Einfache und natürliche Methode zur Selbstanwendung © Bild: Jens-Bredehorn / PIXELIO |
Der Darm ist eines der wichtigsten Organe zur Ausscheidung von Schadstoffen und Stoffwechselendprodukten unseres Körpers. Der Einlauf ist eines der ältesten Naturheilverfahren, um den Dickdarm sanft zu reinigen und von Restablagerungen zu befreien. Es gibt kaum eine harmlosere, schneller und überzeugender wirkende Maßnahme, die leider durch die „Wundermittel“ der Pharmaindustrie weitgehend in Vergessenheit geraten ist. Ganz zu Unrecht!
Der Hirt des Afters des Pharao
Der Inhaber dieses wichtigen Staatsamtes trug seinerzeit stolz diesen ehrenvollen Titel.
Er war bestens vertraut mit jener Einblasmethode, die nach alten Quellen von Gott Osiris den ägytischen Priesterärzten übermittelt worden sein soll.
Etliche andere Einlauftechniken von Tierblasenklistieren bis Spülkannen, Ballonspritzen, Enema oder Klyso finden in allen Erdteilen Verwendung.
Anwendungsbereiche
- bei Erkältungs-, Grippal- und Infektionskrankheiten bei Kindern und Erwachsenen
- bei Verstopfung
- bei Durchfall
- bei Blähungen
- bei Stuhlinkontinenz
- bei Brechdurchfall
- bei Völlegefühl
- bei verdorbenem Magen
- bei Migräne
- vor der Geburt
- vor diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
- vor Operationen
- zur Reinigung und Entgiftung von Blut- und Körpersäften
- zur Ausleitung von Vergiftungen, Infekten und Allergien
- in Notfällen zur Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen
- bei Fastenkuren
- als Verjüngungs- und Schönheitsmaßnahme, über die bereits Herodot berichtet hat
- zur Vorbeugung
Bei frühzeitigem und wiederholtem Einsatz kommt es bei sehr vielen Infekten überhaupt nicht zur (vollen) Entwicklung des Prozesses. Bei schon ausgebrochenen Erkrankungen wird durch intensive Ableitung über den Darm auch hohes Fieber meist rasch gesenkt und die Gesundung wird ohne jede Nebenwirkung beschleunigt. Zur Wirkungssteigerung empfiehlt sich die Anwendung vier Mal pro Tag, eventuell in Kombination mit Rumpfreibebädern oder anderen einfachen Naturmaßnahmen. Der Einlauf bei Gesunden, ein- bis zweimal pro Monat, bietet eine wirkungsvolle Entlastung für den Dickdarm und für den gesamten Organismus.
Die Spülmenge und die Spülflüssigkeit
Als Richtlinie für die Menge der Spülflüssigkeit gilt 1 Liter für Erwachsene und 300-500ml für Kinder von 5-15 Jahren. Die Flüssigkeit sollte handwarm sein.
Entweder verwendet man Leitungswasser ohne Zusätze.
Oder Kaffee (3 Teelöffel auf 1 Liter Wasser).
Oder Kräutertee, dem eine Messerspitze basisches Badesalz zugegeben wurde.
So führen Sie einen Einlauf mit dem Irrigator durch
Einen Irrigator bekommen Sie in jeder Apotheke. Beachten Sie bitte den Beipackzettel.
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Einlauf im Liegen:
Auf ein Badetuch legen, egal ob auf dem Rücken, auf dem Bauch oder auf der Seite, und das gefüllte Einlaufgefäß erhöht und gesichert abstellen oder aufhängen.
Einlauf im Stehen:
Man stellt sich mit leicht gespreizten Beinen in die Badewanne oder in die Dusche und hält oder hängt dabei das gefüllte Einlaufgerät in Kopfhöhe. Oftmals wird in dieser Stellung das schnellste Einlaufen beobachtet.
Einlauf im Sitzen:
Man kann sich auf den Badewannenrand, auf die Toilette oder das Bidet setzen, nachdem man im Stehen das Einlaufstück eingeführt hat. Das anfangs volle, sich aber rasch entleerende Gefäß, hält oder hängt man dabei in Kopfhöhe.
Bodengymnastik:
Den Bauch mit Massageöl einreiben, bei Blähungen empfiehlt sich Kümmelöl.
Nach dem Herausziehen des Endstückes auf den Rücken legen und eine Kerze machen oder zumindest das Becken in die Höhe strecken. Auf den Rücken legen und den Unterleib gegen den Uhrzeigersinn massieren. Auf die linke Seite drehen. Danach wieder auf den Rücken, eine Kerze machen und massieren. Dann auf die rechte Seite drehen. In diesem Rhythmus fortfahren.
Dem Druck nachgeben:
Nach 7-10 Minuten, wenn sich ein unabweisbarer Druck auf die Schließmuskulatur meldet.
Und ein Tipp zum Abschluss:
Eine basenbildende, vollwertig-vegetarische Ernährung, ausreichendes Trinken von sauberem Wasser und regelmäßige Bewegung fördern eine regelmäßige Darmentleerung.
Zu guter Letzt noch:
Fragen Sie immer auch die Spezialisten auf diesen Gebieten. Ihr Arzt, Apotheker, Therapeut oder derjenige, dem Sie bei Ratschlägen für Ihre Gesundheit vertrauen, sollte immer der erste Ansprechpartner sein. Nur eine individuelle und zugleich gesamtheitliche Betrachtungsweise bringt Ihnen langfristig positive Fortschritte.
Claudia Maria Schaffer
Wellness-Beraterin mit Schwerpunkt Säure-Basen-Haushalt
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