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Gentechnikfreie Zonen als Schutz für Umwelt und Mensch - Österreich als Beispiel

Neuartige Genkonstrukte können unmittelbare Gefahr darstellen Autor: Manfred Grössler am 05. Okt 2009
In Österreich gibt es einige Bundesländer und Gemeinden, welche sich als Â"gentechnikfreie ZoneÂ" bezeichnen. Es gibt durch die rasante ökologische Entwicklung einerseits und durch die lückenhaften EU-Gesetze andererseits dringenden Evaluierungsbedarf!
In kaum einem anderen Bereich könnte man mit weniger Geld mehr Innovations- und Investitionspotential schöpfen und Österreich ins weltweite Rampenlicht stellen wie im Bereich der Gentechnikfreiheit.

95% aller Biotechnologisch forschenden Gentechniker stehen im Sold weniger Transnationaler Konzerne oder der offensichtlich WTO-abhängigen EU-Kommission. Monsanto, Pioneer, BASF und Konsorten investieren und scheffeln Millionen mit einer simplen, unpräzisen und gescheiterten Technik. So gibt es bis heute nachweislich keinen einzigen Vorteil durch den Einsatz, im Gegenzug aber Milliardenkosten für Schutzmaßnahmen, Mindererträge, erhöhte Spritzmittelkosten und 65 gut dokumentierte Krankheitsbilder. Zahlen muss dies alles der Steuerzahler ( www.umweltinstitut.org www.zivilcourage.ro ). Die besorgniserregenden Entwicklungen weltweit, geben den Kritikern recht und erfordern dringend Verbesserungen zum Schutz der Umwelt, der Menschen, Konsumenten gleichermaßen wie Landwirte.

Evaluierung in 4 Bereichen essentiell

1. Gen-Futtermittel
Es gibt Studien und konkrete Vorkommnisse in der Natur die beweisen, dass neuartige Genkonstrukte wie sie in Futtermitteln vorkommen können, in die inneren Verdauungsorgane von Mensch und Tier gelangen und sich in die Empfänger - DNS integrieren können. Dies stellt eine unmittelbare Gefahr dar, denn weder der tierische noch der menschliche Organismus ist auf antievolutionäre Konstrukte nicht adaptiert. Dies ist auch eine indirekte, derzeit noch verschwiegene Gefahr, die auch mit „gentechnikfreien Zonen“ keineswegs
vermieden werden kann. Denn Kot von mit Gentechnik gefütterten Tieren, in Österreich vor allem Schweine und Geflügel, kontaminiert die Böden und reichert sich in der Umwelt an.
Durch horizontalem Gentransfer werden Fremdgene von Mikroorganismen und Kleinsttierchen aufgenommen und gelangen durch die Fressfolge wieder zurück in die menschliche Nahrungskette (Prof.Dr. Roland Pechlaner/Limnologe/Uni Innsbruck, zitiert beim Gentech-Symposion im Grazer Rathaus im März 2009). Dies stellt eine Zeitbombe dar und ruiniert mittelfristig alle Qualitätsbestrebungen natürlich wirtschaftender Bauern. Und es schädigt den Tourismus, denn wer fährt schon gerne in eine Gentech-kontaminierte Landschaft? Fernerhin übernehmen die Gentech-Konzerne keinerlei Haftung, es gibt weltweit keine Versicherungsgesellschaft die Gentech-Risiken übernimmt.
Ganz besonders problematisch und bei uns noch nie diskutiert, sind die Patentierungsbestrebungen von Konzernen. Durch Patente auf Milchkühe und Schweine müssen Züchter und Halter Patentabgabe an Konzerne leisten ohne jemals etwas davon gewusst zu haben. Es können auch viele österreichische Schweine- und Rinderbauern davon betroffen sein.
Der Import von Gentech-Futter muss gestoppt und durch GVOfreiesFutter,
welches ausreichend zur Verfügung steht und mit nur € 0.002 pro kg Fleisch Mehrkosten verursacht, ersetzt werden. Damit wird die Gesundheit von Tier und Mensch sichergestellt, die österreichische Ernährungssouveränität verbessert und Arbeitsplätze geschaffen.
Positiv: Es gibt ein österreichisches Unternehmen welches ganz Österreich problemlos mit gentechnikfreien Futtermitteln versorgen kann. Sofort! Bei Interesse wenden Sie sich an den Autor.

2. Gen-Energiepflanzen
Zur Energiegewinnung werden Gentech - Pflanzen immer häufiger beworben und sogar als „klimaschonende und energetisch alternative Zukunftslösung“ gepriesen.

Argument:
Diese Pflanzen brächten eine bessere Energieausbeute, erzeugen weniger CO2, wären widerstandsfähiger und kämen ohnehin nicht auf den Teller. Völliger Unsinn, denn es stimmt weder die Energie- noch die Ökobilanz. Im Gegenteil, es müsste noch mehr Erdöl eingesetzt werden als bisher, für die milliardenteure getrennte Logistik müssten die Steuerzahler aufkommen und obendrein wäre Österreich den touristisch unbezahlbaren „Gentechnikfrei-Vorteil“ sofort los. Ethische (soll man zB Nahrungspflanzen verheizen) und gesundheitliche Bedenken (gentech-verseuchte Erde, ergibt kranke Pflanzen, ergibt kranke Menschen) werden seitens der EU vollkommen ausgeblendet.
Positives Beispiel einer deutschen Stadt: Kassel fasste einen Gemeinderatsbeschluss der
die Verwendung von Energie aus Gen-Pflanzen verbietet!

