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Autor: Erika Ensfellner am 02. Apr 2009 Sie ist nicht schlecht. Sie erzeugt warmes, naturnahes Licht, verursacht kaum Elektrosmog und enthält kein Quecksilber. Ihr einziges Manko: Sie frißt zu viel Energie - die Glühbirne. Ab Herbst 2009 wird sie schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Das Aus für die elektrische Glühlampe, wie sie 1854 von Heinrich Goebel erfunden und durch Thomas Alva Edison berühmt wurde.
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Ob das Verbot der glühenden Birne wirklich ein erleuchteter Moment europäischer Politik war, wird sich zeigen. Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, Energie effektiv und ohne Nachteile zu sparen: Wäsche nicht im Trockner trocknen, Klimageräte abschalten, Geräte im Stand-By Modus ganz ausschalten, ein neuer Heizkessel, weniger Auto fahren, neue Fenster, bessere Hausdämmung, den Ofen beim Backen 10 Minuten vorher abschalten, um die Restwärme zu nutzen usw. Die Energiesparlampe gehöt nicht dazu.
Energiesparlampen heißen übrigens nur bei uns so, in anderen Ländern werden sie „Kompakt-Leuchtstofflampen“ genannt, was sie ja auch sind!
Die Nachteile dieser offiziell so angepriesenen Leuchtmittel sind zahlreich. Hier eine Auswahl:
- Sie erzeugen starke elektromagnetische Felder, viel mehr als ein Röhrenmonitor. Institute für Baubiologie und Ökologie raten deshalb, auf ausreichend Abstand zu achten. Gerade dort, wo man sich länger aufhält, sollten die Lampen möglichst weit weg vom Körper sein - zwei Meter und mehr. Am Schreibtisch oder Nachttisch ist das schwierig. Hier kann man z.B. auf Halogenlicht oder LEDs ausweichen.
- Flimmerfrequenzen: Das Licht der Sparlampen flimmert viel ausgeprägter als jenes von Glühbirnen. Hier nutzt Abstand kaum etwas: Der komplette beleuchtete Raum flimmert. Glühbirnen funktionieren mit der Netzfrequenz von 50 Hertz. Hierdurch entsteht kein Flackern, das Licht bleibt gleichmäßig, kontinuierlich, natürlich, weil der Glühfaden in der gleichnamigen Birne zu träge ist, um auf die Netzfrequenz zu reagieren, einige Zeit nachglüht und Flackern deshalb ausschließt. Anders bei den nach Leuchtstoffröhrenmanier gebauten Sparlampen: Der Leuchtstoff in der Röhre ist kein bißchen träge und geht der Frequenz entsprechend ständig an und aus, flackert, flimmert, taktet, pulst. So ähnlich wie ein Stroboskopblitz in der Disko. Diese nervigen periodischen Taktereien gibt es in der Natur nicht. Sie gelten als kritisch.
- Naturfremdes Licht: Das Lichtspektrum ist bei den Minileuchtstoffröhren namens “Sparlampen“ schlechter als bei allen anderen künstlichen Beleuchtungen. Es ist sehr inhomogen, besonders naturfremd und zerrt die roten und blauen Farbanteile steilflankig in den Vordergrund, vernachlässigt dafür aber die anderen, welche zu einem harmonischen, gesunden Licht gehören.
- Ökologisch bedenkliche Herstellung und kritische Entsorgung: Die Kompaktleuchtstofflampe benötigt im Zuge der Fertigung etwa zehnmal mehr Energie als eine Glühbirne. Besteht die Glühbirne lediglich aus Glas, Draht, Glühfaden, Halterung und Blechgewinde, so kommt bei der Sparlampe einiges an umweltbelastender und energieaufwendiger Hightech hinzu: Vorschaltgerät, Platine, Entladungsrohr, Kondensator, Generator, Zünder, Elektrode, Thermosicherung, Steckverbindung, Klebstoff, chemische Leuchtstoffe und -beschichtungen, Lötzinn, Kunststoffgehäuse... und Quecksilber.
Jede Sparlampe enthält toxisches Quecksilber, im Schnitt etwa 5 Milligramm. Verharmloser nennen das "Spuren". Quecksilber gehört zu den giftigsten und umweltbelastendsten Schwermetallen, wirkt in Mensch und Tier als Nervengift.
Wegen des Quecksilbers gehört der angeblich umweltfreundliche Strahler auf den Sondermüll. Da landet er aber in 90 Prozent aller Entsorgungsfälle nicht, sondern im Hausmüll (wo sonst) und von da aus auf der Deponie, im Boden, im Grundwasser, in der Luft...
Die negativen körperlichen Reaktionen auf das Licht der „Sparlampen“ reichen von Kopfweh, Schwindel, Unwohlsein, Schwäche, Übelkeit, Zittern über Nervosität, Angst, Kältegefühl bis zu neurologischen Störungen, Symptomen wie bei Unterzuckerung und anderen unheilvollen Problemen.
Kommen mehrere Faktoren zusammen – Feldbelastung durch die Nähe zur Leuchte, plus Flimmerfrequenz, plus schlechtes Lichtspektrum – scheinen die Negativreaktionen besonders ausgeprägt zu sein.
Eine Energiesparlampe kostet in der Anschaffung etwa zehnmal so viel wie eine Glühbirne. Im Vergleich mit der Glühbirne hat die Sparlampe beim Energieverbrauch vielleicht die Nase vorn, aber nur hier, nicht bei der Herstellung und schon gar nicht bei der Entsorgung. Biologisch gesehen erzeugt sie offenbar reichlich Nebenwirkungen und berechtigte Sorgen.
Es hört sich gut an, ein Birnenwechsel, und wir haben was für bzw. gegen CO2 getan. Besser kann man sein Gewissen nicht beruhigen. Ist das so einfach? Wo der Anteil des Energieverbrauchs für die Beleuchtung im Haushalt unter 1 Prozent liegt? Oder soll wieder von wichtigeren Problemen abgelenkt werden?
Quellen:
Wolfgang Maes, Baubiologe IBN / Journalist DJV
Presse Anzeiger – Das freie Presse & Medien Portal Bericht vom 30.12.2008
Um die Glühbirne adäquat zu ersetzen, bietet sich als derzeit einzig preiswerte Alternative zur „Energiesparlampe“ nur die Halogenglühlampe mit Infrarotbeschichtung an, da diese keinen der angeführten Nachteile aufweist und sich mit der eingesetzten Technologie bei einer Lebensdauer von mehr als 2000 Stunden tatsächlich Energie einsparen läßt.
Noch effizienter wäre natürlich die Verwendung von LED-Leuchtmitteln, welche in Glühlampenform mit Schraubsockel gegenwärtig allerdings noch zu teuer sind. In Punkto Energieausbeute sowie Lebensdauer (ca. 45000 Stunden) sind LED-Leuchten jedoch unschlagbar.
Hintergrundinfos zur Leuchttechnik
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