BMW aus der deutschen Meisterschaf,t verlagerte sich Quester noch mehr in den Langstreckensport.
Dieter Quester war auch bei der Renaissance von BMW in der US-Rennszene involviert und dieses Programm führte dann direkt zur Entwicklung des berühmtesten BMW-Rennwagens der 1990er, des M3 GTR. Später folgten erfolgreiche Gastspiele in der FIA-GT-Serie mit verschiedensten Fabrikaten: Porsche, Ferrari oder Chrysler Viper.

Große Geburtstagsfeier in Wien-Aspern
In jüngster Zeit entwickelte Quester gemeinsam mit Duller Motorsport aus Kärnten für BMW den Z4 M Coupé. Bei den 24-Stunden-Rennen wie in Dubai oder Silverstone legte dieses Team eine Siegesserie hin. Heute ist Dieter Questers Hauptbetätigungsfeld die European Endurance Car Series (ETCS), wo 4-Stunden-Rennen gefahren werden. Auch 2009 wird Dieter Quester dort wieder aktiv sein!
Im Zuge des letzten Aspern Revival am 25. und 26. April wird Dieter Quester gebührend gefeiert, der Jubilar allerdings sitzt an diesem Wochenende beim 4-Stunden- Rennen in Brünn im Cockpit seines Rennwagens.

 

 

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