3. Gesundheit
Durch transgene Organismen werden völlig neue Proteine gebildet, der Organismus aller jetzt lebenden Spezies, ist darauf nicht adaptiert. Beispielhaft für neue, unbekannte und nicht einzuordnende Krankheitsbilder sei hier die “Morgellonsche Erkrankung“ angeführt.

Morgellonsche Krankheit – was ist das? Auszug aus einem Bericht von William Engdhal
Recherchen ergeben nur sehr wenig über diese Krankheit. Ich danke der amerikanischen Forscherin Barbara H. Peterson für die Hintergrundinformationen dieser alarmierenden Geschichte. In einer Zeit, in der viele Regierungen in der EU von Monsanto, Syngenta, BASF, Bayer und anderen Agrarindustriekonzernen massiv bedrängt werden, die Freigabe ungetesteter GMO-Produkte für die menschliche Nahrungskette zuzulassen, könnte der folgende Beitrag vielleicht einige Alarmglocken läuten lassen, bevor es zu spät ist und auch in Europa, Afrika und Asien der sprichwörtliche Geist aus der Flasche entweicht.

Ursprünglich sagte man den Betroffenen, ihre Beschwerden seien nur eingebildet. Das war allerdings nur ein schwacher Trost für die leidenden Patienten. Die an der Morgellonschen Krankheit Erkrankten berichten, merkwürdiges faserähnliches Material quölle aus wunden Stellen oder Verletzungen, die sich auf der Haut bilden (siehe Abb.). Das Ganze geht einher mit einem stark schmerzendem Juckreiz, der als das ständige Gefühl beschrieben wurde, »etwas krabbele unter der Haut«.

Also: Zelluloseähnliche Fäden in der menschlichen Haut das Resultat von GMO?
In der Ausgabe der britischen Zeitschrift New Scientist vom 15./21. September 2007 beschreibt Daniel Elkan einen Patienten, den er »Steve Jackson« nennt, und »der seit Jahren winzige blaue, rote und schwarze Fasern in furchtbar juckenden Hautläsionen gefunden hat«. Er zitiert »Jackson« mit den Worten: »Die Fasern sind wie biegsames Plastik und können mehrere Millimeter lang sein. Unter der Haut sind sie zickzackförmig gefaltet. Sie können so fein wie Spinnwebfäden sein, und doch sind sie stark genug, die Haut aufzutreiben, wenn man an ihnen zieht, als ob man an einem Haar zöge.« Zu einem noch alarmierenden Ergebnis kam Vitaly Citovsky, der entdeckte, dass die Fasern eine Substanz namens »Agrobacterium« enthalten, die dem New Scientist zufolge »kommerziell bei der Herstellung genetisch veränderter Pflanzen verwendet wird«. Das führt zu der sehr plausiblen Theorie, dass der regelmäßige Verzehr genveränderter Nahrungsmittel diese schwächende neue Krankheit hervorrufen könnte.

4. Verletzung von Menschenrechten
„Menschenrechte? nicht betroffen!“: diese werden aber doch verletzt! Das Recht auf Nahrung (§11), Gesundheit (§12), Arbeit (§6), freie Forschung (§15), Eigentum (Biobauern), Selbstbestimmung (§1). Im Mai 2008 wurde erstmals der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft von den Vereinten Nationen als Menschenrechtsverletzung gerügt und ein Staat aufgefordert seine Bauern vor multinationalen Konzernen zu schützen und den Zugang zum alten wieder verwendbaren Saatgut sicherzustellen! Geklagt wurde diesmal - nach Kanada und Österreich - gegen die indische Regierung auf sofortigen Stopp der Nutzung der Gentechnik zum Schutz der Bauern, Konsumenten - und der Menschenrechte. Grundlage der Befassung des UN-Menschenrechtsausschusses mit der Agro-Gentechnik ist der Internationale Pakt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, der u. a. das Recht auf Selbstbestimmung als auch das Recht auf Gesundheit, das Recht auf Nahrung und damit auch auf unbelastete, gesundheitlich unbedenkliche und sichere Nahrungsmittel aus nachhaltiger, Ressourcen schonender Produktion beinhaltet. Über 140 Länder weltweit haben diesen Pakt ratifiziert. Darunter auch Österreich. Dass heißt, die Regierungen haben sich damit verpflichtet, der Bevölkerung freien Zugang zu gesundheitlich unbedenklichen Nahrungsmitteln sowie die Verfügbarkeit und Nutzung vorhandener Ressourcen zu gewährleisten.
Mehr Infos hierzu: Christiane Lüst, Aktion GEN-Klage , www.stopptgennahrungsmittel.de

Positives Beispiel: Die steirische Landeshauptstadt Graz, welche auch „Menschenrechts-
Hauptstadt“ ist, beabsichtigt im Herbst 2009 die Agrogentechnik in den Kriterienkatalog aufzunehmen und eine spezielle Veranstaltung hierzu zu machen.
Ebenso ist geplant die „gentechnikfreie Zone Graz“ in allen genannten relevanten Bereichen zu verbessern. Nachmachen bitte!

Autor:
Manfred Grössler, Referent für gentechnikfreie Zonen und Regionen
Tel:0316/32-39-32, manfredgroessler@tele2.at

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