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Feste feiern ohne Reue

Dr. Thomas Schwingenschlögl Autor: Thomas Schwingenschlögl am 06. Feb 2009
Feiern ist definitiv gesund, solange man es nicht übertreibt.
Lachen, Freude, Spaß und Anerkennung sind Turbolader für unser Immunsystem. Über die Ausschüttung von diversen Glückshormonen (Endorphine, Serotonin, Dopamin) stellt sich Wohlbefinden ein. Diese Glückshormone werden auch bei sportlichen Aktivitäten von unserem Gehirn ausgeschüttet. Wer sich im Leben dagegen ständig Sorgen macht und auf jeden Spaß verzichtet, hat laut neuesten Studien auch eine geringere Lebenserwartung.

Tanzen als geniales Fitness-Training

Dass Partys ungesund sind, ist mit Sicherheit eine falsche Meinung. Gerade Tanzen ist ein idealer Ausdauersport. Neben der Bewegung macht Tanzen auch Spaß und fördert die Kommunikation. Die Musik übt eine zusätzlich positive Wirkung auf unsere Sinne aus. Die Bewegung zur Musik sorgt überdies für ein besseres Körpergefühl und eine gute Haltung. Bei den Standardtänzen ergibt sich aus der Beziehung zum Tanzpartner eine weitere aufregende Komponente.
Egal ob Freestyle oder Standardtänze, man sollte sich beim Tanzen nicht übernehmen. Als grobe Faustregel gilt: während des Tanzens darf man zwar ein wenig kurzatmig werden, man muß aber immer noch mit dem Partner sprechen können. Damit trainieren Sie sicherlich im optimalen Pulsbereich. Sie bauen Kalorien ab und stärken Ihre Kondition. Bei einer halben Stunde Rock´n Roll verbrauchen Sie etwa 165 Kalorien und der ganze Körper wird trainiert. Wer schwitzt, sollte in den Tanzpausen regelmäßig und reichlich Wasser trinken. Sonst trocknet der Körper aus. Wer gar nicht ins Schwitzen kommt, der sollte beim Tempo ein wenig zulegen.
Bei jedem Ausdauertraining, also auch beim Tanzen, werden die uns schon bekannten Glückshormone und vor allem Wachstumshormon von unserem Gehirn vermehrt produziert. Wachstumshormon ist ein wichtiger Motor für Stoffwechsel und Aktivität. Die Endorphine bereiten uns ein Glücksgefühl.
Eine Tanzeinheit sollte zumindest 30 Minuten dauern, damit die positiven Effekte voll zur Geltung kommen.
Manche Standardtänze, speziell beim Figurentanzen, wirken sich auch auf die Muskulatur im Sinne einer Muskelstärkung positiv aus. Denke man nur an die Herren, die ihre Partnerinnen durch die Luft tragen und schweben lassen.

Das Buffet

Wir haben es alle schon hundertmal nach einem Fest gehört: „Ich habe zuviel gegessen. Ich fühle mich nicht wohl.“ Das muß aber nicht sein!
Wer ständig auf seine Figur achtet, darf sich bei einer Party schon einmal belohnen. Essen Sie mit Genuß und ohne schlechtes Gewissen. Übertreiben Sie es trotzdem nicht.
Grundsätzlich sollte man bei Festen vernünftig essen. Das heißt nicht zuviel und nicht allzu einseitig nur Süßes und Fettes. Bei jedem Buffet gibt es auch viel Gesundes.
Selbst im Winter ist das Angebot von frischem Obst, Salaten und Gemüse so groß wie nie zuvor. Natürlich ist der Vitamingehalt von Importobst aus fernen Ländern nicht so hoch wie bei frischem Obst im Sommer aus heimischer Produktion, aber dennoch nicht zu vernachlässigen.
Auf jeden Fall haben Obst, Gemüse und Salate kaum Kalorien und eignen sich daher als Vorspeise, Beilage und Dessert.
Halten Sie sich bei Süßigkeiten einfach etwas zurück. Ebenso bei fettem Fleisch, Wurstwaren und Schlagobers.
Pflanzliche Fette sind zwar von ihrer Zusammensetzung für den Körper gesund, aber auch kalorienreich. Schwimmt also der Salat in Öl, ist der Kalorienvorteil verspielt.
Trinken Sie vor dem Essen viel Wasser. Damit wird der Magen schneller gefüllt, es stellt sich ein Sättigungsgefühl ein. Auch Vorspeisen wie Suppen und Salate machen satt.
Vorsicht bei Alkohol. Alkoholische Getränke haben sehr viele Kalorien und machen keineswegs satt. Generell ist „Alkohol“ ein heikles Thema in unserer Gesellschaft.

