Karies als Folge der Übersäuerung © Bild: Jens-Bredehorn / PIXELIO |
Foto: Manfred Zlabinger
Trotz modernster Mund- und Zahnhygiene und umfassender zahnärztlicher Versorgung ist bei allen zivilisierten Völkern eine signifikante Zunahme von Karies, Parodontose und Rückbildung der Kieferknochen festzustellen.
Die Ursache für fortschreitenden Gebissverfall
Wenn Zahnbürste und Zahnpasten die wichtigste Errungenschaft der Zahnreinigung wären, hätten die Naturvölker einen katastrophalen Gebissverfall zu beklagen. Das tun sie nicht. Denn die fortschreitende Karies ist bei den Zähne bürstenden Zivilisationsmenschen zu Hause.
Karies ist also nicht das Ergebnis mangelhafter Mund- und Zahnpflege, sondern eine massive Störung im Mineralhaushalt und im Säure-Basen-Gleichgewicht.
Ursache sind unsere modernen Ernährungsgewohnheiten. Unser Gebiss reagiert am empfindlichsten auf Ernährungsfehler wie Süßigkeiten und kohlensäurehältige Limonaden. Und das, obwohl die Zahnsubstanz zum härtesten und widerstandsfähigsten Material unseres Körpers zählt.
Die Feinde unserer Zähne
Die größten Feinde unserer Zähne sind Kohlenhydrate in Form von Zucker und Stärke, die von den Bakterien der Mundflora zu aggressiver Essigsäure umgewandelt werden. Die Säure greift den Zahnschmelz an und es kommt zu Entzündungen im Zahnfleisch und zu Karies. Milieu- und pH-Wert-Veränderungen führen zu pilz- und bakterienbesiedelten Plaques, die den Zahnschmelz zerstören.
Der Speichel ist basisch
Der Speichel mit einem pH-Wert von 7,5 ist die Lebensgrundlage der Zähne, denn der Zahnschmelz ist nicht an einen Versorgungskreislauf angeschlossen. So kann die Zufuhr mit Kalzium und Phosphor nur über den Speichel erfolgen. Wird der Speichel sauer, schädigt er die Zähne ständig. Die Zähne gehören ebenso wie die Knochen zu den Mineralstoffdepots des Körpers. Bei einer Übersäuerung ist der Körper gezwungen, das saure Milieu durch basische Mineralien zu neutralisieren und entnimmt diese Mineralien zunächst den weniger lebenswichtigen Bereichen: Der Kopfhaut, den Zähnen, und später auch den Kieferknochen. Es kommt zu Karies, Zahnfleischbluten, Parodontose und letztlich zum Verlust der Zähne.
Zahnstein muss nicht sein
Auch der Zahnstein entsteht durch Säurebelastung des Körpers. Hier hilft Putzen mit einem basischen Salzgemisch. Der Zahnstein kann den pH-Unterschied nicht vertragen und bröckelt einfach weg.
Vorbeugung und Vermeidung von Karies
Man schätzt, dass 98% der Menschen oft schon als Kinder Karies bekommen.
Die Ursache für Karies ist die Entmineralisierung. Ein erster sinnvoller Schritt könnte sein, regelmäßig mehr Wasser zu trinken, denn eine Entschlackung des Körpers ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist nicht möglich.
Jeder von uns kann noch viel zu seiner eigenen Gesundheit und zu gesunden Zähnen beitragen:
Wir sollten uns angewöhnen
- einfacher und gesünder zu essen,
- mehr Gemüse und Obst auf den Speiseplan zu setzen,
- keine zuckerhältigen Limonaden mehr zu trinken
- und viel weniger zu naschen und nur mehr selten Mehlspeisen oder Torten zu konsumieren.
Die Vorbeugung und Vermeidung von Karies ist einfach: Wenn die Waage Säure/Base in der Balance ist, ist das Wort Karies bedeutungslos.
Und zu guter Letzt:
Fragen Sie immer auch die Spezialisten auf diesen Gebieten. Ihr Arzt, Apotheker, Therapeut oder derjenige, dem Sie bei Ratschlägen für Ihre Gesundheit vertrauen, sollte immer der erste Ansprechpartner sein. Nur eine individuelle und zugleich gesamtheitliche Betrachtungsweise bringt Ihnen langfristig positive Fortschritte.
Claudia Maria Schaffer
Wellness-Beraterin mit Schwerpunkt Säure-Basen-Haushalt
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