Problem Alkohol

Die meisten Menschen werden durch Alkohol lustig und gesellig. Alle, die zuviel trinken, bereuen es aber am nächsten Tag.
Ein Glas Wein oder Sekt ist sicherlich bekömmlich und macht eine gute Stimmung. Jeder weiß aber genau, was und wie viel er verträgt. Halten Sie sich daran auch bei Festen. Sonst gibt es am nächsten Tag eine böse Überraschung.

Wenn Sie schon viel Alkohol trinken, dann trinken sie dazu noch viel mehr Wasser. Denn Alkohol führt zu einer Art Austrocknung des Körpers und einem Mineralverlust. Es kommt zum gefürchteten Kater mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Unwohlsein. Trinken Sie zusätzlich vor dem Schlafengehen eine große Menge mineralhaltiges Wasser.
Auch die Qualität des Alkohols spielt eine große Rolle. Billiger Wein oder Wodka enthält sogenannte giftige Fuselalkohole, die rasch Kopfschmerzen als Art Vergiftung hervorrufen. Greifen Sie eher zu qualitativ hochwertigen alkoholischen Getränken.
Zucker und Kohlensäure beschleunigen die Wirkung des Alkohols, Pflanzenfett und Eiweiß bremsen sie. Deshalb sollten Sie zu alkoholischen Getränken Nüsse und Oliven knabbern, Süßigkeiten dagegen verschmähen.
Wenn Sie am nächsten Morgen mit einem Kater aufwachen, wirkt neben viel Mineralwasser auch ein frischer Obstsaft wahre Wunder.

Zu wenig geschlafen?

Lange feiern und danach arbeiten, das bedeutet auf jeden Fall ein Schlafdefizit. Wenn Sie am nächsten Tag topfit sein müssen, können Sie zu folgenden Tricks greifen:
Ein starken Kaffee oder ein frisch gemachter schwarzer Tee mit Zucker stabilisiert den Kreislauf. Trinken Sie dazu viel Wasser, das belebt.
Auch Wechselduschen machen fit. Der letzte Duschschwall muß aber kalt sein. Manchmal genügt es über Hände und Gesicht 30 Sekunden kaltes Wasser rinnen zu lassen. Ein kurzes Mittagsschläfchen (Power-Nap) wirkt oft Wunder. Aber eben nur kurz. Kommen Sie nämlich in einen Tiefschlaf, wird das Aufwachen zur Qual, und man fühlt sich gar nicht erfrischt.
Wer topfit sein muß und mit den einfachen Maßnahmen nicht auskommt, für den gibt es durchblutungsfördernde Medikamente, die man aber nicht schluckt, sondern gleich eine ganze Trinkampulle zu sich nimmt. Das muß aber mit Ihrem Arzt vorab besprochen werden.

Muskelkater nach dem Tanzen?

Dehnungsübungen vor und nach dem Tanzen helfen dem Muskelkater vorbeugen. Was in der Öffentlichkeit manchmal schwierig ist.
Hat sich ein Muskelkater einmal eingestellt, dann hilft Wärme in Form von warmen Entspannungsbädern oder Saunabesuche. Manche Menschen sprechen auf Magnesium und Vitamine wie Vitamin C, E und Provitamin A gut an. Diese Vitamine haben entzündungshemmende Eigenschaften. Sie werden auch als Antioxydantien bezeichnet.
Ist ein Muskelkater vorhanden, sollten Sie sich körperlich schonen, bis die Schmerzen vollständig abgeklungen sind. Denn der Muskelkater kommt durch feine Mikrorisse in den Muskelfasern zustande. Und das muß heilen. Wärme fördert die Durchblutung der Muskulatur und damit die Genesung.


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